Wenn es um angebliche Vetternwirtschafts-Vorwürfe gegen die AfD geht, dann schwingen sich SPD- und Unionspolitiker nur zu gerne als Morallehrer auf. Dabei gibt es ausreichend Dreck vor der eigenen Haustür, oft auch mit abstoßenden Schmuddel-Storys. Lesen Sie dazu unbedingt unsere COMACT-Ausgabe „Das System Epstein“ mit Verbindungen des Sumpfes bis nach Deutschland. Hier mehr erfahren.
Das hessische Wirtschaftsministerium hat eine interne Untersuchung gegen seinen SPD-Staatssekretär Umut Sönmez eingeleitet. Eine Mitarbeiterin wirft ihm sexuelle Belästigung vor. Der Vorfall soll sich Mitte Februar auf einer internen Fastnachtsfeier ereignet haben.
Laut Berichten des Hessischen Rundfunks soll Sönmez die Kollegin zunächst zum Tanzen gedrängt und dabei „unangemessen eng“ mit ihr getanzt haben. Anschließend habe er sie im Saal mehrfach ungewollt angefasst und begrapscht. Die Frau erstattete offiziell Anzeige und war danach längere Zeit krankgeschrieben.
Potenzieller Wiederrholungstäter?
Sönmez ist ausgerechnet für Personalangelegenheiten im Ministerium zuständig – also genau für den Bereich, in dem solche Fälle eigentlich mit besonderer Sensibilität behandelt werden müssten. Es ist nicht sein erster Skandal: Bereits während seiner Zeit bei den Gießener Jusos wurde ihm in einem Bericht der Frankfurter Rundschau vorgeworfen, in einem Beziehungsstreit gegenüber einer Asta-Referentin und einem Parteigenossen handgreiflich geworden zu sein. Damals legte er seine politische Arbeit vorübergehend nieder.
Zusätzlich belastet das Ministerium seit Monaten eine weitere Affäre: Die parteilose Ex-Staatssekretärin Lamia Messari-Becker wurde im Juli 2024 nach nur sechs Monaten wegen „nicht hinnehmbaren Verhaltens“ entlassen. Sie wehrt sich juristisch und spricht von „SPD-Seilschaften“. Die FDP-Fraktionschefin Wiebke Knell kritisierte den Fall scharf: Das Ressort mache nicht mit Wirtschaftspolitik, sondern immer wieder mit fragwürdigem Umgang mit Beschäftigten Schlagzeilen.
Auch die Schwarzen in Niedersachsen haben seit Wochen einen Unterleibs-Skandal an der Backe. In der CDU-Fraktion hatte im niedersächsischen Landtag Pressesprecher Ralph Makolla in einer privaten WhatsApp-Gruppe namens „MitGLIEDER“ (mit obszönem Elefanten-Profilbild) ein KI-generiertes erotisches Video einer Kollegin im Bikini geteilt.
Die Staatsanwaltschaft Hannover bestätigte mittlerweile: Es handelt sich um eine Montage eines echten Fotos. Die Fraktionsführung reagierte erst mit Verzögerung, Makolla wurde fristlos entlassen, der Fraktionsgeschäftsführer vorläufig freigestellt. Fraktionschef Sebastian Lechner verkündete danach „null Toleranz“ gegenüber frauenfeindlichem Verhalten und kündigte externe Maßnahmen gegen Sexismus an. Bis jetzt ist dergleichen allerdings nicht öffentlich geworden.
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