Gestern hat es abermals verheerende israelische Luftangriffe im Gazastreifen gegeben. Mindestens 15 Menschen überlebten den Horror nicht. Mainstream-Medien berichte nur sehr zurückhaltend. Unsere unbedingte Empfehlung: „Schurkenstaat – Geschichte und Gegenwart Israels“, die brisante COMPACT-Spezialausgabe. Hier mehr erfahren.
Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind am Sonntag nach Angaben palästinensischer Mediziner mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Betroffen waren mehrere Regionen des Küstengebiets, darunter Gaza-Stadt im Norden, Deir al-Balah im Zentrum sowie das Gebiet um Chan Junis im Süden.
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COMPACT unterstützenAuch Kinder unter den Toten
Nach Behauptungen des israelischen Militärs richtete sich ein Angriff auf ein Wohngebäude in Deir al-Balah gegen zwei Kommandeure einer Hamas-Spezialeinheit Nuchba. Weitere Luftschläge seien auf militärische Ziele in Gaza-Stadt und Dschabalia erfolgt. Nach Angaben medizinischer Einsatzkräfte befanden sich unter den Todesopfern unter anderem zwei Ehepaare sowie zwei Kinder. Palästinensischen Angaben zufolge handelt es sich um die höchste Zahl an Todesopfern innerhalb eines Tages seit mehreren Wochen.
Unterdessen musste Israels Energieminister Eli Cohen die Erwartungen an eine baldige Entwaffnung der Hamas dämpfen. Der Minister, der dem Kabinett von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu angehört, erklärte im Gespräch mit dem israelischen Armeesender, Israel werde die Hamas zwar auffordern, ihre Waffen niederzulegen. Er bezweifle jedoch, dass die Organisation diesen Schritt tatsächlich gehen werde.
Cohen betonte zudem, dass derzeit keine Vereinbarung über einen Stopp der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen bestehe. Sollte die Hamas ihre Waffen nicht abgeben, müsse Israel nach seiner Auffassung die vollständige Kontrolle über das Küstengebiet übernehmen. Nach seinen Angaben kontrollieren die israelischen Streitkräfte derzeit rund 70 Prozent des Gazastreifens. Außerdem verwies Cohen auf eine Vereinbarung mit den USA, in der aus israelischer Sicht das Ziel festgeschrieben sei, die Hamas dauerhaft zu zerschlagen.
Bereits am Freitag hatte das von den USA geführte Board of Peace, das die Einhaltung des Waffenstillstands überwacht, einen 15-Punkte-Fahrplan für die letzten Schritte zur Umsetzung des Abkommens veröffentlicht. Die Hamas fordert weiterhin, dass Israel zunächst seine Militäroperationen beendet und seine Truppen aus dem Gazastreifen abzieht. Erst anschließend wolle die Organisation ihre Waffen an eine neue palästinensische Verwaltungsbehörde übergeben. Ein ranghoher Hamas-Vertreter warf Israel am Sonntag vor, mit der Ausweitung der Angriffe gezielt neue Tatsachen schaffen zu wollen.
Todeszahlen steigen und steigen
Nach Angaben der Gesundheitsbehörden im Gazastreifen sind seit Inkrafttreten des Waffenstillstands im Oktober mindestens 1.230 Palästinenser bei israelischen Angriffen ums Leben gekommen. Israelischen Angaben zufolge wurden im gleichen Zeitraum vier israelische Soldaten getötet.
Mainstream-Medien berichten darüber sehr zurückhaltend. Unsere unbedingte Empfehlung: „Schurkenstaat – Geschichte und Gegenwart Israels“, die brisante COMPACT-Spezialausgabe. Hier bestellen.





