Der US-Kongressabgeordnete Thomas Massie hat im Parlament Jeffrey Epsteins Mitverschwörer genannt. Dabei nannte er auch den berühmten Zauberkünstler. Mit Kollegen bereitet er nun ein neues Gesetz vor. In seinem Buch «Das Brooklyn-Projekt» beleuchtet Frank Höfer oft unbeachtete Spuren: Epsteins Netzwerk aus KI-Forschern und Transhumanisten. Hier mehr erfahren.
Der republikanische Abgeordnete Thomas Massie aus Kentucky hat im US-Repräsentantenhaus eine neue Epstein-Bombe platzen lassen. Im Parlament forderte am Montag nicht nur die sofortige Untersuchung und Strafverfolgung von Personen, die mit dem ehemaligen Sexhandelsring von Jeffrey Epstein in Verbindung stehen, sondern drängte gleichzeitig auf eine Abstimmung über ein erweitertes Transparenzgesetz und nannte Namen der Mitverschwörer..
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COMPACT unterstützenDas Who’s Who des internationalen Jetsets
«Ich habe die Namen mehrerer Mittäter von Epstein gelesen, gegen die ermittelt und Anklage erhoben werden sollte», schrieb Massie nach seiner Rede im Repräsentantenhaus auf der Plattform X. Der Republikaner nannte mehrere hochkarätige Namen, darunter Ex-Prinz Andrew, den US-Banker Jes Staley, den Unternehmer und Kunsthändler Leon Black, den Gründer der Dessousmarke Victoria’s Secret, Les Wexner, den italienischen Modedesigner Lapo Elkann, US-Milliardär Tom Pritzker und den Musikproduzenten Ramsey Elkholy.
Zudem beschuldigte Massie beschuldigte die langjährige Epstein-Assistentin Lesley Groff der Verschwörung zum Frauenhandel und nannte in diesem Zusammenhang auch den französischen Modelagenten Jean-Luc Brunel und den schwedischen Modelscout Daniel Siad, die beide bereits verstorben sind. «Vielleicht wird das Justizministerium (…) dazu gebracht, für Gerechtigkeit zu sorgen», so der Kongressabgeordnete, der die US-Regierung erneut dafür kritisierte, dass sie weiterhin mehr als drei Millionen Ermittlungsakten zum Epstein-Komplex zurückhält.
Der dunkle Magier
Am brisantesten dürfte allerdings eine Personalie sein, die Massie ebenfalls der Mittäterschaft bezichtigte. Dabei handelt es sich um den weltberühmten llusionisten David Copperfield (bürgerlich: David Seth Kotkin), dessen Verstrickungen wir auch in COMPACT 3/2026 («Das System Epstein») dokumentiert haben.
Ein FBI-Memo vom Dezember 2007, das aus einer Untersuchung in Seattle und Las Vegas stammt, spricht von einer «sehr engen Beziehung» zu Epstein und schlägt weitere Ermittlungen vor, um zu klären, ob die beiden «damit beschäftigt {waren}, mögliche Opfer einander zuzuführen». Die FBI-Agenten äußerten zudem Bedenken, dass die beiden eine «Vorliebe für Minderjährige» teilen könnten.
Wow, Thomas Massie names David Copperfield as potential perpetrator in the Epstein case. This gives validation for my 9/11 video. If Copperfield was blackmailed by Mossad, it makes it more likely that he had his fingers in this: https://t.co/Gc2kL62Mwn https://t.co/Qy1RVVPVOn
— Oliver Janich (@OliverJanich) September 1, 2026
Das Memo entstand im Zusammenhang mit einer Razzia in einem Warenlager Copperfields in Las Vegas im Oktober 2007. Das damals 21-jährige angehende Model Lacey L. Carroll hatte den Zauberer bei einer seiner Shows in Kennewick, Washington, kennengelernt und war von diesem auf seine private Bahamas-Insel Musha Cay eingeladen worden. Dort habe sie Copperfield, so die Aussage Carrolls, sexuell genötigt, geschlagen und vergewaltigt. Die Ermittlungen liefen bis 2010, wurden dann jedoch eingestellt, obwohl inzwischen ein Teenager ähnliche Vorwürfe gegen den Illusionisten erhoben hatte.
In den Epstein-Akten finden sich nicht nur zahlreiche Fotos von Copperfield mit Maxwell, sondern auch E-Mails, die unter anderem nahelegen, dass Epsteins «Lieblingsgeburtstagsgeschenke» an «Mädchen» Backstage-Pässe für die Vorstellungen des Zauberers waren. Zitiert wird auch seine frühere Assistentin Sarah Kelly, die andeutete, was auch das FBI vermutete, nämlich dass beide Männer junge Frauen regelrecht ausgetauscht hätten.
Belastend kommt hinzu, dass Johanna Sjoberg, eine ehemalige Masseurin und Geschädigte Epsteins (sie arbeitete bei ihm von 2001 bis 2006) im Zivilprozess von Opfer Virginia Giuffre gegen Maxwell 2016 ausgesagt hatte, sie habe Copperfield bei einem Dinner auf Epsteins Anwesen in Palm Beach, Florida, getroffen. Er habe dort Zaubertricks vorgeführt und die junge Frau gefragt, ob sie wisse, dass «Mädchen bezahlt werden, um andere zu finden». Das würde bedeuten, dass Copperfield zumindest von Epsteins Rekrutierungssystem wusste.
Weitere Aktenfreigaben gefordert
Dank Massie gerät der Name Copperfields nun wieder in den Fokus. Doch nicht nur das: Der Republikaner hat zusammen mit einer überparteilichen Gruppe, darunter der demokratische Abgeordnete Ro Khanna, einen Antrag auf Entlassung aus dem entsprechenden Ausschuss gestellt, um den von ihm initiierten Epstein Files Transparency Act II direkt im Repräsentantenhaus zur Abstimmung zu bringen.
Für eine solche Petition sind 218 Unterschriften erforderlich. Der neue Gesetzentwurf zielt darauf ab, die Offenlegungslücken zu schließen, nachdem das Justizministerium den Veröffentlichungsprozess trotz erheblicher Schwärzungen in den bisher freigegebenen 3,5 Millionen Seiten für Anfang 2026 als abgeschlossen erklärt hatte.
Obwohl US-Präsident Donald Trump das ursprüngliche Transparenzgesetz 2025 unterzeichnete, argumentiert Massie, dass die derzeitigen Offenlegungspflichten weiterhin unzureichend seien. Der scheidende Kongressabgeordnete betonte in seiner Rede, dass eine Folgegesetzgebung unerlässlich sei, um «den Überlebenden einen Abschluss zu ermöglichen» und das US-Justizministerium zur Rechenschaft zu ziehen.
Das fehlende Puzzleteil: In seinem Buch «Das Brooklyn-Projekt» beleuchtet Frank Höfer oft unbeachtete Spuren: Epsteins Netzwerk aus KI-Forschern und Transhumanisten. Nur so wird die wahre Dimension des Skandals deutlich! Hier bestellen.





