Der ÖRR versucht sich an einem Polit-Thriller und scheitert grandios. Im ZDF-Film „Eine bessere Welt“ wird aus einem Shitstorm am Ende gleich ein Mordkomplott gegen eine Klimawissenschaftlerin. Mit Dunja Hayali, Kayla Shyx und unverhohlener HateAid-Werbung. Freuen Sie sich auf 89 Minuten Propaganda, finanziert von Ihren Steuergeldern. So funktioniert die „Links-grüne Meinungsmacht“, die Julia Ruhs in ihrem Buch beschreibt. Hier mehr erfahren.

    Der ÖRR hat mal wieder ein besonderes Schmankerl produziert und sich an einem Thriller versucht. Natürlich politisch aufgeladen, so wie sich das gehört. Die Handlung ist schnell erzählt.

    Die Wissenschaftlerin Elena Stanat hat vor Kurzem ein Buch über den Klimawandel veröffentlicht. Titel: „Eine bessere Welt“. Nach einem Talkshow-Auftritt ist sie massiver Online-Hetze ausgesetzt, bekommt Hasskommentare und Drohungen. Doch dabei bleibt es nicht. Gemeinsam mit ihrem Mann Deniz und ihren Kindern zieht sie in ein gemütliches Haus am Wald. Aber die Idylle kippt. Hühner sterben auf mysteriöse Weise, ein fremder Mann schleicht auf dem Grundstück herum, und das Restaurant ihres Mannes brennt nieder.

    Klischee-Alarm

    Elena glaubt, dass diese Ereignisse mit den Hasstrollen zusammenhängen, ihr Mann ist skeptisch.
    Und natürlich hat das ZDF ein paar Easter Eggs versteckt: Da hätten wir Dunja Hayali als Moderatorin der Talkshow, Elenas radikale Forderungen, um den vermeintlichen Klimawandel aufzuhalten und die offensichtliche Werbung für HateAid. Ebenfalls ein absolutes Klischee: Der migrantische Ehemann, der so nett und naiv ist, dass er seine Frau zunächst für paranoid hält. Weil das ZDF es irgendwie nicht schafft, die eigene Agenda dem Zuschauer subtil unterzujubeln, wird sie dem Zuschauer 89 Minuten lang mit dem Holzhammer serviert.

    Ein weiteres Highlight: Kayla Shyx ist in einer Nebenrolle als Studentin und Klimaaktivistin Lara, die selbst schon jahrelang massive Shitstorms und sogar körperliche Angriffe erlebt hat, besetzt worden. Lara wird für Elena so etwas wie eine Verbündete. Bei der Schauspielerin handelt es sich um die junge Frau, die damals die Vorwürfe gegen Till Lindemann öffentlich gemacht und vor Gericht schließlich gegen ihn verloren hatte. Junge Frauen sollen bei Rammstein-Konzerten gezielt angesprochen und zu Aftershow-Partys eingeladen worden sein, wobei es letztlich um Sex mit Lindemann ging.

    Die Vorwürfe reichten von Machtmissbrauch und übergriffigem Verhalten bis hin zu Behauptungen, die Frauen seien mit Alkohol, Drogen oder K.-o.-Tropfen gefügig gemacht worden. Kayla Shyx veröffentlichte im Juni 2023 ein ausführliches Youtube-Video, in dem sie detailliert von ihrer eigenen Erfahrung erzählte. Lindemann ging daraufhin vor Gericht und gewann. Sie musste mehrere Passagen aus ihrem Video löschen und darf bestimmte schwere Behauptungen nicht mehr wiederholen. Die Verfahrenskosten blieben ebenfalls an ihr hängen.

    Im Anschluss an den Film wurde auch noch eine weitere Sendung, passend zum Thema, ausgestrahlt: Die 29-minütige Dokumentation „Hass im Netz: Eine bessere Welt – Die Doku“. Mit dabei: Kevin Plath, ein ehemaliger schwarzer Fußballstar, Claudia Kemfert, Wirtschaftswissenschaftlerin und Klimaforscherin, sowie Vicky Voyage, Drag Queen und Aktivistin. Nur für den Fall, dass jemand den Holzhammer im Film noch nicht kapiert hat: Der Zeitpunkt könnte günstiger nicht sein. Schließlich wird gerade wegen des Ulmen-Skandals überall über eine Klarnamenpflicht und Anonymität im Netz berichtet. Ob dieser Umstand ein Zufall ist?

    „Links-grüne Meinungsmacht“, wie sie Julia Ruhs in ihrem Buch beschreibt, ist nicht nur ein Ärgernis, sie ist eben auch hochgradig gefährlich. Hier bestellen.

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