Skandalös: Dem Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, wurde an Palmsonntag der Zutritt zur Grabeskirche in Jerusalem durch israelische Polizisten verwehrt. Ein Akt der Rache für seine Kritik an Israel und am Irankrieg? Wie berechtigt die ist, zeigt unsere April-Ausgabe mit dem Titelthema „Gefahr für Deutschland“. Was der Mainstream über den Konflikt im Nahen Osten verschweigt. Hier mehr erfahren.
Es ist ein unfassbarer Vorgang: Israelische Polizisten haben am Palmsonntag die beiden wichtigsten katholischen Vertreter im Heiligen Land, den Lateinischen Patriarchen Kardinal Pierbattista Pizzaballa sowie Franziskanerkustos Francesco Ielpo daran gehindert, an einer Messe in der Jerusalemer Grabeskirche teilzunehmen. Das Gotteshaus gilt als das bedeutendste der Christenheit. Sie ist der Sitz des griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem sowie des katholischen Erzpriesters der Basilika des heiligen Grabes.

Die beiden katholischen Würdenträger sprachen in einer gemeinsamen Erklärung von einem „schwerwiegenden Präzedenzfall“. Er verletze die religiösen Empfindungen von Milliarden Menschen, die in der Kar- und Osterwoche ihren Blick auf Jerusalem richteten. Nach Kirchenangaben war dies das erste Mal seit Jahrhunderten, dass die Kirchenoberhäupter des Heiligen Landes nicht an einer Palmsonntagsfeier in der Grabeskirche teilnehmen konnten.
Sicherheitsbedenken als Vorwand
Pizzaballa und Ielpo seien von israelischen Polizisten auf dem Weg zum Gottesdienst angehalten und zur Umkehr gezwungen worden, „obwohl sie sich privat und ohne jegliche Merkmale einer Prozession oder eines zeremoniellen Aktes bewegten“, teilte die katholische Kirche mit. Es handele sich um „eine unangemessene und grob unverhältnismäßige Maßnahme“, insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich die Geistlichen seit Beginn des Irankriegs an alle auferlegten Einschränkungen gehalten hätten.
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Laut Augenzeugen habe die Polizei am Palmsonntag seit den Morgenstunden Barrieren an der Jerusalemer Altstadt errichtet hatten, „offensichtlich in dem Bemühen, Gläubige davon abzuhalten, zu den heiligen Stätten zu gelangen“, heißt es in der Meldung der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA).
Weiter schreibt die KNA: „Zu Wochenbeginn hatten die Kirchen mitgeteilt, dass die traditionelle Palmprozession über den Ölberg zur Jerusalemer Altstadt kriegsbedingt nicht stattfinden werde. Statt der Prozession, an der üblicherweise tausende einheimische und ausländische Christen teilnehmen, soll es einen Gebetsmoment für Jerusalem geben.“ Doch selbst das wurde nun von Israel verhindert.
Netanjahu reagiert
Der Vorfall löste weltweit Empörung aus, während die israelische Polizei erklärte, dass alle heiligen Stätten in der Altstadt von Jerusalem wegen des Irankriegs aus Sicherheitsgründen derzeit geschlossen seien. Eine Anfrage von Kardinal Pizzaballa zur Teilnahme an der Messe sei am Tag zuvor geprüft und abschlägig beurteilt worden.
Der Lateinische Patriarch von Jerusalem sprach später in einem Interview davon, dass die Polizei tatsächlich auf die Sicherheitsregeln verwiesen habe. „Aber wir hatten gar nicht um eine öffentliche, sondern nur um eine kurze, kleine private Zeremonie gebeten, um die Idee einer Messe in der Grabeskirche aufrechtzuerhalten“, so Pizzaballa. Es habe keine Zusammenstöße gegeben, alles sei friedlich abgelaufen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu schrieb nach anhaltender Kritik auf X, er habe „die Behörden angewiesen, dem Patriarchen zu ermöglichen, Gottesdienste nach seinen Wünschen abzuhalten“. Zugleich entschuldigte er das Verhalten der Polizei mit Raketenangriffen des Iran auf „die heiligen Stätten aller drei monotheistischen Religionen in Jerusalem“, was Sicherheitsmaßnahmen notwendig mache.
Rache für Kritik an Israel?
Manche vermuten, dass die Verweigerung des Zutritts für Pizzaballa eine Reaktion auf dessen Kritik am Vorgehen israelischer Siedler gegen christliche Dörfer im Westjordanland, am, Verhalten der israelischen Armee in Gaza und am Irankrieg gewesen sein könnte.
Der Kardinal hatte am 15. März bei der von der Stiftung Oasis und dem Kulturzentrum von Mailand organisierten Veranstaltung „Der Krieg verschlingt den Nahen Osten und seine Völker“ erklärt, es sei „die schwerste Sünde, die wir in der heutigen Zeit begehen können“, den Namen Gottes zu missbrauchen, um Kriege zu rechtfertigen.
Damit spielte er auf Äußerungen aus Israel und den USA an, die den Konflikt mit religiös konnotierter Endzeit-Rhetorik aufladen. Vatican News zitierte Pizzaballa mit den Worten:
„Es gibt keine neuen Kreuzzüge, und Gott hat mit all dem nichts zu tun.“
Zudem ging Pizzaballa in seiner Rede auf die Lage im Gazastreifen ein, wo „es an Medikamenten mangelt, darunter auch an grundlegenden Antibiotika. Die Menschen leben buchstäblich in Abwasserkanälen und Zelten. Fast alle Schulen sind zerstört.“
Der Kardinal weiter: „53 Prozent des Gazastreifens, wo mehr als zwei Millionen Vertriebene leben, stehen unter direkter israelischer Kontrolle. 47 Prozent, wo die Mehrheit der Palästinenser lebt, stehen unter der Kontrolle der Hamas. 80 Prozent des Gazastreifens sind zerstört, und der Wiederaufbau hat noch nicht einmal begonnen.“ Er fügte hinzu, dass die Grenzübergänge praktisch geschlossen seien.
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