Der aktuelle Krieg gegen Iran ist offensichtlich von Israel ausgelöst worden – Trump folgte dem Befehl Netanjahus. Doch es gab auch Präsidenten, die sich dem zionistischen Druck widersetzten. Der letzte war John F. Kennedy… Wie der JFK-Mord Israels Zugriff auf die Atombombe ermöglichte, hat in Deutschland zuerst der Investigativjournalist Thorsten Schulte recherchiert und minutiös aufgeschrieben. Sein bahnbrechendes Buch „Die große Täuschung“ kann man hier bestellen.

Eisenhower blieb hart
Bis Mitte der 1960er Jahre spielte Israel im strategischen Kalkül der USA nur eine untergeordnete Rolle. Etwa 1956, als Israel zusammen mit Großbritannien und Frankreich den Suezkanal erobern und annektieren wollte – Ägyptens Präsident Nasser hatte ihn kurz vorher verstaatlicht. US-Präsident Eisenhower jedoch blieb knallhart und verweigerte sich der Militäraktion, die folglich schmählich scheiterte. Ganz anders der heutige Amtsinhaber Trump, der bedenkenlos die zionistische Aggression gegen den Iran unterstützt, obwohl 70 Prozent der Amerikaner und große Teile seiner MAGA-Basis dagegen sind. Warum dieses Harakiri? Außenminister Marco Rubio sagte am 2. März 2026 zur Begründung: „Wir wussten, die Israelis würden handeln. Wir wussten, dass dies zu einer Attacke gegen amerikanische Truppen führen würde. Und wir wussten: Wir hätten höhere Verluste gehabt, wenn wir nicht präventiv dagegen vorgegangen wären.“ Der demokratische Senator Mark Warner sprach daraufhin von einem „Outsourcen außenpolitischer Entscheidungen“. Er sei zwar ein Freund Israels. „Aber will ich, dass Netanjahu die Entscheidung trifft, wann und wo Israel angreift und die Amerikaner dann in einen Krieg zieht? Ich glaube, darüber muss gesprochen werden.“
Wie kam es dazu, dass der Schwanz mit dem Hund wedelt – dass also Israel, das am Tropf der US-Rüstungsindustrie hängt, Amerikas Außenpolitik kommandieren kann? Präsident Kennedy dürfte der Letzte gewesen sein, die das verhindern wollte. JFK wollte nämlich keinesfalls zulassen, dass der jüdische Staat Atommacht wird. Er wurde aber von zionistischen Seilschaften in der CIA ausgetrickst, die hinter seinem Rücken Nuklearkomponenten nach Nahost schmuggelten. Thorsten Schulte hat in seinem Buch „Die große Täuschung“ die entscheidende Konfrontation zwischen Kennedy und Israel nachgezeichnet. Hier ein Auszug.
Showdown mit Ben Gurion
Dr. Gerald M. Steinberg, Professor für Politikwissenschaften am BESA Center for Strategic Studies der Bar-Ilan Universität in Tel Aviv, hat über den Konflikt zwischen Kennedy und Ben-Gurion über Israels nukleare Ambitionen geschrieben. Sein Aufsatz „Israel and the United States: Can the Special Relationship Survive the New Strategic Environment“ wurde in der Dezember-Ausgabe 1998 der von Bar-Ilan herausgegebenen Zeitschrift The Middle East Review of International Affairs veröffentlicht. Steinberg schrieb: »Zwischen 1961 und 1963 übte die Kennedy-Administration großen Druck auf Ben-Gurion aus, um die Zustimmung zu einer internationalen Inspektion von Dimona und den Verzicht Israels auf die Atomwaffenoption zu erreichen. Dieser Druck änderte offenbar nichts an der israelischen Politik, trug aber zum Rücktritt Ben-Gurions im Jahr 1963 bei.«
Avner Cohen, ein israelischer Philosoph und Autor, veröffentliche 1998 sein Buch Israel and the Bomb. Cohen beschreibt, wie der Konflikt zwischen JFK und Ben-Gurion 1963 seinen Höhepunkt erreichte. Unter der Überschrift „Die letzte Konfrontation“ schreibt Cohen einleitend über Kennedys Brief: »In Israel wurde Kennedys Brief vom 18. Mai als „hart“, ja sogar „brutal“ empfunden, sowohl was den Inhalt als auch die Form betrifft. Man ging davon aus, dass Kennedy sich gegen die Entwicklung von Atomwaffen durch Israel aussprach, nicht nur gegen die Herstellung von Atomwaffen selbst. (…) Ein neuer Showdown über Dimona zeichnete sich ab. In seiner Antwort an Kennedy musste Ben Gurion eine Entscheidung treffen: entweder eine unabhängige nukleare Abschreckung ohne die Vereinigten Staaten oder ein Engagement der USA für Israels Sicherheit ohne eine unabhängige nukleare Abschreckung. Ben Gurion wollte beides, aber genau das lehnte Kennedy ab.«

IMAGO / GRANGER Historical Picture Archive
Die Bombe wird gebaut
Kennedy wurde nach der „finalen Konfrontation“ am 22. November 1963 umgebracht! Die von ihm für den Frühsommer 1963 vorgesehenen US-Inspektionen der israelischen Atomanlage kamen nicht zustande.
Seymour Hersh enthüllte, was danach geschah: »Mitte 1964 war der Reaktor schon seit zwei Jahren in Betrieb, und die Wiederaufbereitungsanlage mit ihren ferngelenkten Laboratorien und computergesteuerten Maschinen war soweit fertiggestellt, daß sie mit der Produktion von waffenfähigem Plutonium aus den verbrauchten Uranbrennstäben des Reaktors beginnen konnte. (…) Ben-Gurion überließ nichts dem Zufall: Die amerikanischen Kontrolleure – vorwiegend Experten auf dem Gebiet der atomaren Wiederaufbereitung – wurden in ein Potemkinsches Dorf geführt und merkten es nicht. Das simple Täuschungsmanöver der Israelis basierte auf Plänen, die sie von den Franzosen bekommen hatten: Sie bauten in Dimona einen „Kontrollraum“ und statteten ihn komplett mit falschen Kontrollanzeigen und computergesteuerten Messgeräten aus, die zum Schein die Wärmeleistung eines mit voller Leistung gefahrenen 24-Megawatt-Reaktors (was die Anlage in Dimona angeblich sein sollte) anzeigten.«

Kommen wir noch einmal zurück auf die Berichte von Seymour Hersh. Carl Duckett war 1968 als Abteilungsleiter für Wissenschaft und Technik der CIA tätig. Bei einem Abendessen mit dem berühmten Atomphysiker Edward Teller teilte dieser ihm mit, er sei nach seiner Rückkehr aus Israel davon überzeugt, dass das Land mehrere einsatzbereite Atombomben besitze. Duckett wollte in einem streng geheimen Bericht darlegen, dass Israel eine Atommacht sei. Laut Hersh verbot CIA-Chef Dick Helms Duckett, den Bericht in irgendeiner Form zu veröffentlichen und erklärte, er selbst werde die schlimme Nachricht dem Präsidenten überbringen. Demzufolge ging Helms dann ins Oval Office und überreichte dem Nachfolger John F. Kennedys die Informationen. Hersh berichtet: »Johnson war außer sich vor Wut, und forderte Helms auf, das Dokument zu vernichten. „Niemand sonst darf davon erfahren, nicht einmal (Außenminister) Dean Rusk und (Verteidigungsminister) Robert McNamara.“«
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