Gezielt setzt Israel den Nahen Osten in Brand, um seinen Einfluss schrittweise auszuweiten, marschierte zuletzt in den Südlibanon und das süd-westliche Syrien ein. Im neuen COMPACT-Spezial 47 „Schurkenstaat: Geschichte und Gegenwart Israels“ zeigt der Artikel „Endstation Eretz Israel“ auf, wie Netanjahu und Co an ihrem Heiligen Land, das vom Nil bis zum Euphrat, also von Ägypten bis zum Irak, reichen soll, arbeiten. Dieses Heft sollten Sie nicht verpassen, jetzt bestellen!

Nachfolgend veröffentlichen wir einige Ausschnitte aus dem Artikel „Endstation Eretz Israel“:
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COMPACT unterstützen_ von Johann Leonhard
Um es gleich vorwegzunehmen: Die Behauptung, dass Israel territoriale Ambitionen habe, die sich an alttestamentarischen Verheißungen orientieren, ist eine «antisemitische Verschwörungstheorie». «Der Groß-Israel-Hoax ist die gefährlichste Lüge aller Zeiten», lesen wir Anfang April 2026 in der Jewish Times. Dort erklärt man uns: «Das Narrativ von ”Groß-Israel” – vom Nil bis zum Euphrat – ist eine moderne Wiederbelebung antisemitischer Mythen.» Die Behauptung habe «ihren Ursprung nicht in der israelischen Politik, Strategie und Vorgehensweise, sondern in vereinfachten, emotional aufgeladenen Darstellungen, die Israel als expansionistisch und aggressiv darstellen.»
«Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land vom Strom Ägyptens bis zum großen Strom, dem Euphrat.» Buch Mose 15/18
Man wäre gewillt, das alles zu glauben, wären da nicht völlig offen vorgetragene Ausführungen maßgeblicher Politiker, die das genaue Gegenteil besagen. In den Leitlinien von Benjamin Netanjahus Regierungsprogramm, veröffentlicht im Dezember 2022, heißt es beispielsweise völlig ungeniert: «Das jüdische Volk hat ein ausschließliches und unveräußerliches Recht auf alle Teile des Landes Israel.» Und weiter: «Die Regierung wird die Besiedlung aller Teile des Landes Israel fördern und vorantreiben – in Galiläa, im Negev, auf den Golanhöhen sowie in Judäa und Samaria.» Diese Gebiete liegen großteils außerhalb der international anerkannten Grenzen des Staates.

Halb Machtdemonstration, halb Provokation ist, was Netanjahu im September 2023 vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen veranstaltet. Während seiner Rede hält er eine Karte Israels in die Höhe, auf der das Westjordanland und Gaza mit Israel verschmolzen sind. Als der Premier während eines Interviews mit dem israelischen Sender i24news 2025 gefragt wird, ob er sich mit der Vision eines «Groß-Israel» identifiziere, eiert er gar nicht lange herum: «Sehr sogar.» Weiter erklärt er, dass er auf einer «historischen und spirituellen Mission» sei. Sein Finanzminister Bezalel Smotrich provozierte 2024 gegenüber dem deutsch-französischen Sender Arte mit dem Spruch, die «Zukunft Jerusalems» sei es, sich «bis nach Damaskus auszudehnen».
Blut, Boden und Bibelkunde
Wer den religiös begründeten Besitzanspruch der Zionisten in Zweifel zieht, dem werden zunächst einmal allerhand Bibeltextstellen entgegengeschleudert. Die wichtigste findet sich im ersten Buch Mose, Kapitel 15, Vers 18. Da heißt es: «An diesem Tag schloss der Herr mit Abraham folgenden Bund: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land vom Strom Ägyptens bis zum großen Strom, dem Euphrat.»
Als Mike Huckabee, Trumps US-Botschafter in Israel, während eines Gesprächs mit US-Podcaster Tucker Carlson Anfang 2026 gefragt wird, wie dieser biblische Vers zu verstehen ist – und ob die Israelis tatsächlich «das Recht auf dieses Land» haben –, erklärt der Politiker (und baptistische Pastor) achselzuckend: «Es wäre in Ordnung, wenn sie es alles nehmen würden.»
Den gesamten Artikel lesen Sie im COMPACT-Spezial 47: „Schurkenstaat: Geschichte und Gegenwart Israels“. Diese Ausgabe können Sie in digitaler oder gedruckter Form hier bestellen.




