Erst Feuer legen, später fragen: Den Brandanschlag auf die Rüstungsfirma LPP Holding Ende März wollten die Täter als Akt des „Widerstands“ gegen Israel verstanden wissen. Das Problem: Der Konzern baute keine Drohnen für Israel, sondern für die Ukraine. Alle Hintergründe zum aktuellen Nahost-Konflikt erfahren Sie in unserer druckfrischen April-Ausgabe mit dem Titelthema „Gefahr für Deutschland“, um mitreden zu können. Hier mehr erfahren.
Die Aktion begann bei Nacht und Nebel. Mehrere maskierte Personen verschafften sich am 19. März Zugang zum Werksgelände des tschechischen Waffenfabrikanten LPP Holding in Pardubice. Lagerräume des etwa 120 Kilometer östlich von Prag gelegenen Unternehmens wurden mittels Brandbeschleuniger angezündet. Alarmanlagen gab es dort wohl keine. Der Sachschaden geht in die Millionen.
Videos, die in den Sozialen Medien und auf der offiziellen Webseite des Terrorkollektivs „The Earthquake-Fraction“ veröffentlicht wurden, dokumentieren die Tat. Zu sehen ist, wie die „Aktivisten“ in Produktionshallen und Serverräumen großzügig Benzin ausgießen und offenbar auch diverse Dokumente mitgehen lassen.
Antifa-Verbot? Am besten gestern!
Auch in Deutschland tun sich Antifa-Zellen wie die „Vulkangruppe“ immer wieder mit Anschlägen gegen Infrastruktur und Andersdenkende hervor. Abgefackelte Autos, beschmierte Häuser, zerstörte Stromleitungen, schwerverletzte AfD-Politiker – die Täter schrecken vor nichts mehr zurück.
Ihre Sorge vor Strafverfolgung bleibt begrenzt, denn Freunde und Unterstützer haben die Linksradikalen auf allen Ebenen – auch im Bundestag. Ein Antifa-Verbotsantrag der AfD-Bundestagsfraktion wurde am 16. Oktober 2025 von ALLEN anderen Fraktionen abgelehnt. (Ja, auch von der CDU!)
Ein deutliches Stopp-Signal setzte Ende Oktober 2025 der AfD-Landesverband Bayern. Mit 98,92% stimmten die Mitglieder für den von Petr Bystron eingebrachten Antifa-Verbotsantrag nach Vorbild der USA. Bystron erklärte damals vor vollem Saal: Es ist Zeit, zurückzuschlagen!
Linke Ideologie und blinde Pyromanie
Zurück nach Tschechien. Die Produktionshallen der LPP Holding waren kaum ausgebrannt, da veröffentlichte das Täterkollektiv ein Bekennerschreiben. In dem „Communiqué #1“ schildern die Linksextremisten ihre Motivlage in gewohnter Antifa-Prosa. Wir lesen:
„Am 20. März 2026 haben wir das Epizentrum der israelischen Waffenindustrie in Europa getroffen.“
Und weiter:
„Wir sind im Bauch der Bestie, umgeben vom Gestank des Bösen. Die Technologie, die Waffen und das Kapital, die benötigt werden, um die imperiale und zionistische Gewalt aufrechtzuerhalten, liegen alle in unserer Reichweite.“
Die Truppe bezeichnet sich in dem Schreiben selbst als „ein internationalistisches Untergrund-Netzwerk“, das „Schlüsselorte ins Visier nimmt, die für die zionistische Entität entscheidend sind“.
Zu dumm: Tatsächlich hatte das getroffene Rüstungsunternehmen LPP Holding die behauptete Kooperation mit Israel nie umgesetzt. Eine 2023 anvisierte Kooperation mit dem israelischen Konzern Elbit Systems in Form eines „Excellence Centers“ kam laut dem Unternehmen nie über die Planungsphase hinaus. „In unserem Werk wurden noch nie israelische Drohnen hergestellt“, so ein LPP-Sprecher.
Noch dümmer: Die LPP Holding stellte tatsächlich Drohnen für den „Abwehrkampf“ der Ukraine gegen Russland her. Ein Unterfangen, das die Antifa-Aktivisten eigentlich nach Kräften unterstützen müssten. Alles in allem also ein Schuss ins eigene Knie. Im Militärsprech nennt man das: friendly fire!
Linksradikal, gewaltbereit und „non-binär“
Tschechische Ermittler fahnden in der Folge fieberhaft nach den Tätern. Schon Ende März sitzen fünf Tatverdächtige im Knast. Zwei weitere Beteiligte werden noch mit internationalem Haftbefehl gesucht. Der Hauptverdächtige und mutmaßliche Rädelsführer Youssef Moursi (24) ist ägyptischer Herkunft, hat laut Ermittlern sowohl die tschechische wie auch die amerikanische Staatsbürgerschaft und sieht sich selbst als pro-palästinensischer Aktivist.
Auf der Webseite des linken Onlinemagazins „Druhá směna“ (deutsch: Zweite Schicht) heißt es über ihn: „Y. M. (er/sie/they) ist Aktivist*in, Student*in und leidenschaftlich*er Fotograf*in, der*die sich mit Themen wie Queer, Liebe, Nachtleben und Identität beschäftigt.“ Immer wieder nahm er an linken, pro-palästinensischen und feministischen Demonstrationen in Prag teil.

Das Webportal „Druhá směna“ erlaubt uns tiefere Einblicke in Moursis Gedankenwelt. Unter der Überschift „Freies Palästina“ notiert er:
„Es bedeutet den Anstoß zur Schaffung einer Welt, die vom Neokolonialismus befreit ist. Es konzentriert sich auf kollektive Solidarität und den Kampf gegen systemische Unterdrückung, wobei es Liebe verschenkt und sich gemeinsam mit der Community heilt.“
Ihm und seinen Mitstreitern – darunter auch die tschechische „Aktivistin“ Anežka Brahová – drohen jetzt bis zu 20 Jahre Haft wegen Terrorismus, Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung und Brandstiftung.
Stand der deutsche Linksstaat Schmiere?
Eine Frage, die wir nicht stellen sollen: Wurden die linken bzw. pro-palästinensischen Netzwerke in Tschechien, zu denen auch Moursi und Brahová gehörten, aus Deutschland unterstützt? Der Verdacht steht im Raum. Unter anderem soll das bereits genannte Medium „Druhá směna“ (Zweite Schicht) Gelder der Linken-nahen Rosa-Luxemburg-Stiftung erhalten haben.
In eigenen Veröffentlichungen gibt man zu: „In den Jahren 2022–2023 wurden ausgewählte Texte der Druhá : směna von der Rosa-Luxemburg-Stiftung e.V., Vertretung in der Tschechischen Republik, unterstützt.“ Das Geständnis bezieht sich nur auf projektbezogene Förderung einzelner Publikationen. Eine laufende Finanzierung gebe es (angeblich) nicht.
Der Jurist Robert Kotzian glaubt das kaum und kritisiert mangelnde Transparenz, denn: Die Web-Domain „druhasmena.cz“ wurde laut ihm bereits 2022 von der Rosa-Luxemburg-Stiftung (bzw. ihrem tschechischen Büro) registriert oder technisch betreut – also ein Jahr bevor die formale NGO „Druhá : směna, z. ú.“ im Jahr 2023 offiziell gegründet wurde.
Er meint: Die Kooperation ist enger, als die Öffentlichkeit wissen soll. Möglicherweise habe die Rosa-Luxemburg-Stiftung sogar eine initiierende Funktion gehabt und den tschechischen Ableger selbst gegründet. Die Verantwortlichen bestreiten das vehement und nennen solche Spekulationen „offensichtlich falsch“ und „verleumderisch“. Aus Berlin heißt es: man betreibe nur legale, transparente Projektförderung.
Libor Vondráček, Vorsitzender der Partei Svobodní und Abgeordneter des tschechischen Parlaments, wollte es genauer wissen. Ende März verfasste er einen Brief an Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) und bittet um Aufklärung. Zu beantworten sei die Frage, ob deutsche Steuergelder über politische Stiftungen wie die Rosa-Luxemburg-Stiftung den „politischen Export von Radikalismus“ nach Tschechien finanzieren.
Gut zu wissen: Die Rosa-Luxemburg-Stiftung erhielt in 2024 über 71 Millionen Euro aus dem deutschen Staatshaushalt. Wieviel davon in die Hände zwielichtiger „Aktivisten“ geflossen ist, bleibt unklar.
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