Dschihadisten und westliche Proxys haben fünf Städte in Mali mit Blut und Feuer überzogen. Das russische Afrikakorps hält vorerst stand, doch eine Bastion ist gefallen. Wer sich an der Aggression gegen Russland nicht beteiligen will, der sichert sich unsere Druschba-Silbermedaille und setzt ein Zeichen für Frieden und Freundschaft. Hier mehr erfahren. 

    Die Angreifer kamen aus zwei Richtungen. Im Süden und Zentrum des Landes operierte JNIM, der offizielle Al-Qaida-Ableger in der Sahelzone. Im Norden stieß die Azawad Liberation Front (FLA) vor, ein Zusammenschluss von Tuareg-Rebellen, der erst im November 2024 gegründet worden war. Beide bestätigten ihre Partnerschaft offiziell.

    Russische Soldaten des Afrikakorps, seit 2023 die wichtigste Sicherheitsmacht der malischen Junta (Militärregierung), kämpften an mehreren Fronten gleichzeitig. In Kidal, der Schlüsselstadt im Nordosten, zogen sie sich zurück. Hinter dem Angriff sieht Moskau die blutige Hand des Westens.

    Im Morgengrauen

    Noch vor Sonnenaufgang rollten Hunderte Motorräder und Pick-ups auf fünf Städte zu. Der Angriff war auf die Minute abgestimmt. JNIM attackierte den Süden und das Zentrum: Die Hauptstadt Bamako, den Flughafen, das Militärviertel Kati, die Städte Sevare und Mopti. JNIM beanspruchte die Verantwortung für den Tod von Verteidigungsminister Sadio Camara, den Angriff auf den Stützpunkt Kati sowie Positionen in Mopti und Sevare.

    Im Norden stieß die FLA auf Kidal und Teile von Gao vor. Gao, Sevare und Mopti verbinden als strategische Adern die nördlichen Konfliktzonen mit den Wirtschafts- und Bevölkerungszentren des Südens. Wer diese Achsen kappen kann, zerschneidet Mali in handlungsunfähige Hälften.

    Russische Afrikakorps in Mali. 2026 © Telegram-Kanal des Afrikanischen Korps der russischen Streitkräfte. Screenshot.

    Das russische Afrikakorps warf sich nicht überall in die Bresche. In der Hauptstadt sicherten russische Soldaten den Flughafen, Dreh- und Angelpunkt ihrer Präsenz im Land. Zeugen berichteten Al Jazeera von russischen Söldnern im Kampf rund um den Flughafen, während drei Hubschrauber über den Nachbarvierteln kreisten.

    In Kati stützten sie die malische Armee beim Halten des Militärgeländes. In Sevare und Mopti behaupteten sich malische Kräfte weitgehend ohne russische Unterstützung. In Kidal dagegen waren Verbände des Afrikakorps sogar eingeschlossen.

    Am Ende des ersten Kampftages hielt die Junta (malische Regierung) Bamako und Kati. Gao blieb nur teilweise unter Kontrolle der Angreifer, malische Truppen und russische Söldner klammerten sich an frühere UN-Positionen in der Stadt, und rückten teilweise wieder vor. Mopti und Sevare sind weiter umkämpft.

    Übersicht zu aktuellen Gefechten in Mali, 2026. Yuri Podolyaka. X-Screenshot.

    Moskaus Deutung ließ nicht lange auf sich warten. Das Afrikakorps erklärte den Angriff zum Staatsstreich, „sorgfältig vorbereitet von westlichen Geheimdiensten“. Ukrainische und europäische Söldner hätten in Kidal und Gao westliche Luftabwehrsysteme vom Typ Stinger und Mistral eingesetzt, behauptete das Korps.

    Die Ukraine hat eine Vorgeschichte in Mali. Nach einem Tuareg-Angriff auf einen russisch-malischen Konvoi im Juli 2024 deutete Kiew an, den Rebellen mit Geheimdienstinformationen geholfen zu haben. Mali brach daraufhin die diplomatischen Beziehungen zu Kiew ab.

    Auch die französische Zeitung Le Monde berichtete im Oktober 2024 über ukrainische Drohnen in den Händen der Tuareg-Rebellen. Malins Premierminister Abdoulaye Maiga zog daraus eine klare Schlussfolgerung. Vor den Vereinten Nationen erklärte er: „Das ukrainische Regime ist zu einem der Hauptlieferanten von Kamikaze-Drohnen an Terrorgruppen weltweit geworden.“ Kiew bestritt die Vorwürfe.

    Russlands verwundbare Flanke

    Am 26. April fiel die Entscheidung über Kidal. „Eine Vereinbarung wurde getroffen, die es dem malischen Militär und dem Afrikakorps gestattet, das Lager zu verlassen“, bestätigte ein Tuareg-Offizieller gegenüber AFP. Das Afrikakorps formulierte seinen Abzug nüchtern:

    „Zuerst wurden verwundete Soldaten und schweres Gerät evakuiert. Das Personal setzt seine zugewiesene Kampfmission fort.“

    Ein Konvoi verließ Kidal unter Eskorte der Rebellen. „Wer Kidal hält, kontrolliert den Norden“, erklärte Al-Jazeera-Korrespondent Nicolas Haque. Die russisch-malischen Kräfte hatten die Stadt im November 2023 in einer aufwendigen Operation zurückerobert. Der Verlust zwei Jahre später wiegt schwer. Haque brachte es auf den Punkt:

    „Weil der Druck an der russisch-ukrainischen Front so groß ist, werden einige dieser russischen Söldner aus Mali abgezogen, was die Sicherheitslage im Land jetzt beeinträchtigt.“

    Moskau kämpft auf zwei Kontinenten gleichzeitig. Die Ressourcen sind endlich. Ausrüstung, die Moskau erst 2025 nach Mali geliefert hatte, wurde bei dem Angriff entweder in Sicherheit gebracht oder von den Angreifern erbeutet. Videoaufnahmen zeigten brennende Fahrzeuge und zerstörte Panzerfahrzeuge in den Straßen. Ein russischer Mil Mi-8-Hubschrauber wurde abgeschossen.

    Trotz 2.500 stationierter Soldaten des Korps schwieg Moskau während der Krise öffentlich. Juntachef Assimi Goita trat ebenfalls nicht vor die Kameras. Laut einem malischen Sicherheitskreis war er „in einen sicheren Ort gebracht worden.“

    Game of Thrones in der Sahara

    Der Abzug aus Kidal war kein Eingeständnis einer Niederlage, so zumindest Moskaus Lesart. Das Afrikakorps habe „keinen seiner Stützpunkte“ durch Kampfhandlungen verloren, erklärte ein russischer Militärkommentator. Der Rückzug sei auf Befehl erfolgt, angesichts bereits laufender politischer Verhandlungen. Der Clou: Wer die Tuareg-Rebellen aus dem Bündnis mit der JNIM herausbricht, gewinnt im Kampf gegen die Dschihadisten freie Hand. Ziel ist die Aushebelung des Bündnisses zwischen dem Al-Quaida-Ableger und den Tuareg.

    Die Grundlage dafür existiert allemal. Während der Kämpfe am 25. April in den Regionen Gao und Bourem kämpften lokale Tuareg-Verbände Seite an Seite mit der Regierungsarmee gegen die islamistischen Angreifer. Die FLA ist keine homogene Größe. Nicht alle Tuareg wollen denselben Krieg.

    Doch die Verhandlungsoption hat einen Preis. Das neue Bündnis zwischen FLA und JNIM sieht vor, dass die Tuareg die Anwendung der Scharia in eroberten Gebieten akzeptieren, Richter von beiden Bewegungen gemeinsam bestimmt werden und militärisches Fachwissen geteilt wird. Wer die FLA an den Verhandlungstisch holt, löst sie damit noch nicht aus diesem Pakt heraus.

    Ein FLA-Feldkommandeur erklärte, die Offensive sei „seit Monaten“ geplant worden Danach, so seine Worte, werde Timbuktu leicht fallen. Mali steht vor der schwersten Bewährungsprobe seit 2012. Ob Russland sie besteht, entscheidet sich nicht auf dem Schlachtfeld, sondern wohlmöglich am Verhandlungstisch.

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