«Merz, leck Eier», «Ganz Berlin hasst die AfD», Vier-Stunden-Woche und Busenblitzer: Skandal-Rapperin Ikkimel heizte am 1. Mai erstmals für die Linke ein. Jetzt werden Vorwürfe laut: Spielte die Partei mit dem Leben ihrer Anhänger? Wenn Ihnen die Woken auch so auf den Zeiger gehen: Das Wörterbuch «Links – Deutsch / Deutsch – Links» entlarvt den ganzen Schmu. Hier mehr erfahren.

    Mariannenplatz Berlin-Kreuzberg, 1. Mai, kurz nach 19:30 Uhr: Ikkimel ist ganz in ihrem Element. «Merz, leck…», ruft sie der Menge zu, und die antwortet: «Eier!» Der vulgäre Slogan hat sich seit den Schulstreiks gegen die Wehrpflicht unter linken Jugendlichen verbreitet, der Satire-Parlamentarier Martin Sonneborn hat seinen Teil dazu beigetragen.

    Ikkimel: „Ich bin für die Vier-Stunden-Woche und mehr Gehalt“ pic.twitter.com/7uYVv0tTqD

    — Rinaldo Mogyorosy (@RMogyorosy) May 2, 2026

    Doch die für ihre obszönen und männerfeindlichen Texten berüchtigte Skandal-Rapperin hat noch einen Spruch auf Lager – der darf natürlich nicht fehlen. «Ganz Berlin…», keift die 28-Jährige ins Mikro. Die Antwort: «…hasst die AfD!» Doch das reicht Ikkimel nicht. «Lauter!», fordert sie die Menge auf. Und die lässt sich nicht zweimal bitten. Der Hass-Slogan gegen die Blauen hallt mehrfach über den Mariannenplatz.

    «Manche nennen mich Abtreibungsrapperin»

    Die Musikerin, die mit bürgerlichem Namen Melina Gaby Strauß heißt, feierte am 1. Mai in Berlin ein Debüt. Ziemlich überraschend machte sie erstmals ganz offen Stimmung für die Linkspartei auf – der Auftritt wurde erst einen Tag vorher angekündigt. Und erzielte offenbar die erwünschte Wirkung. Tausende wollten sich das Spektakel am Freitagabend nicht entgehen lassen.

    Die größte Fotze Europas

    Ikkimel stieg gleich politisch ein. «Niemand von uns arbeitet heute – und das ist auch gut so», rief sie dem Publikum zu. «Ich bin für die Vier-Stunden-Woche und mehr Gehalt. Und ich find es wichtig, dass wir dafür kämpfen.» Danach stellte sich die Tempelhoferin vor: «Manche nennen mich die Abtreibungsrapperin. Und das finde ich okay so.» Der Grund: In ihrem Song «Giftmord» heißt es unter anderem:

    «Kindermord, Kindermord, ich nehm’ die Antibabypille.
    Männer sind der Grund, warum ich überhaupt verhüte.
    Babys sind doch süß, es sei denn, es sind Jungen.
    Im Notfall treib’ ich ab, mit Alk und Mephedron!»

    Doch mit diesem üblen Machwerk eröffnete die 28-Jährige ihren Auftritt am 1. Mai nicht, sondern mit «Bikini grell». Kostprobe: «Bikini grell, und er ist ein bisschen zu knapp. Denn ich bin offiziell die allergrößte F**ze der Stadt.»

    Party statt Protest

    Der Auftritt der «Rattenfängerin der Linken» (Taz) kam allerdings nicht überall gut an. Teile der linken Szene kritisierten, dass die Partei mit ihrer 1.-Mai-Veranstaltung unter dem Motto «Friedrichshain-Kreuzberg tanzbar machen» Protest durch Party habe ersetzen wollen. «Die Partei würde sich für Party statt Demo entscheiden und biete der jungen Zielgruppe eine unpolitische Alternative zum Kampftag. Die Einladung von Ikkimel sei eine Befriedigungstaktik der Partei, um den Protest der Revolutionären-1.-Mai-Demo zu schwächen», referiert die Taz den Unmut.

    Männerhass: Rap-Star Fler disst Ikkimel

    Letztgenannte Demonstration zog mit etwa 1.000 Teilnehmern durch Kreuzberg und Neukölln. «Nach Angaben der Polizei gab es keine größeren Zwischenfälle. Vereinzelt kam es zu Rangeleien, auch Bengalisches Feuer wurde gezündet. Kurz nach Mitternacht meldete die Polizei, dass neun Einsatzkräfte leicht verletzt worden seien», fasst der Tagesspiegel den Aufmarsch der autonomen Extremisten zusammen.

    Immerhin: Das Bambule-Potenzial war bei der Linkspartei geringer, das Event lief aber auch nicht ganz reibungslos ab. Ikkimel kam mit einer Viertelstunde Verspätung  auf die Bühne, «weil Männer auf umliegende Dächer geklettert sind», weiß der Tagesspiegel zu berichten. «Sperrt die Männer weg», lautete die Antwort der Fans. Nach ein paar Liedern und Sprüchen war dann auch schon wieder Schluss. Fast jedenfalls, denn zum Abschied zog Ikkimel ihr knappes Oberteil herunter und ließ die erste Reihe einen Blick auf ihre Brüste erhaschen. So geht Feminismus im Jahr 2026…

    Tiktoker sprechen von «Massenpanik»

    Die 1.-Mai-Party der Linken könnte allerdings noch ein Nachspiel haben. Mit 9.000 Teilnehmern sei der Mariannenplatz «überfüllt gewesen, was zu teilweise kritischen Situationen geführt habe», so die Berliner Zeitung mit Verweis auf Tiktok-Videos und Social-Media-Posts. «Die drückenden Menschenmassen hätten bei manchen Besuchern sogar panische Reaktionen ausgelöst.»

    Spielte die Partei mit dem Leben ihrer Anhänger? «Man kam nicht mehr raus. Vor mir haben Leute geschrien, hinter mir haben Leute geschubst», so eine Berliner Tiktokerin. Andere User sprachen sogar von «Massenpanik». Doch die Partei wiegelt ab. Es habe leidglich ein paar leichte Fälle von Unwohlsein gegeben, erklärte die Linke gegenüber dem RBB.

    «Wegen des Auftritts von Ikkimel haben wir die Zahl der Ordner im Vergleich zu den Vorjahren wesentlich erhöht, Schutzgeländer an der Bühne aufgebaut, einen professionellen Sicherheitsdienst eingesetzt, das Awarenessteam vergrößert und früh mit der Polizei ein Sicherheitskonzept abgestimmt», so die Linke.

    Man sei die ganze Zeit mit der Polizei in Kontakt gewesen, und die Personen, die über Unwohlsein geklagt hätten, seien «sofort von den anwesenden Sanitätern versorgt». Also doch alles paletti? Das soll demnächst eine «Auswertung» zeigen…

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