Jetzt geht es los: Am Sonntag (8. März 2026) wird in Baden-Württemberg und Bayern gewählt. Im Superwahljahr, dessen Höhepunkt die Ost-Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern (beide im September 2026) werden dürften, sind die anstehenden Urnengänge ein wichtiger Stimmungstest. COMPACT hat sich die Ausgangslage der AfD im Süden angeschaut. Sie wollen die Partei unterstützen? Mit der Kanzlermedaille in Silber zeigen auch Sie Solidarität. Hier mehr erfahren.
Durch die Platzhirsche CSU und Freie Wähler, die – obwohl ihre Politik in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten in die gegenteilige Richtung verläuft – von manchem Bürger noch als konservativ wahrgenommen werden, ist Bayern ein schwierigeres Pflaster für die AfD. Eine neue Umfrage ist deshalb umso beachtlicher: Bei der Kommunalwahl am Sonntag, bei der u.a. die Stadträte und Kreisräte, sowie diverse Chefposten in den Rathäusern und Landratsämtern, neu besetzt werden, käme die AfD auf immerhin 14 %. Sicherlich, gemessen an Ost-Umfrageergebnissen, die bis zu 40 % reichen, gering. Aber: Beim letzten Urnengang 2020, damals befand sich die Partei in einem Stimmungstief, waren es gerade einmal 4,7 %. Es winkt eine Verdreifachung des Ergebnisses.

Wie im September 2025, als es der AfD durch ein starkes Abschneiden bei der Kommunalwahl in NRW erstmals gelang, mit großen Fraktionen in die lokalen Gremien einzuziehen und viele weiße Flecken, an denen bisher überhaupt kein Vertreter der Partei angetreten war, zu schließen, wird auch in Bayern die AfD nach dem anstehenden Urnengang kommunalpolitisch an Relevanz gewinnen. Ein Zuwachs von hunderten Mandanten ist zu erwarten. Und während in den Universitätsstädten das Ergebnis wohl weiter unter dem Landestrend liegen dürfte, eher um die 10 % angesiedelt, werden es im Grenzgebiet zu Tschechien deutlich über 20 % sein. Womit die blaue Partei mindestens zweitstärkste Kraft wird, vielleicht gelingt in einigen Kommunen sogar die Sensation und die AfD liegt im Söder-Land plötzlich vorne.
Baden-Württemberg: Werden es mehr als 20 Prozent?
Etwas anders ist die Ausgangslage in Baden-Würrtemberg, traditionell eines der stärksten West-Bundesländer der Partei, schon 2016, vor nun mehr zehn Jahren, erzielte die AfD – damals sehr starke – 15 %. Vor Beginn des Wahlkampfes gab Spitzenkandidat Markus Frohnmaier, parallel ebenfalls außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion, als Ziel die Marke von 25 % aus, aktuelle Umfragen lassen jedoch eher ein Ergebnis zwischen 18 und 20 % vermuten. Möglicherweise sogar noch geringer, denn an der Spitze wird ein Zweikampf zwischen Grünen und CDU geführt, so dass mancher Wähler irrtümlicherweise der Annahme verfällt, mit der CDU das vermeintlich kleinere Übel zu wählen, um einen Ministerpräsidenten Özdemir zu verhindern.
Grundsätzlich wäre auch ein Ergebnis an der 20 % – Marke ein Erfolg gewesen. Angesichts der Umfrage-Explosion im gesamten Bundesgebiet erscheint ein Zuwachs von möglicherweise 5 % gegenüber 2016, vielleicht sogar noch weniger, jedoch eher enttäuschend. Weshalb schon jetzt die Kritik am Spitzenkandidaten lauter wird. Sicherlich, angesichts des Krisen-Ergebnisses von 2021, knapp unter 10 %, wäre der Wert immer noch eine Verdoppelung. Gemessen an dem Zuwachs, welchen die Partei im Jahr 2026 erfährt, jedoch kein Grund für Jubelsprünge.
Dass Frohnmaier sich deshalb, im Fall eines nicht-überragenden Abschneidens, Kritik ausgesetzt sehen wird, gilt als sicher. Seinem eigenen Wahlkampfabschluss, bei dem eigens die Parteichefs Tino Chrupalla und Alice Weidel angereist waren, blieb er – was die Stimmung nicht verbessert haben dürfte – gleich fern, um Hinterbänklern der Republikaner in den USA die Hand zu schütteln. Ein Besuch, der wenige Tage nach der US-Aggression gegen den Iran als einseitige Parteinahme und ein fatales Zeichen bewertet wird, zumal Frohnmaier Kritik am US-Vorgehen vermissen lässt. Auch ein weiterer Umstand stößt parteiintern – und in sozialen Netzwerken – schon jetzt auf: Zwar ist der Bundestagsabgeordnete formell Ministerpräsidentenkandidat seiner Partei, tritt aber weder auf der Landesliste, noch als Direktkandidat überhaupt an. Kein Wähler in Baden-Württemberg kann deshalb sein Kreuz bei Frohnmaier machen, was mitunter für Irritationen sorgt.
Weiter geht es in Hessen und Rheinland-Pfalz
Ein starkes Abschneiden der AfD in Baden-Württemberg kommt vor allem Hessen und Rheinland-Pfalz zugute, wo am 15. März 2026 (Hessen, Kommunalwahl) und am 22. März 2026 (Rheinland-Pfalz, Landtagswahl) die nächsten Urnengänge anstehen. Und weitere Zugewinne für die blaue Partei winken.
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