Der Widerstand gegen die neu eingeführte Wehrpflicht geht weiter. Und jetzt gibt es positive Zahlen derjenigen, die dem Kriegskurs der Regierung nicht bedingungslos folgen wollen. Weiterhin wichtige Lektüre zum Thema: Unsere Ausgabe „Der Totengräber. Wie Merz Deutschland das Grab schaufelt“ mit allen Hintergründen zur Wiedereinführung der Wehrpflicht. Hier mehr erfahren.
Am Freitag gingen bundesweit erneut tausende Schüler im Rahmen eines Aktionstages gegen die wiedereingeführte Wehrpflicht auf die Straße und machten deutlich, dass sie sich nicht widerstandslos mit dem neuen Gesetz abfinden werden. Doch nicht nur dieser Protest macht Mut: Erstmals veröffentlichte die Bundeswehr Zahlen zu den Musterungs-Fragebögen, die seit diesem Jahr 18-jährigen Männer zugeschickt wurden. Immerhin 28 % (und damit mehr als jeder Vierte) haben den Brief ignoriert und arbeiten nicht mit, um ihren Einzug zum Wehrdienst zu unterstützen.
Zwar sind die Zahlen regional nicht näher aufgeschlüsselt, doch angesichts der deutlich stärker im Osten der Republik verankerten Friedenspositionen ist davon auszugehen, dass sich die Zahlen im Länder-Vergleich deutlich unterscheiden dürften. Und in manchen Bundesländern eine neue Friedens-Jugend heranwächst, die nicht bereit ist, ihr Leben in fremden Kriegen – und für fremde Interessen – zu verheizen.
Sanktionen gegen Verweigerer angedroht
Wer jedoch zivilen Ungehorsam leistet und nicht mit der Bundeswehr kooperiert, lebt gefährlich: Verweigerern droht ein Bußgeld, was zunächst bei 250 Euro liegen soll, aber auch deutlich erhöht werden könnte. Bisher sind jedoch keine Fälle bekannt, in denen dieses Bußgeld auch verhangen wurde, geschweige denn, dass einer der Betroffenen juristisch dagegen vorgegangen wäre. Es ist deshalb noch offen, ob die Androhung überhaupt einer gerichtlichen Prüfung standhalten würde.
Die Regierung will unsere Kinder verheizen, doch wir werden nicht tatenlos zusehen. In unserer COMPACT-Ausgabe „Der Totengräber. Wie Merz Deutschland das Grab schaufelt“ liefern wir alle Hintergründe zur Debatte. Perfekt auch, wenn Sie sich noch keine abschließende Meinung gebildet haben. Jetzt das Heft bestellen!




