Seit Stefan Hartung von den Freien Sachsen die erste Runde der Oberbürgermeisterwahl in Aue-Bad Schlema gewonnen hat, richten sich die Augen des ganzen Landes – und mittlerweile darüber hinaus – auf die Stadt im Erzgebirge. Am Sonntag steht die Stichwahl an. Ein Krimi, doch der Sieg wäre ein historischer Erfolg im Wendejahr 2026, in dem COMPACT jetzt den passenden Schmuckrahmen mit gleich vier hochwertigen Silbermedaillen im Komplett-Set liefert – mit Reichstagsmedaille. Patriotismus pur! Hier ansehen.

    Selbst die New York Times ist mittlerweile auf den Straßen der größten Stadt des Erzgebirgskreises – mit gerade einmal rund 18.000 Einwohnern – unterwegs und arbeitet an eine Reportage, die aufzeigen soll, weshalb die Menschen den Altparteien nicht mehr trauen. Mit 29 Prozent konnte Stefan Hartung, seit 2009 erfahrener Kommunalpolitiker, Initiator von Anti-Asylheimprotesten 2013 in Schneeberg und Motor der Corona-Protestbewegung im Erzgebirge, am 10. Mai 2026 die erste Runde der Oberbürgermeisterwahl deutlich gewinnen. Mehr als fünf Prozent dahinter lag CDU-Kandidat Markus Hoffmann, ein Politneuling, der erst vor anderthalb Jahren – als andere bereits in Scharen davon rannten – auf die Idee kam, in die Merkel-Merz-Partei einzutreten und jetzt von seinen Parteigenossen ins kalte Wasser geworfen werden. Er soll einen patriotischen Oberbürgermeister verhindern, auf ihm liegt die Hoffnung der selbsternannten Vorzeigedemokraten.

    Am Bürgertreffpunkt der Freien Sachsen wurde ein Public Viewing des Pokalfinalspiels im Sachsenpokal angeboten. Foto: privat

    Antifa bis SPD unterstützen CDU-Kandidaten

    Wie die Wahl am Sonntag ausgeht, ist völlig offen und kommt insbesondere darauf an, wie sich die 18,5 % AfD-Wähler und die rund 22 %, die für einen Kandidaten der Freien Wähler stimmten, der ebenfalls mit populistischen Parolen für sich warb, an – nicht unwahrscheinlich, dass ein erheblicher Anteil dieser Wähler ihr Kreuz in Runde 2 bei Stefan Hartung setzt, insbesondere bei den Wählern der blauen Partei ist dies durch hohe inhaltliche Überschneidungen zu erwarten. Weshalb beim etablierten Pateienkartell bereits Panik herrscht, der Ton vor der Stichwahl ist rau geworden.

    CDU-Wahlkampf unter dem SPD-Sonnenschirm. Foto: Screenshot Facebook CDU Aue-Bad Schlema

    Täglich folgen neue Wahlaufrufe aus diesem Milieu: Von Antifa-Unterstützern über die Linkspartei und SPD, im Kampf für die Verteidigung der „Demokratie“ steht die Einheitsfront zusammen und trommelt für Markus Hoffmann. Einen unauffälligen Verwaltungsmitarbeiter, der beim großen Kandidatenforum im April 2026 vor rund 500 Besuchern unter Beweis stellte, keinen Satz frei heraus reden zu können und seine – wenig aussagekräftigen – Phrasen von einem Zettel ablas. Daran hat sich auch im weiteren Wahlkampfverlauf nichts geändert, Hoffmann hält sich sogar öffentlich zurück und setzt wohl darauf, dass seine Genossen, die unentwegt die Trommeln gegen Hartung rühren, ein Klima der Angst und Verunsicherung schaffen, das ihm in die Hände spielt.

    Reaktion der Erzgebirger ungewiss

    Ob das aufgeht? Der Erzgebirger ist nicht gerade dafür bekannt, sich gerne in eine Ecke drängen zu lassen – schon zur Corona-Zeit war die Region bundesweite Widerstandshochburg. Möglich ist deshalb auch, dass die wochenlange Stimmungsmache gegen Stefan Hartung, ähnlich zu den üblichen Diffamierungen gegen die AfD, die meist das Gegenteil erreichen, sogar weiter Stimmen bringen könnte. So oder so sind sich jedoch alle Beobachter einig: Es wird eng!

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