Alles auf Angriff: Die deutsche Nationalmannschaft startet mit einem fulminanten 7:1-Sieg gegen Curaçao in die Fußball-Weltmeisterschaft. In den Jubel mischt sich Polit-Hetze gegen Torschütze Felix Nmecha. Am Samstag trifft die DFB-Elf in der zweiten Gruppenpartie auf die Elfenbeinküste. Jetzt vorsorgen: Der COMPACT-Flaschenöffner mit «Mit Mut zur Wahrheit» macht jedes Bierchen auf. Hier mehr erfahren.

    Mehr als 70.000 Zuschauer sorgten im NRG Stadium in Houston, Texas, für eine stimmungsvolle WM-Atmosphäre. Viele deutsche Fans waren in die texanische Millionenmetropole gereist, darunter auch einige Deutsch-Amerikaner, und verwandelten die Arena schon lange vor dem Anpfiff in ein schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer.

    Auf dem Papier schien die Aufgabe für die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann leicht: Curaçao, eine Karibikinsel mit knapp 150.000 Einwohnern, ist das sowohl flächenmäßig als auch von der Bevölkerung kleinste Land, das jemals an einer Fußball-Weltmeisterschaft teilgenommen hat. Schon die Qualifikation zur WM in den USA, Kanada und Mexiko wurde in der Fachpresse als kleine Sensation wahrgenommen. In Curaçao spricht man von einer «blauen Welle». Doch die wurde gestern von einer schwarz-rot-goldenen Mauer vorerst gestoppt.

    Der kleine General und seine Männer

    Unterschätzen durfte man den Außenseiter jedoch keineswegs. Die Mannschaft in Blau verfügt über zahlreiche Profis, die in den Niederlanden, Belgien oder Deutschland ausgebildet wurden. Gecoacht wird das Team von Trainerlegende Dick Advocaat. Der 78-jährige Niederländer ist der älteste Trainer des Turniers und blickt auf eine lange Karriere zurück, betreute unter anderem die Nationalmannschaften der Niederlande, Südkoreas, Belgiens, Russlands, Serbiens und des Irak.

    Begeisterte Fans: Curaçao-Nationalspieler Tahith Chong gibt Autogramme nach dem FIFA-Series-2026-Spiel gegen China am 27. März 2026 im Accor Stadium in Sydney, Australien. Foto: IOIO IMAGES / Shutterstock

    Bereits in den 1980er-Jahren arbeitete er als Assistent des berühmten niederländischen Erfolgstrainers Rinus Michels, der das Oranje-Team 1988 zum Europameistertitel führte. Später brachte Advocaat die Niederlande bei der WM 1994 bis ins Viertelfinale und führte die Elftal bei der Europameisterschaft 2004 bis ins Halbfinale.

    Mit dem niederländischen Spitzenklub PSV Eindhoven gewann er die Meisterschaft und den Pokal. Besonders erfolgreich war er auch bei den Glasgow Rangers, mit denen er zwei schottische Meisterschaften sowie mehrere Pokalsiege feierte. Den größten internationalen Vereinserfolg erreichte er 2008 mit Zenit St. Petersburg: Dort gewann er den UEFA-Pokal – den Vorläufer der heutigen Europa League – sowie anschließend den UEFA-Supercup gegen Champions-League-Sieger Manchester United. Wegen seines strengen und taktisch disziplinierten Führungsstils trägt Advocaat bis heute den Spitznamen «Der kleine General».

    Ein fulminantes Spiel

    Das Spielgeschehen in aller Kürze: Deutschland geht schon in der sechsten Minute mit einem Tor von Borussia-Dortmund-Kicker Felix Nmecha früh in Führung – das bislang schnellste Tor dieser WM. Doch in der 21 Minute gleicht Livano Comenencia zum 1:1 überraschend aus und schießt damit das erste WM-Tor in der Geschichte Curaçaos. Die Sensation liegt kurz in der Luft. Bricht nun doch die «blaue Welle» durch?

    Nein! Denn schon siebzehn Minuten später köpft Nmechas BVB-Mannschaftskollege Nico Schlotterbeck sein erstes Länderspieltor und stellt mit dem 2:1 die deutsche Führung wieder her. Kurz vor der Pause verwandelt Kai Havertz, der bei Arsenal London unter Vertrag steht, souverän einen Foulelfmeter. 3:1 für Deutschland!

    Direkt nach dem Wiederanpfiff erhöht Bayern-Spieler Jamal Musiala in der 47. Minute zum 4:1  und entscheidet damit die Partie praktisch vorzeitig. Dann gab es kein Halten mehr für die Mannschaft von Nationaltrainer Julian Nagelsmann: 68. Minute: Der Frankfurter Linksverteidiger Nathaniel Brown trägt sich mit dem 5:1 in die Torschützenliste ein.

    78. Minute: Der für Musiala eingewechselte VfB-Stuttgart-Stürmer Deniz Undav trägt sich mit dem 6:1 in die Torschützenliste ein. Vorarbeit leistete Joshua Kimmich vom FC Bayern München. Den Schlusspunkt setzt Havertz in der 88. Minute: Mit seinem zweiten Treffer schnürt er den Doppelpack. Deutschland gewinnt 7:1 gegen Curaçao. Alles andere als ein Gruppensieg wäre nun eine Blamage – so ARD-Sportexperte und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger im TV.

    Nachtreten gegen Nmecha

    Für die deutsche Mannschaft war der Kantersieg ein gelungener Start ins Turnier, auch wenn die zwischenzeitliche Unordnung beim Ausgleich der Curaçaoer zeigte, dass noch nicht alles perfekt funktioniert. Selbst die den Deutschen alles andere als wohlgesonnene britische Presse kam nicht umhin, den Sieg der DFB-Auswahl zu würdigen. «Kai Havertz trifft doppelt, der viermalige Weltmeister übersteht einen frühen Schock und überrollt den Fußball-Zwerg», titelt das Boulevardblatt The Sun.

    Und die Daily Mail schreibt:

    «Der gnadenlose viermalige Weltmeister erteilt dem Außenseiter in Houston eine brutale Lektion. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann sendet ihren Rivalen eine klare Botschaft.»

    In den allgemeinen Jubelchor mischten sich aber auch die notorischen Nörgler. So ätzte Journalist Felix Michaelis, der unter anderem für die antideutsche Gazette Jungle World und das Antifa-Portal Belltower News schreibt, auf X:

    «Bevor jetzt alles Nmecha abkulten, kleiner reminder, dass der Typ frauen- und homofeindliche Positionen öffentlich mehrfach stolz präsentiert hat.»

    Hintergrund sind die religiösen und politischen Ansichten des BVB-Kickers mit deutschen und nigerianischen Wurzeln, die bereits vor seinem Wechsel vom VfL Wolfsburg zu Borussia Dortmund 2023 in die Kritik gerieten. Der Nationalspieler, der nun mit seinem frühen WM-Tor für Furore sorgte, teilte auf den sozialen Netzwerken unter anderem Beiträge des evangelikalen US-Influencers Matt Walsh, der sich gegen Transgender- und LGBTQ-Kult ausspricht.

    Außerdem veröffentlichte Nmecha Botschaften mit christlich-konservativen Inhalten, in denen er sich ablehnend gegenüber entsprechenden gesellschaftspolitischen Entwicklungen äußerte. Kritiker werfen ihm deshalb Homo- und Transfeindlichkeit vor. Nmecha selbst betonte, dass er jedem Menschen Respekt entgegenbringe, seine Kritik an der Regenbogen-Ideologie jedoch seinen christlichen Überzeugungen entspräche. Der BVB erklärte nach Gesprächen mit dem Mittelfeld-Star, man teile manche seiner Ansichten nicht, sehe aber keine Hinweise darauf, dass Nmecha Menschen diskriminiere.

    Seine herausragende Qualität kann der Dortmunder bereits am kommenden Samstag erneut unter Beweis stellen. Dann trifft Deutschland in seinem zweiten Gruppenspiel in Toronto, Kanada, auf die Elfenbeinküste. Anstoß ist um 16:00 Uhr Ortszeit, was 22:00 Uhr unserer Zeit entspricht.

    Gönnen Sie sich zur WM gerne das eine oder andere Bierchen. Um die zu öffnen, empfiehlt sich der COMPACT-Flaschenöffner mit «Mit Mut zur Wahrheit». So geht der Gerstensaft nicht aus. Hier bestellen.

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