Heute vor 100 Jahren wurde die Hollywood-Ikone geboren. Viel mehr noch als ihr bewegtes Leben beschäftigt viele ihr mysteriöser Tod. An Selbstmord glaubt heute kaum noch einer. Die Mord-Beweise finden Sie in COMPACT-Spezial «Attentate des Tiefen Staates». Kriminalistisch und tiefgründig. Hier bestellen.

    Es ist eine der berühmtesten Szenen der Filmgeschichte: Die Luftströmung aus einem U-Bahn-Schacht hebt das weiße Plissee-Kleid einer Frau an. Sie lacht, versucht den Stoff festzuhalten – und verwandelt damit einen flüchtigen Moment in einen Mythos. Jeder kennt dieses Bild aus Billy Wilders Filmkomödie «Das verflixte 7. Jahr» (1955), aufgenommen an der Kreuzung zwischen der Lexington Avenue und der 52. Straße in New York.

    Nur wenige wissen jedoch, wie weit der Weg war, den Marilyn Monroe zurücklegen musste, um zu jener Ikone zu werden, die bis heute als Inbegriff von Hollywood, Glamour und tragischer Berühmtheit gilt. An ihrem heutigen 100. Geburtstag lohnt ein Blick auf das Leben einer Frau, die weit mehr war als das berühmteste Sexsymbol des 20. Jahrhunderts. Und auf ihren mysteriösen Tod, der bis heute Rätsel aufgibt.

    Von ganz unten nach ganz oben

    Geboren wurde die spätere Schauspielerin am 1. Juni 1926 als Norma Jeane Mortenson in Los Angeles. Ihre Kindheit war von Unsicherheit geprägt. Sie wuchs ohne stabile familiäre Verhältnisse auf, verbrachte Jahre in Pflegefamilien und Waisenhäusern und lernte früh, was Einsamkeit bedeutet. Die Erfahrungen dieser Jahre sollten sie ein Leben lang begleiten. Hinter dem strahlenden Lächeln, das später Millionen Menschen – darunter auch US-Präsident John F. Kennedy und seinen Bruder Bobby – faszinierte, verbarg sich stets die Sehnsucht nach Anerkennung, Liebe und Sicherheit.

    Wie starb Marilyn Monroe? War die amouröse Verbindung mit den Kennedys ihr Verhängnis? Bis heute gibt ihr Tod Rätsel auf. Foto: Corpus Christi Caller-Times, Public Domain

    Ihr Weg nach Hollywood begann eher zufällig. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Norma Jeane in einer Fabrik, als sie von einem Fotografen entdeckt wurde. Ihre atemberaubende Ausstrahlung öffnete ihr die Tür zur Modelbranche. Schon bald erkannte sie, dass sie mehr wollte. Sie färbte ihre Haare blond, legte sich den Künstlernamen Marilyn Monroe zu und begann, für kleinere Filmrollen vorzusprechen.

    Karriere, Affären und Tabletten

    Dieses Sachbuch brachte 2014 neue Erkenntnisse zum Mord an Marilyn. Foto: Skyhorse Publishing

    Der große Durchbruch kam Anfang der 1950er Jahre. Filme wie «Niagara», «Blondinen bevorzugt» und «Wie angelt man sich einen Millionär?», alle von 1953 machten Marilyn zum Star. Sie verkörperte die scheinbar naive, verführerische Blondine – eine Rolle, die das Studiosystem in Hollywood gern bediente und die sie meisterhaft spielte. Doch gerade diese Rollen führten dazu, dass ihr schauspielerisches Talent oft unterschätzt wurde.

    Dabei war Marilyn Monroe weit ehrgeiziger, als viele Zeitgenossen wahrhaben wollten. Sie studierte Schauspiel bei renommierten Lehrern, gründete ihre eigene Produktionsfirma und kämpfte gegen die Bevormundung durch die großen Filmkonzerne. In einer Zeit, in der Schauspielerinnen meist wenig Mitspracherecht hatten, war dies ein bemerkenswert mutiger Schritt. Besonders in Filmen wie «Bus Stop» (1956) oder «Misfits – Nicht gesellschaftsfähig» zeigte sie eine emotionale Tiefe, die weit über das Klischee des Sexsymbols hinausging.

    Privat verlief ihr Leben deutlich turbulenter als ihre Karriere. Ihre Ehen mit dem Baseballstar Joe DiMaggio und dem Dramatiker Arthur Miller standen unter enormem öffentlichem Druck und scheiterten letztlich. Hinzu kamen Affären, aber auch gesundheitliche Probleme, Schlafstörungen, Depressionen und die zunehmende Abhängigkeit von Medikamenten.

    Verräterische Spuren

    Kulminierte dies alles am 5. August 1962? An diesem Tag ging früh morgens um 4:52 Uhr ein Anruf beim Los Angeles Police Department ein. Es meldete sich ein Dr. Hyman Engelberg und stellte sich als Leibarzt von Marilyn Monroe vor. Die Nachricht: Seine Patientin sei tot. Sie habe sich in ihrem Schlafzimmer mit Tabletten umgebracht. Sergeant Jack Clemmons fährt mit seinen Kollegen zum Anwesen der Filmdiva – und macht seltsame Entdeckungen.

    Dazu heißt es in COMPACT-Spezial «Attentate des Tiefen Staates»:

    «Als der Kriminalbeamte die Villa betritt, fällt ihm gleich der beißende Geruch von Reinigungsmitteln auf. Nach ein paar Schritten bleibt er stehen und horcht: Irgendwo läuft eine Waschmaschine. Clemmons schaut auf seine Armbanduhr: Es ist Viertel vor fünf. ‹Wer zur Hölle schmeißt um diese Zeit die Maschine an? Und das, nachdem gerade die Hausherrin tot aufgefunden wurde?›, denkt er sich. Doch das ist erst der Beginn einer Reihe von Merkwürdigkeiten, die dem erfahrenen Ermittler an diesem Morgen auffallen – und die er allesamt akribisch in seinem Notizbuch vermerkt.

    Als der Polizist Marilyns Schlafzimmer betritt, durchfährt ihn ein Schrecken. Die schöne Tote liegt ausgestreckt und vollkommen nackt auf ihrem Bett, das Gesicht im Kopfkissen vergraben – als hätte sie jemand so drapiert. Ein Arm ist an den Körper angelegt, in der Hand des anderen liegt ein Telefonhörer. Hatte sie im Sterben noch versucht, Hilfe zu rufen? Im ganzen Raum verteilt liegen leere Pillenfläschchen herum – fast so, als sollten sie jedem sofort ins Auge fallen. Clemmons zählt sie: Es sind acht, alle leer. Doch keine Spur von Krämpfen, wie sie sonst bei Überdosen üblich sind. Auch Erbrochenes findet sich nicht.»

    Und weiter: «Der Gerichtsmediziner wird später Tod durch eine Überdosis Barbiturate feststellen und vermutet Selbstmord. Doch in Marilyns Magen findet sich davon keine Spur. Dafür weist der Darm eine violette Verfärbung auf. Das legt den Schluss nahe, dass die tödliche Dosis mit einem Klistier zugeführt wurde. Hämatome deuten darauf hin, dass der Einlauf unter Anwendung von Gewalt erfolgte. Der Rechtsmediziner forscht nicht weiter, schickt Nieren, Magen, Darm und Urin ins Labor. Doch dort kommen sie nie an. Genauso spurlos verschwinden die Verbindungsnachweise von Marilyns Telefonaten an den letzten Tagen vor ihrem Tod.»

    Gefährliche Liebschaften

    Doch warum sollte man Marilyn umbringen wollen – und wer hätte ein Interesse gehabt, sie für immer zum Schweigen zu bringen? Ein Motiv könnte kein Geringerer als John F. Kennedy gehabt haben. Der damalige US-Präsident, dem Marilyn am 19. Mai 1962 ihr berühmtes «Happy Birthday»-Ständchen gehaucht hatte, war mit der Hollywood-Schönheit höchstwahrscheinlich eine Affäre eingegangen.

    Die war zu diesem Zeitpunkt zwar schon wieder beendet, doch möglicherweise könnte die Blondine ihn damit erpresst haben – meinen manche. An jenem Abend im Mai 1962 lernte Marylin allerdings auch Robert F. Kennedy kennen, Justizminister unter seinem Bruder. Er übernahm quasi dessen Geliebte. Diese Liaison barg noch mehr Zündstoff als jene mit dem Präsidenten.

    Denn wie man heute weiß, hatte Jimmy Hoffa, ein mächtiger Gewerkschaftsboss mit Mafia-Kontakten, Monroes Haus von dem Privatdetektiv Fred Otash verwanzen lassen, weil er an kompromittierendes Material über Bobby Kennedy, der ihm das Leben schwer machte, kommen wollte.

    «Die insgesamt elfstündigen Aufnahmen von Marlins Todestag galten jahrzehntelang als verschollen (manche behaupteten gar, es gäbe sie gar nicht), bis sie 2015 plötzlich wieder auftauchten und dann von dem US-Journalisten Raymond Strait ausgewertet wurden. Demnach war Robert Kennedy am 4. August 1962 zweimal (um 14:30 und 21:30 Uhr) im Haus seiner Ex-Geliebten. Und beim abendlichen Besuch eskalierte das Ganze», erfährt man dazu in in COMPACT-Spezial «Attentate des Tiefen Staates». Und was in diesen Aufnahmen zu hören ist, lässt kaum noch einen Zweifel daran, dass Marilyn sterben musste, weil sie zu viel wusste …

    Der Mythos lebt

    Hundert Jahre nach ihrer Geburt ist Marilyn Monroe längst mehr als ein legendärer Filmstar. Sie ist ein kulturelles Symbol, eine Projektionsfläche für Träume, Sehnsüchte und Widersprüche. Ihre Bilder zieren noch immer Plakate, Bücher und Ausstellungen. Junge Generationen entdecken ihre Filme neu, während Wissenschaftler, Biografen und Filmhistoriker weiterhin versuchen, die wahre Person hinter dem Mythos zu verstehen. Zu diesem Mythos gehören zweifelsohne auch ihre mysteriösen Todesumstände und verräterischen Spuren, die die Nachwelt bis heute elektrisieren.

    Erfahren Sie alles: In COMPACT-Spezial «Attentate des Tiefen Staates» weisen wir nicht nur mit kriminalistischen Gespür nach, dass Marilyn Monroe ermordet wurde, wir untersuchen auch andere Todesfälle – von John F. Kennedy und John Lennon bis zu Uwe Barschel, Jörg Haider, Jürgen Möllemann und viele andere – und kommen zu ganz anderen Schlüssen als offiziell verlautbart wurde. Das ebenso spannende wie informative Heft können Sie hier bestellen.

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