Vor über 600 Jahren, im April 1415, wurde der Nürnberger Hohenzollern-Burggraf Friedrich zum ersten Kurfürsten Brandenburgs ernannt. Über 17 Generationen hinweg sollte sein Geschlecht die Geschicke der Mark und später Preußens lenken. In unserer neuen Sonderausgabe „Preußens Glanz –Tugend, Schwert und Krone“ zeichnen wir diese Erfolgsgeschichte nach. Hier mehr erfahren.
Von allen deutschen Ländern war von seinen geografischen Voraussetzungen her kaum eines zur künftigen Großmacht weniger prädestiniert als die Mark Brandenburg. Die sogenannte Streusandbüchse des Reiches, das Grenzland an Elbe, Havel, Oder und Spree, war das ärmste aller deutschen Fürstentümer und brachte mit seinen kargen Böden nur alle paar Jahre eine ertragreiche Ernte hervor.
Dennoch sollte sich Brandenburg als Geburtsstätte Preußens erweisen, das im Konzert der Großmächte Europas nicht nur mitspielen konnte, sondern oftmals den Ton angab. Der Grundstein für diese außerordentliche Erfolgsgeschichte wurde vor über 600 Jahren gelegt – als das Haus Hohenzollern auf dem Konstanzer Konzil die Kurfürstenwürde übertragen wurde.
Die Pionierleistung der Zisterzienser
Pioniere der Kolonisation Brandenburgs waren zweifelsohne die Zisterziensermönche, die in den Diensten der altsächsischen Askanier standen und zwischen 1134 und 1320 die Peuplierung der Mark organisierten. Ihre weiße Ordenskluft mit schwarzem Schulterkleid, dem Skapulier, diente als Vorlage für die späteren Farben des Königreiches Preußen. In seinem Werk „Der preußische Stil“ (1916) wies Arthur Moeller van den Bruck auf diese Ursprünge hin:
„Schwarz und weiß war das Preußische bereits in seinen Anfängen: der asketische Sinn von Zisterziensern wie Deutschherren hatte sich unwillkürlich für die Wahl dieser ernsten, abstrakten, nordischen Farben entschieden, die in ihrem Verzicht auf Buntheit eigentlich keine Farben sind – und in dem Eifer, mit dem sie ihrem freiwilligen Liebesdienste und Lebenswerke nachgingen, kündigten sich früheste und echteste preußische Züge an.“
Nach dem Aussterben des Askaniergeschlechts folgte bis 1415 eine Zeit schwacher Herrschhaft durch Luxemburger und Wittelsbacher, sodass sich das Raubrittertum beinahe ungehindert ausbreiten konnte. Die Hohenzollern weilten zu dieser Zeit noch in Mittel- und Oberfranken.
Erstmals erwähnt wurden sie und ihr Stammsitz, die Zollernburg unweit der heutigen Stadt Hechingen am Westrand der Schwäbischen Alb, in den Annalen Bertholds von Reichenau, der ein wichtiger Chronist zur Zeit des römisch-deutschen Kaisers und Canossagängers Heinrichs IV. war. 1192 verlieh Stauferkaiser Heinrich VI., der Sohn Barbarossas, den Hohenzollern den Titel der Burggrafen von Nürnberg.
Kreuzzug gegen die Türken
Im Jahr 1371 kam Friedrich, der spätere erste Kurfürst von Brandenburg, als Sohn des Burggrafen Friedrich V. und seiner Gemahlin Elisabeth von Meißen in Nürnberg zur Welt. Ausgebildet wurde der Knabe bei seinem Schwager Herzog Albrecht III. in Wien, wo er Unterweisungen in Grammatik, Logik, Rhetorik, Arithmetik, Geometrie, Astronomie und Musik erhielt.
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Als der österreichische Herzog 1395 starb, fühlte sich der junge Friedrich verpflichtet, das Versprechen des Verblichenen einzulösen und an seiner Stelle am von Papst Bonifatius IX. ausgerufenen Kreuzzug gegen die Türken teilzunehmen – eine Entscheidung, die dem Leben des jungen Hohenzollern eine unverhoffte Wendung geben sollte.
Der Kreuzzug wurde angeführt von dem ungarischen König Sigismund aus dem Hause der Luxemburger, der später zum römisch-deutschen Kaiser gekrönt werden sollte. Diesem war Friedrich sofort sympathisch. Ein Chronist am Hofe des Königs in Ofen, heute Budapest, beschrieb den jungen Franken wie folgt:
„Friedrichs Kopf hatte mit seinem gewellten kastanienbraunen Haar Ähnlichkeit mit der Majestät, doch sein sonnenverbranntes Gesicht war gröber, fester, ruhiger. Dazu ein Mund, der gerne und kräftig lachte und kluge graublaue Augen wie blanker Stahl.“
Die Unternehmung stand allerdings von Anfang an unter keinem guten Stern, was vor allem an der maßlosen Fehleinschätzung französischer Ritter lag, die meinten, problemlos bis nach Palästina durchmarschieren zu können. Ihnen gegenüber stand ein osmanisches Heer, in deren Reihen die geradezu fanatischen Janitscharen kämpften, die den Truppen Sigismunds schwer zu schaffen machten.
Bereits bei Nikopolis im heutigen Rumänien kam es zur vernichtenden Niederlage der Kreuzfahrer. Die hervorstürmenden französischen Ritter wurden von den Janitscharen-Verbänden mit einem wahren Pfeilhagel eingedeckt. Sigismund rückte mit den Ungarn nach und war selbst bald von türkischen Soldaten umringt. Erst in letzter Minute konnte er herausgehauen werden. Zu seinen Rettern gehörte auch Friedrich von Hohenzollern, mit dem er auf ein am Donauufer ankerndes venezianisches Schiff flüchten konnte. König Sigismund blieb seinem Retter Zeit seines Lebens zu Dank verpflichtet und holte ihn später als Berater an seine Residenz nach Ofen.
Pulverdampf im Raubritterland
Dies sollte sich für den ungarischen Herrscher auszahlen, denn Friedrichs geschickte Diplomatie verschaffte ihm 1410 nicht nur die römisch-deutsche Königswürde, sondern daraufhin auch deren allgemeine Anerkennung, nachdem die Wahl höchst umstritten war und schon zwei Gegenkönige ausgerufen worden waren.
Zum Dank ernannte Sigismund seinen treuen Gefährten 1411 zum „Obersten Verweser und Hauptmann der Mark Brandenburg“, was diesem zunächst einmal viel Ärger mit dem berühmt-berüchtigten Raubrittergeschlecht der Quitzows einbrachte, die sich wie Landesherren aufführten und die Familien der Rochows, Jagows, Alvenslebens und Schulenburgs zur Seite hatten.
Um die Herrschaften schlussendlich zur Räson zu bringen, ließ Friedrich im Winter 1411 seine Soldaten vor den märkischen Raubritterburgen Friesack, Goltzow, Plauen und Beuthen mit einer neuen Wunderwaffe aufmarschieren – einer Kanone mit Schwarzpulver-Treibladung.
In seiner unnachahmlichen Art hat Joachim Fernau die Geschehnisse in „Sprechen wir über Preußen“ (1981) beschrieben:
„Die Braunschweiger, die Pommern und Mecklenburger nannten die Mark Brandenburg eine armselige Angelegenheit, eine Räuberhöhle, die man nur schwer bewaffnet betreten könne. Das hatte Friedrich auch vor. Zunächst gewann er den kriegerischen Erzbischof von Magdeburg für den Feldzug, dann warb er selbst noch eine Schar von Rittern an und zog los. Außer seinem Gottvertrauen im Herzen hatte er noch einen Trumpf im Ärmel: Inmitten des Zuges rollte die erste Pulverkanone, die dort oben im Norden je gesehen ward. Die Soldaten nannten sie liebevoll die ‚faule Grete‘.“
Und weiter: „Während sich die Ritter auf dem Weg nach Friesack durch die verschneiten Havelland-Sümpfe quälten, saß Dietrich Quitzow auf seiner Burg und lachte. Das hätte er nicht tun sollen, denn während er sich vor Vergnügen noch auf die Schenkel schlug, traf ein Kurier ein mit der Nachricht, dass der deutsche König über die Quitzows und ihre Spießgesellen Kaspar von Putlitz und Wichert von Rochow die Reichsacht verhängt hatte.“
Fernau fährt fort: „Am 8. Februar setzte Friedrich gegen Friesack zum ersten Mal seine Wunderkanone ein. In ein paar Stunden schoss sie die Burgmauern kurz und klein. Das hatte Dietrich nicht erwartet. Er versuchte einen Ausfall, es sah jedenfalls so aus; in Wahrheit benutzte er ihn, um in die Sümpfe zu fliehen. Friedrich ließ ihn laufen und wandte sich, seine brave ‚faule Grete‘ streichelnd, südwärts gen Goltzow, wo der von Rochow saß, der andere Geächtete. Der Rochow war klüger (oder verzweifelter), er kam nach dem ersten Schuss im Büßerhemd mit einem symbolischen Strick um den Hals heraus und warf sich dem neuen Herrn zu Füßen.“

Der erste Kurfürst
Vier Jahre nach seinem Sieg über die märkischen Raubritter wurde in Konstanz das Konzil einberufen, das den Hohenzollern für die nächsten Jahrhunderte die Herrschaft über Brandenburg und später Preußen sichern sollte. Anlass für die bischöfliche Zusammenkunft waren zum einen die Umtriebe des böhmischen Predigers Jan Hus und zum anderen der Umstand, dass damals gleich drei Päpste den Anspruch auf den Stuhl Petri erhoben.
Einer residierte in Rom, die anderen in Bologna und Avignon. Der Bologneser Papst Johannes XXIII., ein früherer Pirat, dem sogar ein Giftmord nachgesagt wurde, kam nach Konstanz in der Hoffnung, dass seine Widersacher aus Avignon und Rom abgesetzt würden. Als er merkte, dass das Konzil zu seinen Ungunsten verlief, flüchtete er mit Hilfe des Habsburger Herzogs Friedrich IV. von Österreich-Tirol in die Schweiz.
Erneut wurde Friedrich daraufhin von Sigismund mit einer schwierigen Mission beauftragt, nämlich Johannes zu stellen und festzunehmen, was ihm schließlich gelang. Sigismund zeigte sich dankbar, indem er dem Konzil mitteilte, dass er Friedrich zum Kurfürsten von Brandenburg erheben und ihn zudem als Erzkämmerer des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation einsetzen werde. Die feierliche Erhebung Friedrichs zum Kurfürsten und erblichen Markgrafen von Brandenburg folgte am 18. April 1415.
Niemand konnte damals ahnen, welche weitreichenden Folgen dies haben würde: Friedrich I. verdankt das Haus Hohenzollern den Eintritt in den Kreis der Kurfürsten, der über viele Jahrhunderte maßgeblichen politischen Klasse. Über 17 Generationen hinweg regierten die Hohenzollern fortan Brandenburg als Kurfürsten, wurden zu preußischen Königen und deutschen Kaisern, und als der letzte aus dieser Reihe, Wilhelm II., im Herbst 1918 abdankte, führte er immer noch den Titel eines Burggrafen von Nürnberg.
Als Kurfürst Friedrich am 20. September 1440 auf der fränkischen Cadolzburg starb, hatte er mit seinem diplomatischen Geschick und seiner Toleranz – wie man sieht, eine alte preußische Tugend, für die dann aber erst sein Urahn Friedrich der Große bekannt werden sollte – verschiedene Religionskonflikte befriedet und galt selbst als Aspirant auf den Königsthron, da er einen guten Leumund bei den wichtigsten deutschen Fürsten hatte. Hätte er noch etwas länger gelebt, wäre also vielleicht schon im Spätmittelalter ein Hohenzoller zum König oder sogar zum Kaiser gekrönt worden.
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