Mit dem Schrei «Allahu Akbar» stach er vor der Bielefelder Bar Cutie wahllos auf feiernde junge Fußball-Fans ein. Heute hat das Oberlandesgericht Düsseldorf den IS-Terroristen Mahmoud M. in den Knast geschickt. kein Einzelfall, wie wir in COMPACT-Spezial «Mädchen, Messer, Morde» zeigen. Hier mehr erfahren.
In den frühen Morgenstunden des 18. Mai 2025 verwandelte sich eine ausgelassene Feier junger Arminia-Fans vor der beliebten Bielefelder Szene-Bar Cutie in einen blutigen Albtraum. Kurz nach 4:20 Uhr mischte sich ein unscheinbarer Mann mit Gehstock unauffällig unter die fröhliche Menge. Dann zog er blitzschnell eine lange Klinge aus dem präparierten Stock und stach wahllos, brutal und mit voller Tötungsabsicht zu.
Mit dem fanatischen Kampfschrei «Allahu Akbar» auf den Lippen verletzte der islamistische Attentäter fünf junge Menschen, vier von ihnen lebensgefährlich. Der 26-jährige Arminia-Anhänger Chris warf sich dem Täter heldenhaft entgegen, wurde mehrfach brutal in die Brust gestochen und kämpfte trotzdem weiter. Nur durch die beherzte Gegenwehr mehrerer Fußballfans, die den Terroristen schließlich überwältigten, konnte ein Massaker verhindert werden. Ohne ihren Mut hätte es in dieser Nacht vermutlich Tote gegeben.
Null Empathie
Heute, am 1. Juni 2026, hat das Oberlandesgericht Düsseldorf Mahmoud M. (36) zur Höchststrafe verurteilt: lebenslange Haft wegen vierfachen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Mitgliedschaft in der Terrororganisation Islamischer Staat (IS). Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest und ordnete Sicherungsverwahrung an.
Die Bundesanwaltschaft hatte genau diese Strafe gefordert und bekam in allen Punkten recht. Die Verteidigung hatte noch die Frechheit besessen, auf eine «schwere Kindheit» und eine diagnostizierte Depression zu verweisen und lediglich zwölf Jahre Haft zu fordern. Das Gericht wies diese Argumente klar zurück. Dem Täter fehle jegliche Empathie mit seinen Opfern, er empfinde Mitleid nur mit sich selbst und bleibe aufgrund seiner radikal-islamistischen Gesinnung hochgefährlich.
Der Syrer aus Ar-Raqqa war bereits 2014/2015 als Wach- und Grenzposten für den IS aktiv. Trotz abgelehnten Asylantrags und klarer Hinweise auf seine Radikalisierung lebte er jahrelang unbehelligt in Deutschland. Kurz vor der Tat kaufte er gezielt lange Messer, baute seinen Gehstock zur tödlichen Waffe um und filmte ein Bekennervideo.
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