Frankreich: Philosoph gründet Querfront-Magazin

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Der Populärphilosoph Michel Onfray hat in Frankreich ein Querfront-Magazin für Souveränität gestartet. Der Mainstream reagiert wie erwartet, nämlich wütend.

Deutschlands Querfront-Magazin für Souveränität, COMPACT, feiert sein zehnjähriges Jubiläum. Feiern Sie mit! Besuchen Sie unsere Jubiläums-Seite.

Michel Onfray steht in Frankreich für eine Mischung aus Peter Slotderdijk und Richard David Precht: ein Populärphilosoph mit hoher Medienpräsenz. Von ihm stammt beispielsweise das Szenario zu einem Nietzsche-Comic, außerdem verfasste er Streitschriften gegen die Psychoanalyse und für einen Neuen Atheismus. Vor zwei Jahren erschien „Niedergang: Aufstieg und Fall der abendländischen Kultur – von Jesus bis Bin Laden“, ein historischer Aufriss, laut dem das Abendland sein jüdisch-christliches Erbe, den Respekt vor dem Individuum, verspiele, und sich in einer posthumanen KI-Dystopie zu verlieren drohe.

Jetzt sorgt Onfray mit einem neuen Zeitschriften-Projekt für Aufsehen: „Front populaire“ (Volksfront), in dem sowohl linke wie rechte Souveränisten zu Wort kommen. Ein Querfront-Magazin, worauf Onfray deutlich stolz ist. Die Stoßrichtung geht gegen den EU-Globalismus: „Der Frexit macht uns keine Angst“, versichert Onfray, denn die Unterwerfung Frankreichs unter Brüssel bedeute das Ende der Grande Nation. Frankreich hätte vor fünfzehn Jahren bei der Abstimmung über die europäische Verfassung nein gesagt, aber die Europa-Politik habe sich nicht bewegt. Vielmehr sei ein Graben zwischen Volk und Eliten entstanden.

Schnittstelle zwischen linken und rechten Autoren ist die Ablehnung des Neoliberalismus. Stattdessen fordern sie die Unterordnung des Marktes unter einen lenkenden Staat, was auch Protektionismus beinhaltet. Als Aufmacher der „Front populaire“-Website finden sich derzeit Artikel über Protektionismus, über den Rekonstruktionsstreit der Notre-Dame-Kathedrale sowie über die Tatsache, dass es ohne Solidarität keine Souveränität gibt.

Die Reaktionen kamen wie erwartet: Während Alain de Benoist die „Front populaire“ feiert, versucht ein Mainstreamblatt wie Le Monde den Herausgeber Onfray als „Guru der Rechtsextremisten“ zu denunzieren. Auch hierzulande polemisieren Medien wie der Deutschlandfunk gegen das seit Juni erscheinende Blatt. Deren Autoren-Team lasse sich so zusammenfassen: „Eine Putin-Freundin, ein Linksnationalist, ein Rechtsnationalist“, behauptet Jürgen Ritte im Interview. Das Magazin führe einen „Wutbürger-Diskurs“. Das übliche Schubladendenken halt.

Deutschlands Querfront-Magazin für Souveränität, COMPACT, feiert sein zehnjähriges Jubiläum. Feiern Sie mit! Besuchen Sie unsere Jubiläums-Seite.

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42 Kommentare

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    Der Fernaufklärer am

    "La Front Populaire de France" oder "La Front Populaire Francaise" ? Dieses wichtige Detail sollte in einem solch bedeutenden Artikel unbedingt noch erwähnt werden ! 😉

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    Ich bin nun schon sehr lange als Abonnent dabei, und muß leider sagen: Der Rechtsruck von COMPACT zu Lasten der Querfront ist deutlich unangenehm.

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      Das sagten Sie bereits. Ich wiederhole: Ich kann keinen Rechtsruck erkennen. Es sei denn, man würde penetrantes Propagieren von Kapitalinteressen als "rechts" definieren,was es nicht ist.

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        Was hat es Sie zu interessieren, wie oft ich etwas schreibe ? Wenn es Ihnen nicht passt, gehen Sie einfach weiter, am besten weit weg.

        Im Übrigen ist, nachweislich über Ihre Kommentare, schon klar, weshalb Sie den Rechtsruck nicht erkennen können.

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      Was ist Rechts, was ist Links? Das geht von der 1. Versammlung in Frankfurt 1848 in der Paulskirche aus. Damals hat der Versammlungsleiter eher konsevative Deligierte nach rechts, umstürzlerische (antimonarchistische) nach links gesetzt, wahrscheinlich um Handgreiflichkeiten zu vermeiden. Seitdem hat sich die Definition mehrfach gewandelt! Eine Trennung nach katholisch und protestantisch wäre wohl sinnvoller gewesen. Damals vollzog sich gerade die industrielle "Revolution" – gut gemeint und doch voll daneben! Die führte zur Ausbeutung erst von Personen, dann des Planeten! Als im 20.Jh. die Märkte gesättigt waren, mußte man sich immer üblere Tricks ausdenken um die Überproduktion los zu werden. Die Schlimmsten heißen Produktwerben, Produktpropaganda und Mode! Auch das Erfinden neuer Bedürfnisse ist nicht sinnvoll – außer für den Konzern.

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    Die Kleingeistigen offenbaren hier ihr mäßig intellektuelles Niveau durch ihren so offensichtlichen Neid auf die geistige Höhe eines Richard David Precht !

    Herrlich, ich liebe die Doofen, sie sind so unglaublich überzeugt von sich ! LOL

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      Und wieder mal was aus der philosophischen Mottenkiste:

      Neidvoll sind die, welche erkennen, daß ihre Unzufriedenheit auf der eigenen Unzulänglichkeit/Bequemlichkeit fußt.

      Ein glücklicher, zufriedener, armutsbedrohter Doofer vermag sehr wohl Anerkennung für geistige Höhen zu empfinden – statt Neid.
      Jedoch auch nur, wenn es dafür einen Grund gibt.

      Precht liefert keinen solchen.

      (Sofern man von seiner leicht überdurchschnittlichen Eloquenz absieht.
      Aber hey, mit ner 2+ im Mathe-Abi in Berlin hat man sich dennoch nicht mit Ruhm bekleckert.)

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    Uuh…R.D.Precht? Echt jetzt?!

    Ich sag’s mal so: der is schlicht n Quatschkopp.

    Als zeitgenössischen Philosophen – von Format – hätte man bspw. auf Dr.phil. Claudia Simone Dorchain, M.A. verweisen können. Nicht so bekannt, dafür kompetent…und ohne Weisheitsattitüden, wie dieser pseudointellektuelle Pfau sie zur Schau trägt.

    Das Wichtigste am Philosophieren scheint Precht weitestgehend abzugehen: die Fähigkeit zur Selbstreflexion der eigenen Person und Gedanken.

    Er soll ruhig sein Geld verdienen…das tut allerdings ein Autoverkäufer auch, welcher mir n aktuellen VW Golf verkaufen will, der mehr Leergewicht auf die Waage bringt, als mein A6 Avant BJ. 1998.

    P.s. @ Moderator: Bitte meinen Post, den ich versehentlich unter den ersten Kommentar gestellt habe, wieder löschen.

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      Gut erkannt. die Fähigkeit zur Selbstreflektion ist tatsächlich conditio sine qua non für en Philosophen. Überraschende Erkenntnis bei einem Hubraum- Besoffenen.

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        @ SOKRATES

        Selbstreflexion und Soki.
        Was soll denn das nun wieder?
        Was hat der Meister der Idiosynkrasie
        nur wieder geraucht?

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        Na na, ‚hubraum-besoffen’….bei Chianti und Single Malt laß ich mir das ja gerne noch nachsagen….

        Aber es ist und bleibt so richtig und gültig wie die Zehn Gebote: "Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Hubraum.
        Das merken Sie spätestens dann, wenn ihr 7,5l Sauger nen zwangsbeatmeten AMG bei 250 auf der Bahn müde lächelnd hinter sich läßt.
        Der Wehrmutstropfen ist sicher der Verbrauch. Allerdings kann da ein dressierter Affe nahezu sämtliche Reparaturen selbst vornehmen.

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    Peter Feist am

    Das mit dem Querfront Magazin ist bei compact schon lange vorbei, dank des zum Redaktions-Prinzip erhobenen Skandalismus. Precht ist kein populär Philosoph, sondern ein Mode philosoph übelster Sorte.

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      @ PETER FEIST

      Stimmt man sollte Philosophen
      und solche, die es sein wollen,
      (z.B. Sokrates und Habeck )
      nicht zu ernst nehmen.
      Die sind so klug, wie der Hahn
      auf dem Mist.
      Wenn der nämlich kräht,
      ändert sich das Wetter,
      oder es bleibt wie es ist.

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      @ P.Feist

      Einjeder hat seine Meinung zu Precht, aber ihn so herabzusetzen sagt mehr über Sie aus, als Sie es wahrhaben wollen; und es ist nichts Gutes !

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        Peter Feist am

        Nun, ich habe erfolgreich Philosophie studiert und abgeschlossen, ich kann also unterscheiden, ob jemand ein Philosoph oder nur ein Mode Philosoph ist, können Sie das auch?

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    Zitat: "Schnittstelle zwischen linken und rechten Autoren ist die Ablehnung des Neoliberalismus. Stattdessen fordern sie die Unterordnung des Marktes unter einen lenkenden Staat, was auch Protektionismus beinhaltet. "
    UNTERORDNUNG des Marktes unter einen STAAT!!
    Da sind wohl die "Rechten" die Sozialisten und die "Linken" die Kommunisten/Grüne.
    Ich halt mich lieber an die Libertären unter misesde Punkt org.

    Buchtipp: Der Todestrieb in der Geschichte, Erscheinungsformen des Sozialismus, von Igor Schafarewitsch.

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      Ja,doof bleibt doof, da helfen keene pillen. Rechts im sinne von richtig ist volksgemeinschaft. Volksgemeinschaft kann nicht darin bestehen,daß einer dem andereren die felle unterm hintern weg reißt. Sondern nur in solidarität,auch Sozialismus genannt. Wer dem Kapitalismus die stange hält,schließt sich damit aus der volksgemeinschaft aus. Es gibt gar keine " schnittstelle" zwischen völkischem Sozialismus und nationalkapitalisten,nur beinharten antagonismus.

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        Je gesünder ein Organismus, oder eine Gesellschaft ist, umso weniger Schmarotzer hat sie. Jetzt, wo unser verbrecherisches Fiat Geldsystem zusammenbricht, werden wohl neue Hygiene Standards eingeführt werden.
        Zum Nachlesen: https://www.misesdePUNKTorg/2019/03/demokratischer-sozialismus-wolf-im-schafspelz/

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    ja kotz. Wie gut,daß Ich kein Franzmann bin und Franzisch nicht kann. Es reicht schon,daß Ich der deutschen version im nacken sitzen muß.

    COMPACT: Sie sagen „muss“? Weshalb? Weil außer uns niemand Ihren Kommentarmüll freischaltet?

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      Bravo Compact.

      Er kann nicht einmal Latein und will einen Ablativ auf ‚-m‘ enden lassen (s.u.).

      Es gab Zeiten, da hatten solche Darwinofaschisten (die Christlichkeit vorheuchelten) mit mittelmäßigem bis mangelhaftem Horizont auch noch das Sagen.

      Bestes Gegenmittel: Nicht freischalten. Dauerhaft.

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        heidi heidegger am

        go easy on him (Soki), boys!, denn Sokis Latein isch wie ditt von die heidi: kreativ-innovativ woll..*krchhhhhhhhhhhhh*

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        Vielleicht lesen Sie noch mal nach,Sie Lateiner, sie verwechseln da was . Ich habe das Gegenteil von dem angemerkt, was Sie hier fälschlich verbreiten.

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        @ Siegfried

        Nicht freischalten ? Man gut, daß hier Deinen Allmachtsphantasien nicht gefolgt wird !

        Leute wie Du sind mir zuwider !

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        Der einzige Philosop, Der einzige Virologe, der einzige ... am

        @Cherusker

        Schon bemerkt, dass im TV ausnahmslos PRECHT freigeschaltet wird (warum wohl?). Scheint dich nicht weiter zu stören, dass er keine echten Gegner hat.

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      Sittliche Verpflichtung. So wie St. Georg den Drachen bekämpfen musste.

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      Jeder hasst die Antifa am

      Lasst ihn weiter faseln jede Zeitschrift braucht einen Hofnarren und Sofaklecks erfüllt hier diese Aufgabe.

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      @ Der einzige Philosop, Der einzige Virologe, der einzige ..

      Geben Sie doch mal ein Beispiel, wer hier ein ´echter Gegner´ wäre.

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    Duis Libero am

    "Schnittstelle zwischen linken und rechten Autoren ist die Ablehnung des Neoliberalismus."

    Bitte an SVEN REUTH weitersagen!

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    DerSchnitter_Maxx am

    Wo es keine -wahrhaftige- Opposition -mehr- gibt … exisiert auch keine -wahrhaftige- Freiheit
    -mehr- 😉

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    Man kann nur hoffen, dass der Vergleich mit Richard David Precht nicht viel mehr Gemeinsamkeiten offenbart als die Bekanntheit.
    Von dem BRD-Hofnarren stammen Formulierungen wie (sinngemäß): ‚Wir brauchen mehr Beschränkungen/Vorschriften/Kontrolle für den Erhalt der Freiheit.‘
    Kein Wunder, dass die BRD sich solche Koryphäen heranzüchtet.

    Die Übersetzung "Front populair" mit "Volksfront" ist vielleicht etwas gewagt. Denn zur Volkszugehörigkeit gehört nach deutschem (und größtenteils auch jüdischem) Verständnis das Ius Sanguinis, nicht das Ius Soli – das ist ein bedeutender Unterschied zu den westlichen Staaten, die den Begriff ‚Nation‘ naturwidrig verhunzen.

    Alle Bestrebungen aber, die Menschen und Völker von Brüssel-Babylon zu befreien, sind zunächst einmal zu begrüßen.

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      heidi heidegger am

      Volkszugehörigkeit zur dt. ²Nation (²1806 untergegangään-abgesoffen-erloschään wg. ditt Napoleon) k a n n für Cem Ötzi (* 21. Dezember 1965 in Urach) nur bedeuten: Glück gehabt, Burschi! für die Gnade d. späten Geburt auf meinem wttmbg. Grund und Bodään..*aaargh*..will sagen: v o r Napoleon wäre Ötzi Anatole gebliebään! 😕

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        Jeder hasst die Antifa am

        Was hat den Cem Ötzeltier schon wieder Ver Uracht. hat er wieder mal Stuttgart mit Anatolien verwechselt. zacknwech

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      Auch im WK II soll es geheißen haben: "Wir mussten die Stadt … zerstören, um sie zu befreien!

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        heidi heidegger am

        Vietnam, baby! Vietnam..sagt Dir ditt heidi hinter die Schalousieh *durchkuck* auf WI-etnam (wiesbaden downtown, u know, s-s-saigon..*ächz*)

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        Uuh…R.D.Precht? Echt jetzt?!

        Ich sag’s mal so: der is schlicht n Quatschkopp.

        Als zeitgenössischen Philosophen – von Format – hätte man bspw. auf Dr.phil. Claudia Simone Dorchain, M.A. verweisen können. Nicht so bekannt, dafür kompetent…und ohne Weisheitsattitüden, wie dieser pseudointellektuelle Pfau sie zur Schau trägt.

        Das Wichtigste am Philosophieren scheint Precht weitestgehend abzugehen: die Fähigkeit zur Selbstreflexion der eigenen Person und Gedanken.

        Er soll ruhig sein Geld verdienen…das tut allerdings ein Autoverkäufer auch, welcher mir n aktuellen VW Golf verkaufen will, der mehr Leergewicht auf die Waage bringt, als mein A6 Avant BJ. 1998.

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        heidi heidegger am

        R.D.Precht hat immerhin die Haare schön und das äh stilvoll Schöne/Ästhetik (nicht! das Erhabene, da hat er keine Ahnung von so richtich ämm) ischd u. a. sein Plaisir und Thema einer seiner Vorlesungen auf youtube: naaja!, es ging um verlassene Häuser samt Inneneinrichtung kurz vor dem Abriß wg. BraunkohleTagebau i. d. Kölner Ville woll..insgesamt: mittelschwere Denke = 3 minus *kicher*

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