Die Staatsanwaltschaft hat den Kult-Kabarettisten nach einer AfD-Veranstaltung ins Visier genommen und sogar strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Ein weiterer Schlag gegen die Meinungsfreiheit, der jedoch nicht ohne Widerspruch bleibt. Denn jetzt gibt es eine Solidaritätsaktion prominenter Künstler. COMPACT leistet dazu mit der Friedensmedaille Tino Chrupalla einen Anteil, denn auch der AfD-Chef sieht sich nach der angeblichen Skandalveranstaltung medialen Anfeindungen ausgesetzt. Hier mehr zur Medaille erfahren.

    Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird krampfhaft versucht, einen medialen Skandal gegen die AfD aufzubauschen. Herhalten muss dazu derzeit eine Veranstaltung, die am Dienstag in Dessau-Rosslau stattfand und bei der zum Abschluss durch den Kult-Kabarettisten Uwe Steimle die Nationalhymne der DDR angestimmt wurde. Auferstanden aus Ruinen! Für die Mainstream-Presse Anlass, eine neue Hetzkampagne, vor allem gegen Tino Chrupalla, der einige Zeilen der Hymne mitgesungen haben soll (wie Videomaterial der Veranstaltung vermuten lässt), loszutreten. Dabei gibt es keinen Grund, sich für die Hymne, die im Übrigen ab etwa 1970 durch den Appell an die deutsche Einigkeit in der DDR mit entsprechender Textzeile kaum noch verwendet wurde, zu rechtfertigen. Ganz im Gegenteil!

    Hammer: DDR-Hymne bei AfD-Veranstaltung!

    Strafrechtliche Ermittlungen gegen Uwe Steimle

    Doch die Hymnen-Empörung ist nicht das einzige Nachspiel, was die Veranstaltung haben könnte: Wegen erkennbar humoristischer Anspielungen auf Angela Merkel und Friedrich Merz, u.a. wurde die Frage aufgeworfen, wo ein Stauffenberg denn sei, wenn er wirklich gebraucht würde, ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt gegen Uwe Steimle und wirft ihm allen Ernstes einen Aufruf zu Straftaten vor. Er solle quasi sein Publikum aufgefordert haben, einen Anschlag zu begehen oder diesen zumindest zu billigen – was durch den erkennbar humorvollen Vortrag, der lediglich die Ablehnung breiter Bevölkerungsteile gegenüber der Regierung zum Ausdruck brachte, eine einigermaßen üble Realitätsverzerrung darstellen dürfte. Dennoch wird gegen den ehemaligen mdr-Moderator jetzt ermittelt. Doch Steimle ist nicht alleine.

    Künstler veröffentlichen Solidaritätserklärung

    Zahlreiche prominente Künstler, darunter etwa Diether Dehm, Yann Song King oder Tino Eisbrenner, haben jetzt eine Solidaritätserklärung veröffentlicht, in der sie die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Uwe Steimle verurteilen und sich als Verteidiger der Meinungsfreiheit positionieren.

    COMPACT dokumentiert die Solidaritätserklärung im Wortlaut:

    „Kunstfreiheit für Uwe Steimle!

    Gegen den Kabarettisten Uwe Steimle soll ernsthaft wegen „Aufruf zu einer Straftat“ ermittelt werden (siehe: dpa, Die Welt 15.7.26).
    Ihm wird mit existenziellen Strafen gedroht. In dieser Zeit der Cancel-Culture, die von oben unser Land auseinander reißt, wollen wir hingegen im Sinne der Demokratie jeglicher Form behördlicher Einschüchterung widerstehen:
    Wehret den Anfängen!

    Uwe Steimle ist Satiriker (weder Propagandist für eine Partei, für eine Zensurbehörde noch für eine regelmäßige Mainstream-Sendung). Für ihn gilt die „Freiheit der Kunst“ (Artikel 5; Abs. 3 GG) sowie: „Eine Zensur findet nicht statt.“ (Art. 5, Abs.1, Satz 3).

    Wir sehen es wie das Bundesverfassungsgericht (Beschluss vom 11.12.2025 – 1 BvR 986/25): Ist die mehrdeutige Interpretation einer Aussage möglich, gilt immer diejenige, die vom Grundgesetz gedeckt ist:
    Im Zweifelsfall für den Angeklagten!
    (Besonders, wenn einer mutig gegen die Obrigkeit spricht!)

    Erstunterzeichner:
    Prof. Dr. Justus Frantz (Dirigent, Pianist)
    Yann Song King (Liedermacher)
    Tino Eisbrenner (Liedermacher)
    Holger Willanzheimer (Mitglied Netzwerk kritische Richter u. Staatsanwälte)
    Dr. Diether Dehm (Autor, Komponist)
    Dr. Ulrich Barnickel (Bildhauer)
    Harald Schindel (Schauspieler)
    Patrik Baab (Publizist)
    Klaus Hartmann (Publizist, Freidenker)
    Klaus Dieter Böhm (Medienunternehmer, Publizist)
    Marion Schneider (Autorin, Unternehmerin)
    Reiner Kröhnert (Kabarettist)
    Prof.- Dr. med. Klaus-Dieter Kolenda, Arzt und Autor
    Dr. Marcel Luthe (Anwalt und Publizist)
    Ulrike Göking (Kulturschaffende)
    Dr. Marianne Linke (Sozialministerin a.D.)
    Dr. med. Andreas Jost (Arzt)
    Dr. med. Ellis E. Huber (Arzt)
    Jens Fischer-Rodrian (Musiker)
    Dr. Hauke Ritz (Publizist, Historiker)“

    Setzen auch Sie ein Zeichen gegen einen übergriffigen Staat, stärken Sie den Beteiligten den Rücken. Zum Beispiel mit der Friedensmedaille Tino Chrupalla, ein Bekenntnis gegen Krieg und für eine friedliche Veränderung. Hier mehr zur Medaille erfahren.

    Kommentare sind deaktiviert.