Mr. «Eat Real Food»: US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. isst schon zum Frühstück einen Teller Sauerkraut. Fermentiertes Gemüse boomt in Amerika – und davon profitieren vor allem deutsche Hersteller. In unserem Paket «Impf-Tribunal: Die Anklageschrift» (nur 9,99 statt 31,70 Euro) lesen Sie, warum Kennedy auch in der Corona-Krise richtig lag. Hier mehr erfahren.
«Morgens um 6.30 Uhr brät er sich ein Steak und isst Sauerkraut», so Cheryl Hines, Ehefrau von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy in einem Podcast mit Politikberaterin Katie Miller, der sich an ein konservatives weibliches Publikum richtet. Sogar im Restaurant habe er immer Sauerkraut dabei. Gattin Cheryl verstaut es diskret in ihrer Handtasche. Kennedys Appell an seine Landsleute: «Eat Real Food» – ernährt euch gesund, meidet hochverarbeitete Produkte, greift zu frischen Lebensmitteln.
In der offiziellen US-Ernährungspyramide steht Fleisch wieder weit oben. Und auch fermentiertes Gemüse wie Sauerkraut oder Kimchi sind für den amerikanischen Gesundheitsminister unverzichtbar. Damit hat RFK Jr., wie er genannt wird, einen Trend gesetzt, der in den USA einschlägt wie eine Bombe.
Der Markt für fermentierte Nahrungsmittel wächst rasant, laut dem Marktforschungsunternehmen S&S Insider hat er schon heute ein Volumen von rund 63 Milliarden Dollar. Bis 2033 werde es eine Steigerung um nahezu 75 Prozent auf etwa 110 Milliarden Dollar geben, so S&S Insider. Grund dafür sei das «zunehmende Bewusstsein der Verbraucher für Darmgesundheit, Probiotika und funktionelles Essen», heißt es seitens der Marktforscher. Und Kennedy geht mit gutem Beispiel voran.
Deutsche Hersteller profitieren
Sauerkraut dürfte in den USA das Produkt sein, das man am ehesten mit Deutschland assoziiert. Daher sind es vor allem hiesige Unternehmen wie der größte Sauerkraut-Hersteller Hengstenberg, die von dem Fermentierungs-Boom in Übersee profitieren. Die Firma aus Esslingen in Baden-Württemberg verzeichnete zuletzt verstärkt Anfragen aus den Vereinigten Staaten und erwägt sogar, die Produktion für den US-Markt auszuweiten.

Allerdings ist die Herstellung saisonabhängig, sodass zusätzliche Mengen erst mit Verzögerung verfügbar wären. Gleichzeitig denkt das Unternehmen darüber nach, seine Kommunikation anzupassen und gesundheitliche Vorteile stärker hervorzuheben, statt sich wie bisher vor allem auf traditionelle Herkunft und Qualität zu konzentrieren. Auch diese Strategie ist der Politik von RFK Jr. geschuldet.
Kraut soll hip werden
Allerdings hat Sauerkraut – im Gegensatz zu Kimchi (fermentierter Chinakohl; stammt aus Korea) oder Kombucha (Gärgetränk, das mittels Fermentierung aus gesüßtem koffeinhaltigen Tee und einer Kombuchakultur hergestellt wird; stammt ursprünglich aus China) – mit einem Image-Problem zu kämpfen. Es gilt als altmodisch und wenig attraktiv für jüngere Zielgruppen.
Experten empfehlen daher, das Produkt moderner zu inszenieren – etwa durch Social Media, Influencer oder popkulturelle Präsenz, wie sie etwa Getränke wie Yakult durch Filme oder Trends erfahren haben. Hengstenberg plant bereits entsprechende Schritte, etwa Kooperationen mit Influencern aus der Gesundheitsszene. Ziel ist es, Sauerkraut ähnlich hip zu machen wie andere fermentierte Produkte und so langfristig vom wachsenden Gesundheits- und Ernährungstrend zu profitieren. Das ist ganz im Sinne Kennedys und seiner «Eat Real Food»-Offensive.
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