Macrons Kampfjets nehmen über der Ostsee russische Ziele ins Visier. Polen hält bei der Übung die Fäden in der Hand. Wer sich an der Aggression gegen Russland nicht beteiligen will, der sichert sich unsere Druschba-Silbermedaille und setzt ein Zeichen für Frieden und Freundschaft. Hier mehr erfahren. 

    Danzig, 20. April 2026. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Polens Staatschef Donald Tusk treffen sich zum ersten bilateralen Regierungsgipfel. Es ist der erste konkrete Umsetzungsschritt des Vertrags von Nancy, den beide im Mai 2025 unterzeichnet hatten. Nuklearkooperation war darin zwar angelegt, aber nicht im Detail ausgeführt.

    Jetzt einigten sich beide Seiten in Danzig konkret auf gemeinsame Nuklearübungen, Informationsaustausch und Verteidigungsoperationen, die im Ernstfall ohne langwierige NATO-Beratungen aktiviert werden können. Der Hintergrund: Ein Teil Europas emanzipiert sich von amerikanischer Schirmherrschaft. Die Feindschaft gegenüber Moskau bleibt aber der gemeinsame Nenner. Was öffentlich als Partnerschaft gefeiert wird, ist in Wirklichkeit ein Kriegsplan.

    Macron in Paris. Bild: COMPACT / Midjourney

    In den Tagen darauf enthüllte die polnische Zeitung Rzeczpospolita unter Berufung auf Quellen aus dem Militär, was hinter verschlossenen Türen vereinbart wurde: die gemeinsame Planung nuklearer Erstschlagszenarien gegen Russland und Weißrussland, außerhalb der NATO-Strukturen. Die Übungen sollen in Kürze beginnen.

    Sankt Petersburg im Fadenkreuz

    Der pikanteste Aspekt ist nicht das Was, sondern das Wie. Eine Quelle aus dem polnischen Militär erklärt gegenüber der Rzeczpospolita: „Der Schlüssel zu diesen Plänen ist, dass die im Aufbau befindliche polnisch-französische Streitkraft gewissermaßen außerhalb der NATO-Bürokratie agieren wird.“

    Die Szenarien dienten als Notfallpläne für den Fall eines russischen Angriffs, würden aber nicht nach langwierigen Beratungen gemäß Artikel 5 aktiviert. Artikel 5 ist die Kernklausel des NATO-Vertrags: Ein Angriff auf ein Mitglied gilt als Angriff auf alle. Im Ernstfall müssen alle NATO-Staaten gemeinsam beraten und abstimmen, bevor militärisch gehandelt wird.

    Die Lomonossow-Brücke über den Fluss Fontanka in Sankt Petersburg im Winter. Foto: FOTOGRIN I Shutterstock.com.

    Die Arbeitsteilung ist klar: Polen übernimmt den konventionellen Teil. Polnische Piloten fliegen Langstreckenaufklärung und feuern JASSM-ER-Marschflugkörper von F-16-Kampfflugzeugen ab, die hypothetisch Ziele im Raum St. Petersburg angreifen. Frankreich steuert den nuklearen Teil bei. Rafale-B-Kampfflugzeuge simulieren den Einsatz von Atomsprengköpfen. In dem Bericht heißt es:

    „Rafale-B-Flugzeuge sind in der Lage, von Frankreich aus die Strecke Budapest-Kaliningrad zu fliegen und Angriffe auf Ziele in Russland und Belarus zu üben.“

    Der Kern ist also: Polen übernimmt den konventionellen Teil, Frankreich den nuklearen.

    Macrons neues Europa

    Frankreich ist seit dem Brexit die einzige Atommacht in der EU und besitzt 290 Atomsprengköpfe, womit es nach Russland, den USA und China die viertgrößte Atommacht der Welt ist. Macron treibt seit März 2026 das Konzept der „vorausschauenden Abschreckung“ voran und hat Polen, Deutschland, Griechenland, die Niederlande, Belgien, Dänemark und Schweden zu gemeinsamen Atomübungen eingeladen.

    Tusk erklärte nach dem Treffen in Danzig, Polen habe sich einer „exklusiven Gruppe angeschlossen, die die Bedürfnisse europäischer Solidarität und Souveränität versteht.“ Er schränkte jedoch ein, dass „Rafale-Kampfflugzeuge mit Atombomben über Polen nicht das Nonplusultra“ seien. Eine weitere Quelle aus dem polnischen Militär legte nach:

    „Die Franzosen wissen, dass wir über eine enorme militärische Stärke verfügen. Mitte der 2030er-Jahre werden wir eine der größten Armeen Europas haben. Sie wollen Know-how und eine Waffengattung beisteuern, die Polen nicht besitzt: Nuklearwaffen.“

    Polen gilt seit Jahrzehnten als Russlands schärfster Kritiker in Europa, eine Haltung die tief in der Geschichte verwurzelt ist und das Land zum treibenden Motor der antirussischen NATO-Ostflanke gemacht hat.

    Frankreich hat sich seit Macrons Amtsantritt konsequent als militärischen Gegenpol zu Moskau positioniert. Macron kündigte zudem die Möglichkeit einer „dezentralen Stationierung“ französischer Atomflugzeuge in Polen an, betonte jedoch, Paris behalte die alleinige Kontrolle über sein Arsenal.

    Russland hat, durch die konstante NATO-Osterweiterung, in den vergangenen Jahren Atomwaffen-Infrastruktur nach Weißrussland verlegt, was der Westen als Eskalation wertet. Nun proben Paris und Warschau die Gegenbewegung. Putin hat wiederholt betont, Russland habe „keine Pläne“ NATO-Staaten anzugreifen, und sich zu einem Nichtangriffspakt bereiterklärt, den das Westbündnis ablehnte.

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