Das sagte Jimmy Kimmel vor dem Attentat vom Samstag. Jetzt ist in Amerika eine hitzige Debatte entbrannt. Hintergrund-Lektüre für Aufgewachte: «Attentate des Tiefen Staates».

    Washington D.C., 25. April 2026: Im Hilton-Hotel drängen sich über 2.500 Gäste beim alljährlichen Pressedinner der Hauptstadtkorrespondenten. Donald und Melania Trump sitzen auf der Bühne. Dann stürmt ein bewaffneter Mann durch die Sicherheitsschleuse — Schrotflinte, Pistole, mehrere Messer im Gepäck. Das Präsidentenpaar wird in Sicherheit gebracht. Der Täter, Cole Tomas Allen, 31 Jahre alt, Lehrer und Ingenieur aus Kalifornien, hatte zehn Minuten zuvor ein Manifest an seine Familie geschickt.

    Zwei Tage zuvor, am 23. April, hatte TV-Moderator Jimmy Kimmel in seiner Sendung Jimmy Kimmel Live! auf ABC einen Sketch ausgestrahlt, in dem er das Pressedinner satirisch vorwegnahm. Als Melania Trump eingeblendet wurde, ätzte er:

    «Mrs. Trump, Sie haben das Leuchten einer werdenden Witwe.»

    Das Publikum lachte. Kimmel erreicht mit seiner Sendung knapp zwei Millionen Zuschauer pro Abend, dazu kommen über 281 Millionen Youtube-Aufrufe allein in den ersten Monaten des Jahres 2026. Sein Gästebuch gleicht einem Who’s Who Hollywoods. Zuletzt saßen Meryl Streep, Harrison Ford, Zendaya, Robert Pattinson und Ringo Starr in seinem Stuhl.

    Geschmacklose Scherze

    James Christian Kimmel wurde 1967 in Brooklyn geboren, wuchs in Las Vegas auf und träumte davon, der „neue David Letterman“ zu werden. Er wurde erst Radiosprecher, dann Comedian, später endlich Talkmaster. Seit Januar 2003 moderiert er Jimmy Kimmel Live! auf ABC, die längste Late-Night-Show in der Geschichte des Senders. Einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame bekam er 2013.

    Jimmy Kimmel (r.) und Kollege Guillermo Rodriguez zu Silvester 2024. Foto: Screenshot X

    Mit Donald Trump steht der Moderator bereits seit Jahren auf Kriegsfuß. Kimmel erklärte bei der Oscar-Verleihung 2024 offen:

    «Eine der schönsten Seiten meines Jobs ist es zu wissen, dass er es hasst, verspottet zu werden — und ihn genau deshalb zu verspotten.»

    Im September 2025 überschritt Kimmel eine Grenze. Nach der Ermordung des konservativen Aktivisten Charlie Kirk spekulierte er in seiner Sendung:

    «Die MAGA-Gang versucht verzweifelt, dieses Kind, das Charlie Kirk ermordet hat, als irgendjemand anderen als einen der Ihren darzustellen — und tut alles, um daraus politisches Kapital zu schlagen.»

    ABC suspendierte die Sendung daraufhin auf unbestimmte Zeit. Doch nur eine Woche später kehrte Kimmel zurück. Disney atmete auf. Der Stern auf dem Hollywood Boulevard blieb.

    Melania: «Feigling»

    Am 23. April 2026 saß Kimmel wieder im Smoking hinter dem Pult. In einem Sketch, der das Pressedinner vorwegnahm, machte er Melania zur «werdenden Witwe». Dann fragte er: «Im unglücklichen Fall, dass unser Präsident heute Abend einen medizinischen Notfall hat — haben wir einen Jesus im Haus?» Der Moderator bezog sich dabei auf das jüngst von Trump geteilte KI-Bild, in dem sich der US-Präsident selbst als Jesus inszinierte.

    Die Reaktion kam schnell. Melania Trump wandte sich auf X direkt an ABC:

    «Sein Monolog über meine Familie ist keine Komödie. Seine Worte sind ätzend und vertiefen die politische Krankheit in Amerika. Menschen wie Kimmel sollten nicht die Möglichkeit haben, jeden Abend in unsere Wohnzimmer einzudringen und Hass zu verbreiten.»

    Sie forderte den Sender auf, Stellung zu beziehen, und bezeichnete den Moderator als «Feigling».

    Donald Trump fordert Entlassung

    Donald Trump legte nach. Auf Truth Social schrieb er: «Jimmy Kimmel sollte von Disney und ABC sofort gefeuert werden.» Karoline Leavitt, die Pressesprecherin des Weißen Hauses, erklärte, diese Art von Rhetorik «habe verrückte Menschen dazu gebracht, verrückte Dinge zu glauben und Gewalt zu begehen».

    Der US-Präsident fordert nun Kimmels Entlassung. «Ich verstehe, dass so viele Menschen über Kimmels widerwärtigen Aufruf zur Gewalt empört sind und normalerweise auf nichts von dem, was er sagt, reagieren würden, aber das hier geht weit über das Übliche hinaus», so Trump auf Truth Social.

    Der Moderator wies die Vorwürfe zurück und verspottete die Forderungen in seiner Sendung. Es habe sich um einen harmlosen Scherz über den Altersunterschied des Ehepaars gehandelt, nicht um einen Gewaltaufruf, so Kimmel. Er berief sich auf den Ersten Verfassungszusatz, das Recht auf freie Meinungsäußerung. Kimmels Vertrag läuft bis Mai 2027.

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