Vor 30 Jahren starb der Motorsportler und Porsche-Rennleiter Fritz Huschke von Hanstein. Seinen größten Triumph feierte er 1940 in Italien beim längsten und schwierigsten Straßenrennen der Welt. Ein Ehrenmann, der auch den „Geschichtslügen gegen Deutschland“ entgegentrat. Über unsere gleichnamige Sonderausgabe können Sie hier mehr erfahren.
Es ist der 28. April 1940, ein Sonntag. Die Mille Miglia steht an, mit 1.600 Kilometern das längst und schwierigste, vor allem aber das wohl bedeutendste Straßenrennen dieser Zeit. Seit 1927 wird diese Veranstaltung, die Motorsport-Freunde überall auf der Welt fasziniert, regelmäßig ausgetragen.
Die italienischen Organisatoren haben sich diesmal für einen Kurs von Brescia über Cremona und Mantua entschieden, der neunmal umrundet werden muss. Mit der Startnummer 70 gehen die deutschen Fahrer Fritz Huschke von Hanstein und Walter Bäumer mit ihrem BMW 328 Mille Miglia Coupé an den Start. Ihnen werden allenfalls Außenseiterchancen eingeräumt, denn die Alfa-Romeo-Werksmannschaft scheint übermächtig …
Der große Sieg
Nach dem Start setzen sich von Hanstein und Bäumer sogleich an die Spitze. Offenbar haben sie sich entschieden, das lange Rennen von der Führungsposition aus zu fahren. Gegen 73 weitere Teilnehmer müssen sie sich durchsetzen. Und es sieht gut aus. Die ausgetüftelte Taktik scheint aufzugehen.

Der „Rennbaron“, wie Huschke von Hanstein respektvoll selbst unter Konkurrenten genannt wird, stellt seine ganze Klasse unter Beweis. Der BMW legt die Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 170 Stundenkilometern zurück und ist nach 8:54:46,6 Stunden im Ziel. Das ist der sensationelle Sieg – und zwar mit unglaublichen 15 Minuten Vorsprung auf die als unschlagbar geltenden Fahrer von Alfa Romeo.
Vom Pferd in den Rennwagen
Für Fritz Huschke von Hanstein war dies ein Erfolg, der ihn als Rennfahrer weltberühmt werden ließ. Zudem war er 1938 deutscher Sportwagenmeister auf BMW. Auf allen Strecken fühlte er sich zu Hause, egal ob im Gelände, auf der Rundstrecke oder bei Langstreckenprüfungen egal, ob auf vier oder auf zwei Rädern. Auch bei Motorradrennen zog er seinen Kontrahenten davon. Insgesamt stellte Huschke von Hanstein fünf Weltrekorde auf, und einen ebenso großen Namen erwarb er sich als Rennleiter bei Porsche.
Geboren wurde der Rennbaron am 3. Januar 1911 als Sohn des Husaren-Rittmeisters Carlo von Hanstein in Halle an der Saale. Auf dem Rittergut seiner Familie im Werratal wuchs er auf. Nach dem Abitur absolvierte Huschke von Hanstein eine landwirtschaftliche und kaufmännische Lehre, studierte Jura und legte schließlich ein Dolmetscher-Examen ab. Eigentlich sah es so aus, als sollte er als kühner Reiter die Sportwelt erobern. Doch dann entdeckte er seine Liebe zum Motorsport.
International anerkannter Sportfunktionär
Nach dem Zweiten Weltkrieg baute Huschke von Hanstein die Rennabteilung und die Öffentlichkeitsarbeit bei Porsche perfekt aus. Beide Bereiche leitete er selbst bis 1968. Noch im Jahr 1958 startete er in 15 Rennen, von denen er zwölf gewann. 1960 wurde er, im Alter von 49 Jahren, Europa-Bergmeister in der GT-Wertung. Große Verdienste hat sich der Baron auch im Zusammenhang mit dem Sicherheitsdenken der Fahrer erworben. Hier nahm er seinerzeit eine Vorreiterrolle ein.

Weltweite Anerkennung verdiente sich Huschke von Hanstein als Sportpräsident des Automobilclubs von Deutschland, als Präsident der Obersten Nationalen Sportkommission, als deutscher Sportpräsident des Internationalen Automobilverbandes und als Vizepräsident des Internationalen Automobilsportverbandes. Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher über diesen großartigen Mann: „Huschke von Hanstein gehörte zu den schillerndsten Persönlichkeiten auf und neben der Rennstrecke – über Jahrzehnte und Generationen.“
Aufrechter Patriot
Bis zuletzt engagierte sich Fritz Huschke von Hanstein für patriotische Verbände und setzte sich vehement für die Durchsetzung deutscher Interessen ein. In einem Interview verurteilte er unter anderem „ultralinke Meinungsmacher unserer Fernsehanstalten“. Auf die Frage, welche soldatischen Leistungen er bewundere, antwortete der Rennbaron: „Die Verteidigung Deutschlands durch Heer und Waffen-SS auf dem schon hoffnungslosen Rückzug aus Russland.“ Am 4. März 1996 verstarb er im Alter von 85 Jahren in Stuttgart.
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