Mit seinem neuen Song „Deutschland“ sorgte Felix Blume alias Kollegah schon vor ein paar Wochen für Bluthochdruck bei den Politisch Korrekten. Doch jetzt hat die Süddeutsche einen neuen Aufreger entdeckt: Der Rapper hat ein Fitnessstudio eröffnet – und sein Geschäftspartner soll aus der rechten Szene kommen. Blume sagt: Kümmert euch lieber um „rituellen Kindesmissbrauch in Machtkreisen“. In unserer März-Ausgabe mit dem Titelthema „Das System Epstein“ tun wir genau das. Hier mehr erfahren.
Deutschrap-Legende Kollegah, bürgerlich Felix Blume, hat die wilden Zeiten hinter sich gelassen. Früher sorgte er mit seinen teils fragwürdigen Songtexten für Aufreger, jetzt wird sein offensives Bekenntnis zum Patriotismus skandalisiert. Vor wenigen Wochen veröffentlichte der erfolgreiche Musiker sein neues Album „Kanzler“ mit dem Track „Deutschland“, laut Taz „ein feuchter Traum für die AfD“. COMPACT berichtete.
In dem an Heinrich Heines „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ angelehnten Stück spricht Kollegah/Blume ungeschminkt die aktuellen Probleme in unserem Land an – die hohe Steuerlast, Inflation, Kindesmissbrauch, Kriegsgefahr und Messerkriminalität. Er rappt:
„Hallo, Deutschland, ich wollt dir was sagen. / Lange her sind die goldene Tage. / Politiker am lügen, und das Volk ist am schlafen. / Andere führ’n Kriege, und wir soll’n das bezahl’n. / Den härtesten Arbeiter trifft es am meisten. / Viele können sich den Einkauf nicht leisten. / Weil alles teurer wird, Steuern hier, Steuern da. / Deutschland war mal ein Land, das stand für Herz, / Das stand für Stärkе und zur Kraft aus Schmerz. / Deutschland, sehr vеrehrte Damen und Herrn, / Ich sag‘ es nicht gern, doch die Lage ist ernst. / Denn die Taschen sind leer, und die Angst wird mehr. / Mein Volk hat das Lachen schon lang verlernt. / Ich würd alles anders machen, wenn ich Kanzler wär. / Meistens ist nur der Anfang schwer.“
Und weiter: „Ich salutiere jedem deutschen Altersheim. / Ihr habt hier alles aufgebaut in Handarbeit. / Und fragt euch: Wie kann das sein? / Irgendwelche Psychos stechen Menschen ab mit Butterflys. / Und die Politiker kippen sich entspannt daheim / Champagner rein und grinsen wie’n verdammtes Schwein.“
„Ich will mir dieses Land nicht kaputtmachen lassen“
Blume hatte bereits im Frühjahr im Youtube-Format „Die Deutschen“ von Nizar und Shayan Garcia durchblicken lassen, dass sich seine Ansichten geändert haben. Noch vor nicht allzu langer Zeit hatte er sich massiv „gegen Rechts“ geäußert. Doch nun sagt er: „Ich will mir dieses Land nicht kaputtmachen lassen.“
Gegenüber Nizar und Shayan Garcia beklagte Kollegah:
„Alleine die Gelder, die dafür draufgehen, dass wir Waffen in Länder liefern, wo ein Krieg ist, mit dem wir nichts zu tun haben… Wir haben hier im Land auch unsere Probleme und wir müssen mit diesem Geld unser Land erst mal auf Vordermann bringen.“
Es gelte, die Steuern zu senken, die Abwanderung zu stoppen und die Kriminalität zu bekämpfen. „Man muss hier für mehr Sicherheit sorgen. Man muss dieses Land auch wieder attraktiv machen in Sachen Lebensqualität. Das erreichen wir vor allem dadurch, dass wir die Kriminalität bekämpfen“, so der Rapper.
Kontaktschuld-Kette
Wir man hört, war „Kanzler“ wohl auch Blumes Abschied aus dem Musikbusiness. Nun will er sich voll und ganz auf seine Fitnessstudio-Kette Alpha Gym konzentrieren. „Ein Ort für Alphamänner und die, die es gerne werden möchten“, so die Süddeutsche Zeitung (SZ), die ergänzt: „Und eine Unternehmung, die eine Frage aufwirft: Wie weit rechts steht der einstige Superstar des Deutschrap mittlerweile?“
Doch was genau hat die „Alpen-Prawda“ entdeckt? Es geht um das erste Studio von Alpha Gym in Solingen, das unlängst eröffnet wurde, genauer gesagt um den Geschäftsführer der Filiale. Sein Name: Heidrich Kopelke. Hierzu erläutert die Süddeutsche:
„Einige Indizien sprechen dafür, dass er der Sohn von Axel Kopelke ist. Zwar äußern sich die beiden nicht zu einem Verwandtschaftsverhältnis, doch die SZ konnte prüfen, dass die beiden an fünf verschiedenen Adressen zusammen gewohnt haben. Zudem hat Axel Kopelke laut BKA-Akten einen Sohn, der in dem Alter von Heidrich Kopelke ist.“
Aber wo ist jetzt der vermeintliche Skandal? Es geht um den Vater! „Axel Kopelke ist Mitgründer der Klamottenmarke Thor Steinar. Der Verfassungsschutz Brandenburg sieht in Thor Steinar ein mögliches Erkennungsmerkmal für Personen der rechtsextremistischen Szene“, so die SZ.
Nimmt die Süddeutsche Zeitung also Kollegahs Kollegen in Sippenhaft für seinen Vater? Nein, sie vermutet – Schreck, lass nach! –, dass auch der Sohnemann rechts sein könnte. Die Spürnasen aus München:
„Wer etwas tiefer gräbt, stößt aber auf Fotos vom rechtspopulistischen Neuen Hambacher Fest aus dem Jahr 2018, auf denen Heidrich Kopelke auftaucht. Zudem kommentiert Landogar Höcke, Sohn des AfD-Politikers Björn Höcke, regelmäßig unter Heidrich Kopelkes Beiträgen in den sozialen Medien.“
Doch es kommt noch schlimmer: „Julian Wälder, der auf einer Veranstaltung der gesichert rechtsextremistischen Identitären Bewegung teilnahm und laut Rechercheprojekten der Antifa Leipzig im Vorstand der Jungen Alternative Leipzig saß, ist sein Follower. Und: Auch auf dem sagenumwobenen Potsdamer Geheimtreffen Ende 2023 soll Heidrich Kopelke zusammen mit seinem Vater gewesen sein. Behauptet jedenfalls ein nicht näher benannter „Besucher“ der Tagung, der dies der SZ „an Eides statt“ versichert haben soll.
Kollegah: Kümmert euch lieber um „rituellen Kindesmissbrauch in Machtkreisen“
Und was sagen die Betroffenen dazu. Geschäftsführer Kopelke erklärte gegenüber der Süddeutschen, dass er sich von Extremismus in jeglicher distanziere. „Meine persönliche Haltung orientiert sich stark an dem Buch ‚Der Pfad des friedvollen Kriegers‘ von Dan Millman, das mich in meiner Lebensphilosophie geprägt hat“, so der mutmaßliche Sohn des Thor-Steinar-Gründers.
Blume alias Kollegah teilte mit: „Privatleben und Geschäft haben nichts miteinander zu tun, sowas trenne ich.“
Und weiter:
„Ich selbst gehöre keiner politischen Strömung an. Ich stehe für Frieden, Menschlichkeit und – vor allem zu betonen in diesen Zeiten – Kinderschutz.“
Den SZ-Journalisten gab er mit auf den Weg, sich eher auf „rituellen Kindesmissbrauch in Machtkreisen“ zu konzentrieren, statt bei Alpha Gym nachzuschnüffeln. Doch genau damit hat sich Blume in den Augen der Mainstream-Journalisten nur noch verdächtiger gemacht, da er – vor dem Hintergrund der Epstein-Enthüllungen – angeblicher einer sogenannten Verschwörungstheorie anhänge …
Das Magazin Fit for Fun empfiehlt daher seinen Lesern: „Unterm Strich zeigt der Fall: Alpha Gym ist mehr als nur Hantelbank und Proteinshake – die Marke und die Köpfe dahinter senden auch politische Signale, über die du dir als Mitglied bewusst sein solltest.“ Böse Zungen behaupten, dass sich jetzt erst recht viele neue Mitglieder in Kollegahs Solinger Fitness-Studio anmelden könnten.
Naidoo und Kollegah: Sie fordern knallharte Aufklärung über „rituellen Kindesmissbrauch in Machtkreisen“ – und wir liefern in unserer März-Ausgabe mit dem Titelthema „Das System Epstein“ alle Fakten und Beweise. Hier bestellen.





