Übergewicht ist längst kein Randthema mehr – es greift tief in zentrale Steuerungsmechanismen unseres Körpers ein. Neue Erkenntnisse zeigen: Neben einem erhöhten Risiko für Infektionen leiden insbesondere Gelenke, Knorpel und Beweglichkeit unter den Folgen chronischer Entzündungen. Wer Übergewicht als Gesundheitsrisiko unterschätzt, riskiert langfristige Schäden an Immunsystem, Stoffwechsel und Gelenkgesundheit.
Als 2008 die Ergebnisse der Nationalen Verzehrstudie II (NVS II) veröffentlicht wurden, bestätigten sie, was Mediziner seit Jahren beobachten: Nur noch rund 40 Prozent der Deutschen hatten Normalgewicht, mehr als ein Fünftel galt bereits als stark übergewichtig – Tendenz steigend.
Besonders alarmierend ist, dass Übergewicht längst keine Altersfrage mehr ist. Immer häufiger sind Jugendliche und junge Erwachsene betroffen.
Fachleute schlagen Alarm, weil starkes Übergewicht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2, chronische Entzündungen, Arthrose, Rheuma und sogar neurodegenerative Erkrankungen deutlich erhöht.
Neben Herz und Stoffwechsel geraten dabei zunehmend die Gelenke in den Fokus. Jedes zusätzliche Kilo erhöht die mechanische Belastung von Knie-, Hüft- und Sprunggelenken erheblich. Doch das eigentliche Problem liegt tiefer.
Übergewicht, Infektionen und Entzündungen
Studien aus den USA und Großbritannien mit mehr als 20.000 untersuchten Krankheitsverläufen zeigen: Stark übergewichtige Menschen gehören bei Infektionskrankheiten eindeutig zur Hochrisikogruppe. Nicht nur Alter und Vorerkrankungen entscheiden über den Verlauf – auch der BMI spielt eine zentrale Rolle.
Die US-Gesundheitsbehörde CDC stuft extremes Übergewicht (BMI > 40) inzwischen offiziell als eigenständigen Risikofaktor für schwere Infektionsverläufe ein. Bei einem BMI über 30 steigt das Sterberisiko bei schweren Infektionen laut Studien um ein Vielfaches.
Bauchfett – der unterschätzte Entzündungstreiber
Während früher vor allem mechanische Erklärungen im Vordergrund standen, gilt heute als gesichert: Viszerales Bauchfett ist hormonell aktiv.
Erreicht das Bauchfett ein kritisches Volumen, beginnt es eigenständig Entzündungsbotenstoffe freizusetzen – inzwischen sind über 200 solcher Signalstoffe bekannt.
Diese dauerhaften Entzündungsreize schwächen nicht nur das Immunsystem, sondern greifen auch Gelenke und Knorpel an. Fachleute sprechen von einer sogenannten Metaflammation – einer chronischen, niedriggradigen Entzündung, die den gesamten Organismus belastet.
Wenn Entzündungen die Gelenke angreifen
Gelenke reagieren besonders empfindlich auf diese schwelenden Prozesse. Entzündungsbotenstoffe beschleunigen den Knorpelabbau, fördern Arthrose und verschlechtern die Regenerationsfähigkeit.
Chronische Entzündungen wirken wie ein schleichender Angriff auf Knorpel, Sehnen und Gelenkflüssigkeit – oft lange, bevor Schmerzen spürbar werden.
Hier rückt auch der körpereigene Knorpelbaustein Glucosamin in den Fokus. Glucosamin ist ein natürlicher Bestandteil des Gelenkknorpels und der Gelenkflüssigkeit. Studien zeigen, dass eine gezielte Versorgung den Knorpelstoffwechsel unterstützen und entzündliche Prozesse in Gelenken abmildern kann – insbesondere bei Übergewicht und erhöhter Belastung.
Freie Radikale, Antioxidantien & Gelenkschutz
Übergewicht geht mit einer erhöhten Bildung freier Radikale einher. Diese verursachen oxidativen Stress und beschleunigen Zell- und Knorpelschäden.
Nur mit starken Antioxidantien wie Astaxanthin, häufig kombiniert mit OPC, lassen sich diese Prozesse wirksam bremsen.
Astaxanthin gilt als eines der stärksten natürlichen Antioxidantien, OPC aus Traubenkernen unterstützt zusätzlich die Regeneration geschädigter Zellen – auch im Gelenkgewebe.
Q10, Energie & Regeneration
Ab dem 40. Lebensjahr sinkt der körpereigene Q10-Spiegel deutlich. Übergewicht beschleunigt diesen Prozess zusätzlich. Die Folge: geschwächte Mitochondrien, weniger Zellenergie, schlechtere Regeneration – auch in Muskeln und Gelenken.
Eine gezielte Ergänzung mit hochwertigen Q10-Präparaten kann helfen, den Energiehaushalt zu stabilisieren und entzündungsanfällige Zellen zu schützen.
Vitamin D, Entzündungen & Beweglichkeit
Untersuchungen zeigen zudem einen engen Zusammenhang zwischen chronischen Erkrankungen, Entzündungen und einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel. Vitamin D reguliert nicht nur das Immunsystem, sondern ist auch entscheidend für Muskelfunktion, Knochengesundheit und Gelenkstabilität.
Vorbeugung: Gewicht, Bewegung & Gelenke
Gewichtsreduktion bleibt ein zentrales Ziel – schon fünf bis sechs Kilogramm weniger entlasten Gelenke messbar. Ebenso wichtig ist regelmäßige Bewegung:
Zweimal täglich kurze Phasen intensiver Bewegung verbessern nicht nur die Lungenfunktion, sondern fördern auch die Gelenkschmierung und den Knorpelstoffwechsel.
Ergänzend unterstützen entzündungsarme Ernährung, Stressabbau, ausreichend Schlaf sowie eine gezielte Versorgung mit Antioxidantien, Q10, Vitamin D, Magnesium und Glucosamin die Gelenkgesundheit.
Fazit
Übergewicht wirkt wie ein Brandbeschleuniger für Entzündungen – mit Folgen für Immunsystem, Infektanfälligkeit und vor allem für unsere Gelenke. Wer früh gegensteuert, schützt nicht nur Herz und Stoffwechsel, sondern erhält auch Mobilität, Beweglichkeit und Lebensqualität bis ins Alter.

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