2. COMPACT-Konferenz für Souveränität: Referenten

Rednerliste:

 

Thilo Sarrazin in seinem Garten, Foto: S. v. Maiwald

Thilo Sarrazin in seinem Garten, Foto: S. v. Maiwald

Thilo Sarrazin: Der Doktor der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (*1945) war von 2002 bis 2009 Finanzsenator in Berlin und anschließend bis September 2010 im Vorstand der Deutschen Bundesbank tätig. 2010 veröffentlichte das SPD-Mitglied sein Buch Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land aufs Spiel setzen (DVA), mit 1,4 Millionen verkauften Exemplaren die Nummer eins der Sachbuch-Bestseller nach 1945. Sein Interview in COMPACT 9/2013

 

 

Bernhard Lassahn (*1951) ist Schriftsteller und Liedermacher. Seit der Geburt seiner Tochter vor 25 Jahren schreibt er auch Kinderbücher und Geschichten von »Käpt’n Blaubär« bis zur 

Bernhard Lassahn Foto: Verlag Manuskriptum

Bernhard Lassahn
Foto: Verlag Manuskriptum

Sendung mit der Maus. Im Jahre 1981 erschien sein erster Roman Land mit lila Kühen, 1999 das Kinderbuch Der Schatz der Bananenbieger, 2000 der Tatsachenroman Auf dem schwarzen Schiff. Vor kurzem erschien sein Buch Die Ehe stirbt an vergiftetem Obstsalat, und die Kinder bringt der Klapperstorch, der erste Band der geplanten Reihe Frau ohne Welt. Trilogie zur Rettung der Liebe (manuscriptum-Verlag). Rezension dieses Buches (unter dessen ursprünglichem Titel Der Krieg gegen den Mann) von Arne Hoffmann

 

Ulrich Schacht Foto: Archiv

Ulrich Schacht
Foto: Archiv

Ulrich Schacht erblickte 1951 in der DDR im Frauengefängnis Hoheneck, wo seine Mutter inhaftiert war, das Licht der Welt. Der Student der evangelischen Theologie wurde 1973 in der DDR wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu sieben Jahren Haft verurteilt und 1976 in die Bundesrepublik abgeschoben. Er arbeitete später als Redakteur für Die Welt und als Autor für die FAZ, Focus, Weltwoche und andere. 1994 war er zusammen mit Heimo Schwilk Herausgeber des Sammelbandes Die selbstbewusste Nation, einem Manifest patriotisch-demokratischer Selbstvergewisserung. Schacht lebt heute in Schweden, veröffentlicht aber weiter in großen Zeitungen und Verlagen. 2011 erschien im Aufbau-Verlag sein Buch Vereister Sommer. Auf der Suche nach meinem russischen Vater. Im Interview mit Ken Jebsen (Video)

 

Natalia Narotchnitskaya Foto: Archiv

Natalia Narotchnitskaya
Foto: Archiv

Natalia Narotchnitskaya arbeitete von 1982 bis 1989 im Generalsekretariat der Vereinten Nationen, war in der russischen Parlamentsdelegation des Europarates und von 2003 bis 2007 Abgeordnete der Duma sowie Vize-Präsidentin des Auswärtigen Ausschusses des Hohen Hauses. Die Historikerin hat zahlreiche Bücher veröffentlicht (unter anderem das Standardwerk Russland und die Russen in der Weltgeschichte) und gehört zu den gefragten Kommentatoren in den russischen Medien. Sie ist Präsidentin der Stiftung für Historischen Ausblick in Moskau und des Institut de la Démocratie et de la Coopération in Paris. Ihre Einschätzung zum START-Vertrag (Video, englisch)

 

 

 

John Laughland Foto: Archiv

John Laughland
Foto: Archiv

John Laughland ist ein britischer Historiker und Spezialist für Völkerrecht, der vor allem für das Magazin The Spectator, des weiteren für den Guardian, die Times und andere britische Blätter schreibt. Er verfasste außerdem zahlreiche Bücher, zuletzt unter anderem A History of Political Trials from Charles I to Saddam Hussein (Oxford: Peter Lang, 2008); Schelling versus Hegel: from German Idealism to Christian Metaphysics (London: Ashgate, 2007); Travesty: the Trial of Slobodan Milosevic and the Corruption of International Justice (London: Pluto Books, 2007). Laughland ist Direktor des Institut de la Démocratie et de la Coopération in Paris. Sein Vortrag bei COMPACT-Live im Januar 2013

 

André Sikojev Foto: greenlightmedia.com

André Sikojev
Foto: greenlightmedia.com

André Sikojev wurde 1961 in Moskau geboren, die Eltern übersiedelten kurz darauf nach Ostberlin. Er entwickelte sich zum Regimekritiker und wurde entsprechend behandelt; 1984 gelang ihm über die ständige Vertretung der BRD die Flucht nach Westdeutschland. Dort studierte Sikojev an der LMU in München Orthodoxe Theologie und Slawistik. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher (unter anderem Die Narten, Epos des Kaukasus und Pavel Florenskij, Umgekehrte Perspektive), erfand die TV-Serie SimsalaGrimm (ARD) und war Executive Producer der Kinofilme Deep Blue und Unsere Erde. Seit 1991 ist Sikojev russisch-orthodoxer Geistlicher. 2005 übernahm er die Berliner Gemeinde und ist Bevollmächtigter der Russisch-Orthodoxen Kirche (ROK) am Sitz der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages. Mehr zu seiner Biographie und seinen Werten

 

 

 

Jürgen Elsässer Foto: Archiv

Jürgen Elsässer
Foto: Archiv

Jürgen Elsässer hat in den vergangenen 25 Jahren knapp 30 Bücher über geo- und wirtschaftspolitische Themen im Allgemeinen und die deutschen Interessen im Besonderen verfasst. Als ausgewiesener Kenner der Geheimdienste arbeitete er im Jahr 2005 für die Linksfraktion im BND-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages. Elsässer war mehrjährig Redakteur des Hamburger Magazins Konkret und der Tageszeitung Junge Welt, schrieb regelmäßig für die Allgemeine Jüdische Wochenzeitung und das Kursbuch, später für  das Neue Deutschland und den Freitag. Im Jahr 2009 wurde er Herausgeber der Buchreihe COMPACT, seit 2010 ist er Chefredakteur des COMPACT-Magazins. Sein Editorial Die Alien sind unter uns aus COMPACT 10/2012

 

Béatrice Bourges Foto: idc-europe.org

Béatrice Bourges
Foto: idc-europe.org

Béatrice Bourges ist die laut Frankreichs Innenminister Manuel Valls „gefährlichste Frau des Landes“: Sie engagierte sich als Sprecherin der Bewegung gegen die Homo-Ehe „Le Manif Pour Tous“ sowie des katholischen Bündnisses „Französischer Frühling“. Im Widerstand der Franzosen gegen die „Ehe für alle“, der teils über eine Million Menschen auf die Straße brachte – die größten Demonstrationen in dem Land seit 1968, wenn nicht gar 1945 – war sie eine der prominentesten Aktivistinnen.

 

 

 

 

Monika Ebeling, Foto: monika-ebeling.de

Monika Ebeling, Foto: monika-ebeling.de

Monika Ebeling (*1959) ist Mutter von vier Kindern und in zweiter Ehe verheiratet. In Goslar war sie bis zu ihrer Abberufung durch den Rat der Stadt Goslar im Mai 2011 drei Jahre Gleichstellungsbeauftragte. Infolge des Rauswurfs verlor sie auch ihre Stelle als Leiterin einer Kita. 2012 erschien bei Herder ihr Buch Die Gleichberechtigungsfalle. Ich habe mich als Gleichstellungsbeauftragte für Männer eingesetzt und wurde gefeuert (200 Seiten, 16,99 Euro). Ihr Interview in COMPACT 3/2013

 

 

Olga Batalina, Foto: olga-batalina.livejournal.com

Olga Batalina, Foto: olga-batalina.livejournal.com

Olga Batalina (*1975 in Saratov) ist Abgeordnete der Duma für die Partei Einiges Russland und stellvertretende Präsidentin des Duma-Ausschusses für Familienpolitik. Sie gehört zu den Protagonistinnen der neuen russischen Familienpolitik und des Jugendschutzes, die im Westen fälschlich als „homophob“ verurteilt wird.

 

 

 

(J)Elena Mizoulina, Foto: Dmitry Rozhkov

(J)Elena Mizoulina, Foto: Dmitry Rozhkov

(J)Elena Mizoulina (*1954) war schon von 1995 bis 2003 Abgeordnete der Duma; seit 2007 ist sie wieder Abgeordnete im russischen Parlament. Sie gehörte bis 1991 der Kommunisischen Partei an, dann dem oppositionellen Yabloko-Block und ist jetzt Mitglied der Partei Gerechtes Russland (die wiederum der Sozialistischen Internationale, dem weltweiten Zusammenschluss der sozialdemokratischen Parteien, angehört). Als Vorsitzende des Familenausschusses der Duma war sie wesentlich an der Ausarbeitung der neuen Familien- und Jugendschutzgesetze beteiligt, die im politisch korrekten Westen zumeist als „schwulenfeindlich“ dargestellt werden. Die studierte Rechtswissenschaftlerin ist verheiratet und zweifache Mutter.

 

 

Dorothea Böhm, Foto: privat

Dorothea Böhm, Foto: privat

Dr. Dorothea Böhm (Bielefeld) ist Ärztin, Triple-P-Trainerin und Mutter. In ihrer Vorstellung schreibt sie: «Ich setze mich für eine Familienpolitik ein, die Kindern gerecht wird. Ganz besonderes Augenmerk verdienen meiner Ansicht nach die Bedürfnisse der Kinder zwischen 0 und 3 Jahren, weil sie derzeit, teils aus Unkenntnis, teils aus Wirtschaftsorientiertheit, nahezu ignoriert werden. Dies ist nicht nur zum Schaden von Kindern (der sich lebenslang auf die späteren Erwachsenen auswirkt) sondern auch zum Nachteil ihrer Eltern, denen die Chance entgeht, für die Begleitung ihrer Kinder genügend Zeit, Kraft und Geld zu haben. Und auch Kindern und Jugendlichen bleibt durch Schul“zwang“ (europäisch gesehen übrigens ein deutsches Solo und ein Relikt aus 1938!) und Pflichtganztagsschulpläne immer weniger Spielraum für Mußezeit und selbstbestimmte Enwicklung. Das Ergebnis der materialistisch orientierten „Alltagsstraffung“ ist eine gesellschaftsweite Minderung von Beziehungsfähigkeit und persönlichem Lebensglück, abzulesen unter anderem an der Zahl der Scheidungen und der Häufung psychischer und psychosomatischer Erkrankungen und Zusammenbrüche, oft schon im mittleren Lebensalter. All dies ist kein unausweichliches Schicksal. Ich muss und will mich nicht damit abfinden. Die Veränderung setzt voraus, dass man (vor allem die Klein)Kind-Zeit nicht vorrangig als akademische Trainingsphase begreift und dem emotionalen Familiengefüge einen sehr viel höheren Wert beimisst. Wir werden es nicht zuletzt am finanziellen Zumaß für Familienerziehung erkennen.» Ihr bereits 2007 erschienener Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

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