Collien Fernandes mit schusssicherer Weste auf dem Hamburger Rathausmarkt: Ihr gestriger Auftritt auf der Demo in der Hansestadt war der vorläufige Höhepunkt einer orchestrierten Kampagne mit vielen Fragezeichen. Wir zeichnen das fragwürdige Drama nach – und nennen die Strippenzieher im Hintergrund. In unserer Spezial-Ausgabe „Mädchen, Messer, Morde“ geben wir jenen Frauen eine Stimme, die Opfer von realer Gewalt wurden. Hier mehr erfahren.

    Eigentlich hatte sie ihre Teilnahme abgesagt – angeblich wegen Morddrohungen. Doch dann nahm Collien Fernandes doch allen Mut zusammen und stieg auf die Bühne der Großdemo auf dem Hamburger Rathausmarkt. Aber – sicher ist sicher – mit schusssicherer Weste unter der braunen Lederjacke und unter Polizeischutz.

    Wer noch irgendeinen Zweifel hatte, dass der ganze vermeintliche Skandal um ihren Ex-Mann, den Comedian Christian Ulmen, eine durchorchestrierte Kampagne ist, wurde durch den martialischen Auftritt der Traumschiff-Schauspielerin an der Elbe eines Besseren belehrt. Mehr Drama geht nicht!

    Verstoß gegen das Versammlungsgesetz?

    Bis zu 20.000 Teilnehmer will die Polizei auf der gestrigen Kundgebung am Hamburger Rathausmarkt gezählt haben. Anmelderin der Kundgebung war allerdings weder Collien Fernandes noch eine andere Privatperson, sondern die örtliche SPD-Politikerin Annika Urbanski. Aber klar, das ist natürlich überhaupt keine politische Kampagne …

    Jedenfalls stellte die Schauspielerin erneut unter Beweis, dass sie ihr Handwerk versteht. Bei ihrem kurzen Auftritt klagte Collien mit tränenerstickter Stimme:

    „Ich stehe hier mit schusssicherer Weste unter Polizeischutz, weil Männer mich killen wollen.“

    Klar, mal wieder „die Männer“. Wer auch sonst? Das passt genau in das Narrativ, das Fernandes und ihre Stichwortgeber (hauptsächlich die SPD und die berüchtigte NGO HateAid) in den letzten Tagen in die Welt gesetzt haben. Entsprechend kämpferisch rief sie die Menge auf: „Lasst uns alle zusammen die Mauern des Schweigens einreißen.“ Dass Passivbewaffnung – wozu auch schusssichere Westen gehören – bei öffentlichen Kundgebungen laut bundesdeutschem Versammlungsgesetz verboten sind? Interessiert keinen.

    Frauen als Opfer von Migranten – kommen nicht vor

    Man fragt sich, von welcher „Mauer des Schweigens“ hier die Rede ist. Ihre Vorwürfe geistern schon seit über einer Woche durch die Gazetten und durchs Netz – unterstützt von allerlei Polit-Prominenz und Klima-Ikone Luisa Neubauer. Auch diesmal waren einschlägige NGOs wieder mit von der Partie etwa die Initiative Nur Ja heißt Ja!, die via Instagram verkündete: „Heute stehen wir in Hamburg – in Solidarität mit Collien Fernandes und allen Betroffenen von sexualisierter Gewalt.“

    Der Fall der Moderatorin habe eine breite Debatte in der Gesellschaft angestoßen, so die Initiative. Er zeige „einmal mehr: Schutz, Aufarbeitung und Konsequenzen sind in Deutschland noch immer lückenhaft. Wenn Betroffene gezwungen sind, für Gerechtigkeit ins Ausland zu gehen, läuft hier grundlegend etwas falsch.“

    Gemeint ist wohl, dass Fernandes in Spanien Anzeige erstattete, da die Aussichten, dass sich die Justiz dieser Sache annimmt, dort dank der Gesetzesänderungen der linken Regierung besser sind. Einen besseren Schutz von Frauen vor sexueller Gewalt bedeutet das noch lange nicht – denn vor allem bei Migranten drücken auch die Spanier öfter mal ein Auge zu. Übrigens: Von Gruppenvergewaltigungen und anderen Delikten, bei denen Nichtdeutsche in den Kriminalstatistiken überproportional vertreten sind, hört man seitens Fernandes, HateAid und ihrer SPD-Freundinnen seltsamerweise nichts …

    Damit fing alles an: Collien Fernandes auf dem Cover des „Spiegel“ vom 20.3.2026. Foto: Spiegel

    Die Ouvertüre

    Auch dieses Schweigen unterstreicht den Kampagnencharakter der Collien-Show mit ihrer politisch eindeutigen Schlagseite. Dieser Beigeschmack zieht sich – und das nicht zufällig – durch den ganzen Medienskandal. Die Chronik eines Dramas voller Fragwürdigkeiten:

    19. März 2026: Startschuss: Der Spiegel veröffentlicht online die Titelstory „Du hast mich digital vergewaltigt“ für die Print-Ausgabe am Tag darauf. Darin wirft TV-Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes ihrem Ex-Ehemann, dem Comedian Christian Ulmen, unter anderem vor, etwa zehn Jahre lang Fake-Profile unter ihrem Namen im Internet betrieben zu haben. Er habe unter Vorspiegelung ihrer Identität Männer kontaktiert, sexuelle Chats geführt und pornografisches Material verschickt, was sie als „virtuelle Vergewaltigung“ bezeichnet.

    Die Rede ist außerdem von sogenannten Deepfakes, also täuschend echten, KI-generierten Bildern beziehungsweise Videos, die in Umlauf gebracht worden sein sollen. Ulmens Anwalt bestreitet die Darstellung und spricht von „unzulässiger Verdachtsberichterstattung“. Es gelte die Unschuldsvermutung.

    Bereits im November 2024 hatte Fernandes in Berlin Anzeige gegen Unbekannt erstattet, nachdem ihr ein Bekannter Nacktbilder und schlüpfrige Nachrichten „von ihr“ (tatsächlich aus Fake-Accounts) gezeigt haben soll. Die ganze Sache ist also alles andere als neu. Hinzu kommt: Laut ihren Schilderungen gegenüber dem Spiegel soll Ulmen ihr schon am 25. Dezember 2024 in einem Hamburger Hotelzimmer (beim Lesen eines Interviews über ihre Anzeige) gestanden haben, teilweise hinter den Fake-Profilen zu stecken.

    Findet Collien das erst mal gar nicht so schlimm? Fakt ist: Nach dieser Beichte halten Fernandes und Ulmen noch ihren gemeinsamen Werbevertrag mit dem Pharmadienstleister Shop Apotheke aufrecht – die Spots laufen bis März 2026. Dann legt das Unternehmen seine Verbindung mit Ulmen aufs Eis. Auch die Telekom cancelt den in Ungnade Gefallenen. „Wir arbeiten seit Frühjahr 2025 nicht mehr mit Christian Ulmen zusammen“, so ein Sprecher des Konzerns gegenüber der Frankfurter Rundschau (22.3.2026). Ulmens aktuelle Serie „Jerks“ fliegt aus dem Programm der Joyn-Mediathek von Pro Sieben.

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    Im September 2025 trennen sich Fernandes und Ulmen, Ende 2025 erstattet Collien schließlich eine 40-seitige Anzeige wegen Identitätsmissbrauchs, Geheimnisverrats, Beleidigung, schwerer Drohungen und (laut späterer Darstellung!) körperlicher Gewalt gegen ihren Ex-Mann in Palma de Mallorca. Dort lebte das Paar zuletzt zusammen. Das Bezirksgericht in Palma leitet Vorermittlungen ein.

    Nahezu zeitgleich mit der Veröffentlichung der Spiegel-Geschichte am 19. März 2026 kündigt Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) ein neues Gesetz an: Demnach sollen private Fotomontage-Anwendungen auch ohne Verbreitungsabsicht mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden. Nach geltender Rechtslage kann das Verbreiten sexuell konnotierter Deepfakes mit einer Haftstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden. Eine tatsächliche Gesetzeslücke gibt es also nicht.

    Der erste Akt

    20. März 2026: Die Tagesschau berichtet in ihrer 20-Uhr-Sendung: „Die Schauspielerin Collien Fernandes hat schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben. (…) Der Moderator (…) soll jahrelang im Internet Fake-Profile seiner Frau erstellt und Deepfake-Pornos verbreitet haben.“

    Zu späterer Stunde tritt Fernandes selbst in den Tagesthemen auf. Sie fordert besseren Schutz von Frauen vor „digitaler Gewalt“ und spricht von Deutschland als einem „Täterparadies“. Jetzt wird die Affäre zum bundesweiten Medienthema. In der Folge solidarisieren sich verschiedene Politiker und Prominente mit Ulmens Ex-Frau. Die berüchtigte NGO HateAid drückt ihre Solidarität mit Fernandes auf Instagram aus – kein Zufall!

    22. März 2026: In Berlin kommen Tausende zu einer Demo „gegen sexualisierte digitale Gewalt“ vor dem Brandenburger Tor zusammen. Organisiert wird die Veranstaltung vom sogenannten Feminist Fight Club. Politikerinnen wie Saskia Esken (SPD), Ricarda Lang, Lisa Paus oder Katrin Göring-Eckardt (alle Grüne) setzen sich medienwirksam in Szene. Klima-Aktivistin Luisa Neubauer tritt als Rednerin auf. Fernandes bleibt der Kundgebung fern, hatte aber die Mobilisierung öffentlich unterstützt.

    24. März 2026: Verschiedene Medien berichten, dass die Staatsanwaltschaft Itzehoe die Ermittlungen wegen der Anzeige gegen Unbekannt, die Fernandes im November 2024 in Berlin erstattet hatte, eingestellt wurde –  und das bereits am 23. Juni 2025. Das Verfahren landete bei der Staatsanwaltschaft Itzehoe, weil Fernandes in der schleswig-holsteinischen Stadt nahe Hamburg eine deutsche Meldeadresse hat. Der Grund der Einstellung: Keine Ermittlungsansätze.

    Fernandes: Digitale Gewalt gegen Kritiker

    25. März 2025: Gegenüber der Bild-Zeitung erklärt der Itzehoer Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow, man habe bei Fernandes weitere Unterlagen zu ihrer Anzeige angefordert, jedoch keine Rückmeldung erhalten. „Für uns reichte das in Berlin von der mutmaßlichen Geschädigten nicht aus, deswegen haben wir die Kriminalpolizei beauftragt, weitere Unterlagen anzufordern. Eine Antwort hierauf erfolgte jedoch nicht“, so Müller-Rakow.

    „Das stimmt nicht“, wendet Fernandes auf Nachfrage der Bild-Zeitung ein, und gegenüber dem Tagesspiegel erklärt sie: „Ich ging davon aus, dass eine Polizeibehörde aus Schleswig-Holstein sich bei mir melden wird. Dies ist jedoch nicht geschehen“. Anfragen aus Itzehoe hätten sie „niemals erreicht“. Dazu der Oberstaatsanwalt auf erneute Bild-Nachfrage: Man habe das Schreiben an „eine der Behörde bekannte Adresse der mutmaßlich Geschädigten“ zugestellt.

    Bild weiter: „Eine andere Staatsanwaltschaft sieht in der Spiegel-Berichterstattung für sich genommen keinen Anlass für weitere Schritte. So teilte die Staatsanwaltschaft Potsdam, wo das Ehepaar Fernandes/Ulmen bis 2023 lebte, auf Anfrage von Welt mit: Von der Einleitung eines ‚Prüfvorgangs‘ sei bislang abgesehen worden, weil die mediale Berichterstattung noch keine entsprechenden Anhaltspunkte geliefert habe. Ein Prüfvorgang wäre die Vorstufe zu einem neuen Ermittlungsverfahren. Laut Welt ist aus Justizkreisen zu hören, dass der Spiegel-Artikel zu vage sei, um einen Anfangsverdacht für eine Straftat annehmen zu können. Es fehlten beispielsweise Zeit- und Ortsangaben für die behaupteten Handlungen Ulmens.“

    Der zweite Akt

    25. März 2026: In einem Interview mit dem Portal Nius räumt Collien Fernandes ein, dass ihr Ex-Mann Christian Ulmen keine pornografischen Deepfakes von ihr erstellt und verbreitet hat. Wörtlich erklärt sie: „Zum einen gibt es Menschen, die Deepnudes von mir online gestellt haben, zum anderen gibt es die pornografischen Videos, die der Täter unter meiner Identität verschickt hat.“

    Tatsächlich behauptet das der Spiegel auch gar nicht explizit, es wurde in der Medienberichterstattung jedoch ein entsprechender Eindruck erweckt (siehe Tagesschau vom 20.3.2026: „… soll jahrelang im Internet … Deepfake-Pornos verbreitet haben“). Die Aussagen der Schauspielerin gegenüber Nius sind noch in anderer Hinsicht bemerkenswert. Angesprochen auf eine mögliche Koordination mit SPD-Ministerin Hubig oder NGOs erklärt sie: „Es gab keine Absprachen zwischen meinen Anwälten und dem Justizministerium und auch keine Absprachen zwischen meinen Anwälten und Hate Aid.“

    Das kann man glauben – oder auch nicht. Tatsache ist, dass Fernandes schon 2023 mit HateAid zusammenarbeitete. Es gibt gemeinsame Bilder aus dieser Zeit mit HateAid-Geschäftsführerin Anna-Lena von Hodenberg und eine Youtube-Doku der NGO vom 4. März 2023, in der die Schauspielerin sagt: „Da gibt es ein Bild, da habe ich Sex mit meinem Partner. Und da verstehe ich nicht, dass die sagen: Nee, können wir nicht feststellen, dass das ein Deepfake sein soll. Das ist Pornomaterial und das ist ganz klar nicht echt.“

    Damals hatten HateAid und Fernandes eine gemeinsame Petition für strengere Gesetze gegen „bildbasierte sexuelle Gewalt“ gestartet. Von Hodenberg war Monate vor der Spiegel-Veröffentlichung über die Vorwürfe gegen Ulmen informiert und trat schon am 21. März 2026 bei RTL auf.

    Doch es kommt noch besser: Bundesjustizministerin Hubig traf HateAid bereits am 14. Oktober 2025 (also vor der spanischen Anzeige gegen Ulmen und lange vor der Spiegel-Veröffentlichung) zu Gesprächen über „digitale Gewalt und bildbasierte sexualisierte Gewalt“. Es fehlte nur noch das passende Gesicht und eine aufrüttelnde Geschichte zu der Kampagne … Die lieferte Collien Fernandes mit der Spiegel-Titelstory, und gleich darauf traten Hubig und HateAid auf den Plan. Notabene: Spiegel-Redakteurin Juliane Löffler hat in einem Podcast selbst zugegeben, dass die Recherche bewusst mit Hubigs geplantem Gesetz abgestimmt war.

    Fortsetzung folgt

    25. März 2026: Fernandes veröffentlicht ein Instagram-Statement zur eingestellten Berliner Anzeige und spricht von Morddrohungen, denen sie ausgesetzt sei. Sie sagt ihre geplante Teilnahme an der Hamburg-Demo ab („ernsthafte Sicherheitsbedenken“).

    26. März 2026: Welch‘ Überraschung! Nachdem Collien mit den angeblichen Morddrohungen einen neuen Spannungsbogen aufgebaut hat, erscheint sie doch in Hamburg und liefert ihren Tränen-Auftritt mit schusssicherer Weste ab. „Nun kam sie überraschend doch – und fand bewegende Worte“, flohlockt der Spiegel.

    Operation Fernandes: SPD und NGOs wollen Kontrolle!

    27. März 2026: Hat da jemand aus Berlin in Itzehoe angerufen? Nun will man auch in Deutschland wieder ermitteln. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Itzehoe auf Anfrage der Bild-Zeitung. Sprecher Peter Müller-Rakow: „Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat nach den Medienveröffentlichungen die Ermittlungen wegen Paragraf 202a StGB gegen Unbekannt wieder aufgenommen.“ Der Paragraf besagt: „Wer unbefugt sich oder einem anderen Zugang zu Daten, die nicht für ihn bestimmt und die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, unter Überwindung der Zugangssicherung verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Zudem sollen weitere Straftatbestände geprüft werden.

    Wie heißt es so schön in dem bekannten Queen-Hit? „The Show must go on.“ Dafür ist gesorgt.

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