Der größte Autoraub der europäischen Kriminalgeschichte! Aus der Tiefgarage eines Ex-Formel-1-Stars verschwindet ein Wagen, den es weltweit nur sieben Mal gibt. Ein Koenigsegg One:1, 1.360 PS, geschätzter Wert rund 20 Millionen Dollar. Die Spur führt nach Osten. Praktisch, um Licht ins Dunkel zu bringen: das COMPACT-Sturmfeuerzeug. Damit können Sie ordentlich Zunder geben. Hier bestellen.
Er war Formel-1-Pilot, Sammler außergewöhnlicher Sportwagen und hatte Monaco zu seiner Wahlheimat gemacht. Adrian Sutil, 42, aus Starnberg in Bayern, bestritt zwischen 2007 und 2014 insgesamt 128 Rennen für Spyker, Force India und Sauber. Kein Podium, aber ein Negativ-Rekord, den er bis heute hält: mehr Starts ohne Podestplatz als jeder andere Fahrer der Geschichte. Nach dem Ende seiner Karriere zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück und baute in Monaco eine der spektakulärsten Privatsammlungen Europas auf.

Dann geriet er ins Visier der Justiz. Am 28. November 2025 schlug das Landeskriminalamt Baden-Württemberg zu. Simultane Razzien in Sindelfingen, der Schweiz und Monaco. Sutil wurde festgenommen. Der Vorwurf: schwerer Betrug. Seitdem sitzt er in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim in Untersuchungshaft. Während er dort wartet, verschwinden aus seiner Garage in Monaco zehn Fahrzeuge, darunter das Kronjuwel seiner Sammlung.
Einer von sieben
Monaco ist eine Stadt der Extreme. Auf 2,02 Quadratkilometern drängen sich mehr Millionäre pro Kopf als irgendwo sonst auf der Welt. Ferraris stehen hier wie anderswo Fahrräder. Was in einer Tiefgarage des Fürstentums verschwand, sprengt aber selbst monegassische Maßstäbe.
Christian von Koenigsegg gründete seine Marke 1994 im Alter von nur 22 Jahren, Spross einer schwedischen Adelsfamilie, deren Wurzeln bis ins Jahr 1171 zurückreichen. Sein Ziel war das reinste Auto der Welt. Kein überflüssiges Gramm, kein Zugeständnis an den Alltag. Gebaut allein für Leistung und Geschwindigkeit. Produziert wird in Ängelholm, auf einem ehemaligen Militärflughafen im Süden Schwedens, dessen Startbahnen heute als Teststrecke dienen. Rund 500 Mitarbeiter fertigen die Autos. Das teuerste Modell der Firmengeschichte, der One:1, wurde zwischen 2014 und 2015 exakt sieben Mal gebaut. Jedes Exemplar ein Unikat, kein einziges Fahrzeug davon stand jemals offiziell zum Verkauf.
Der gestohlene Wagen trägt die Chassisnummer 7107. Seine Karosserie besteht aus schwarzem Sichtcarbon, durchzogen von pinken Konturstreifen. Der Name One:1 erklärt sich aus dem Leistungsgewicht: 1.360 PS auf 1.360 Kilogramm. Koenigsegg nannte ihn das erste Megacar der Welt.

Denn in der Welt der Supersportwagen gibt es eine klare Hierarchie. Sportwagen wie Porsche oder BMW M, und einige Ferraris leisten zwischen 300 und 600 PS. Hypercars sind eine andere Liga: Serienfahrzeuge jenseits der Million Euro, über 1.000 PS, gebaut in kleinen Stückzahlen für eine Handvoll Käufer weltweit. Marken wie Ferrari, Bugatti oder Pagani bauen sie. Hypercars stellen auch die Königsklasse beim legänderen 24 Stunden Rennen von Le Mans.
Doch selbst das reichte Koenigsegg nicht. Der Unterschied zum Hypercar liegt im Leistungsgewicht. Ein Bugatti Chiron leistet 1.500 PS, wiegt aber fast zwei Tonnen. Ein Megacar nach Koenigseggs Definition erreicht exakt ein PS pro Kilogramm Fahrzeuggewicht. Das perfekte Verhältnis von 1:1. Kein Serienfahrzeug der Welt hatte das vor dem One:1 geschafft.
Null auf hundert in unter 2,8 Sekunden. Spitze: 440 km/h. Aktueller Schätzwert: über 20 Millionen Dollar. Auf dem freien Markt schlicht unverkäuflich.
Vladimir ruft an
Am 31. Dezember 2025 erstattete die Familie Sutil Strafanzeige bei der Stuttgarter Staatsanwaltschaft, vermutlich weil Sutils rechtlicher Anknüpfungspunkt in Deutschland lag. Wochen zuvor hatte ein Unbekannter angerufen. Er nannte sich Vladimir. Er behauptete, der russischen Söldnergruppe Wagner anzugehören. Seine Botschaft war knapp: Keine Sorge, die Fahrzeuge würden «abgeholt».
Kurze Zeit später erschienen mehrere Männer an der Monaco-Garage. Körperliche Gewalt wurde angekündigt. Die Familie wurde explizit angewiesen, die Polizei aus der Sache herauszuhalten, weshalb die Anzeige auch erst Wochen später erfolgte. Sutils Anwalt Dirk Schmitz beschreibt die Lage:
«Die Botschaft war klar — Autos raus, oder es gibt Konsequenzen.»
Die Männer fuhren mit dem gesamten Fuhrpark davon. Zehn Fahrzeuge, deren Gesamtwert Experten auf weit über 30 Millionen Euro schätzen. Ein Koenigsegg Regera. Ein Rolls-Royce Phantom. Ein Ferrari California. Mehrere Lamborghini und Porsche. Ein Mercedes 600, der einst Elvis Presley gehört haben soll. Und das Kronjuwel der Sammlung: der Koenigsegg One:1. Ermittler gehen davon aus, dass die Fahrzeuge unmittelbar nach der Übernahme aus Monaco herausgeschafft wurden.
Star hinter Gittern
Seit dem 28. November 2025 sitzt Adrian Sutil in der JVA Stuttgart-Stammheim in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart wirft ihm schweren Betrug und Untreue vor. Der Vorwurf: Er soll Luxusfahrzeuge mehrfach als Sicherheiten für Leasingverträge angegeben haben. Gleichzeitig sollen die Wagen über Grenzen hinweg verschoben worden sein. Rund 20 Fahrzeuge wurden bei den Razzien beschlagnahmt. Im März 2026 räumte die Polizei zusätzlich seine Garage im schweizerischen Laupersdorf.

Anwalt Schmitz weist alle Vorwürfe zurück. Dritten sei kein Schaden entstanden. Es handle sich um grenzüberschreitende Verträge, die nach unterschiedlichen nationalen Rechtsstandards bewertet würden. Schmitz deutet zudem an, dass hinter dem Verfahren gezielte Rufschädigung steckt. Ein konkreter Verhandlungstermin ist bislang unbekannt. Sutil selbst beteuert seine Unschuld und bittet um Respektierung der Unschuldsvermutung.
Interpol auf der Jagd
Das LKA Baden-Württemberg leitete eine internationale Fahndung ein. Interpol übernahm die Koordination. Von zehn gestohlenen Fahrzeugen konnte bislang genau eines sichergestellt werden. Vom One:1 fehlt weiterhin jede Spur.
Die Behörden vermuten, dass das Fahrzeug Monaco längst verlassen hat. Für Experten steht fest, dass ein Verkauf auf dem offenen Markt ausgeschlossen bleibt. Ein One:1 lässt sich weltweit nicht unauffällig bewegen.
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