Die Krypto-Währungen sacken massiv ab – obwohl sie in unsicheren Zeiten eigentlich zulegen müssten. Dr. Markus Krall und Florian Homm erklären in COMPACT-Magazin, was dahintersteckt – und warum alles weiter auf Gold zuläuft. Hier mehr erfahren.
Bitcoin hat die Hälfte seines Werts seit dem Höchststand im Oktober 2025 verloren und fiel am Donnerstag zum ersten Mal seit 16 Monaten unter 63.000 Dollar. CNN analysierte dazu gestern:
„Dieser Rückgang ist eigentlich überhaupt nicht ungewöhnlich. Krypto ist notorisch volatil und hat zahlreiche Abstürze durchgemacht, die größer waren als dieser. Was seltsam ist, ist das: Bitcoins viermonatiger Einbruch ist zu einer Zeit gekommen, als es theoretisch alles zu seinen Gunsten hatte. Krypto-Fans haben lange dafür geworben, dass Investoren Bitcoin als ‚digitales Gold‘ behandeln, als sicheren Hafen, in dem Händler Gelder lagern können, wenn die Zeiten schwierig sind.“
Der Absturz beendet den Krypta-Höhenflug, der mit Trump Wahlsieg begonnen hatte. CNN weiter: „Die Bitcoin-Pleite bedeutet, dass es seinen gesamten ‚Trump-Bump‘ verloren hat. Krypto-Investoren jubelten über Trumps Sieg im November 2024 und schickten Bitcoin und andere Kryptowährungen in die Höhe, nachdem Trump die digitalen Anlagen umarmt hatte, die er einst gemieden hatte, und stattdessen versprach, Regulierungen zu entfernen, die, wie er sagte, Krypto zurückhielten.“
Michael Burry („Big Short“) warnte im Focus gestern sogar von einer „Todesspirale“ von Bitcoin. Nach seiner Analyse hängt auch der deutliche Rückgang von Gold und Silber in den letzten zehn Tagen mit der Krypto-Krise zusammen: Bitcoin-Anleger würden ihre Edelmetalle abstoßen, um mit diesen Einnahmen ihre Krypto-Verluste auszugleichen.
Tatsächlich haben auch Gold (minus 20 Prozent) und Silber (minus 30 Prozent) seit Ende Januar stark verloren. Aber die aktuellen Kurse der Edelmetalle rangieren noch immer über den Kursen vom Dezember 2025, während Bitcoin auf den Stand von November 2024 zurückgeworfen wurde.
Markus Krall und Florian Homm warnen
In der Januar-Ausgabe von COMPACT-Magazin mit dem Titelthema „2026: Das Jahr des Goldes“ haben wir verschiedene Experten befragt, was derzeit auf den Finanzmärkten los ist. Unter anderem hat Markus Krall in unserem Interview auch zu Kryptwährungen Stellung bezogen. Hier ein Auszug:
Markus Krall: „Ich halte den Bitcoin für eine Spekulation, und ich halte den aktuellen Kurs, obwohl er im letzten halben Jahr schon 20 Prozent runtergekommen ist, für eine spekulative Blase. Das liegt daran, dass Bitcoin kein Warengeld ist. Gold war früher ein Warengeld. Was heißt das? Gold wurde nicht immer als Geld verwendet, sondern Gold war ursprünglich eine Ware, die die Leute haben wollten, um Schmuck draus zu machen oder für andere Zwecke. Jeder wollte es haben, weil es knapp und rar und schön anzusehen und gut zu verarbeiten war für verschiedenste, vor allen Dingen künstlerische und schmuckbezogene Zwecke. Und irgendwann mal hat es sich so eingebürgert, als alle es haben wollten, dass es zu Geld mutiert ist. Zu dem Zeitpunkt, wo das der Fall war, gab es aber schon ein stabilisiertes Tauschverhältnis zwischen Gold und dem damaligen Warenkorb. Das waren Pfeilspitzen, Brot, Weizen, Hühner, Äxte, Kleidung, Stiefel oder was auch immer.
Und dieser Warenkorb war zwar noch überschaubar, aber er hat sich im Laufe der Zeit verfeinert. Damit hatte Gold schon mal eine gewisse Grundstabilität, die es über die letzten paar tausend Jahre erstaunlich gut behalten hat. Deswegen ist es so, dass beispielsweise bei den Römern eine edle Toga für einen Senator eine Unze Gold gekostet hat. Im Mittelalter hat eine edle Tracht eine Unze Gold gekostet. Und heute kriegen Sie für eine Unze Gold immer noch einen Top-Maßanzug aus feinstem Stoff. Die Wertstabilität, die Gold hat, ist enorm und enorm lange bewährt. Bitcoin hat diese Wertstabilität nicht, und deswegen ist es kein Geld.“
Ähnlich äußerte sich der frühere Mega-Investor Florian Homm (Spitzname: „Der deutsche Wolf of Wall Street“) in COMPACT 1/2026:
Florian Homm: „Bei Krypto muss man nur wissen: extrem volatil, im Grunde keine echte Währung. Wenn die New Yorker NASDAQ-Börse zehn Prozent steigt, steigt Bitcoin etwa 30 Prozent. Im letzten Jahr lag die Korrelation zum Kurs des IT-Riesens Nvidia bei über 90 Prozent.
Wenn Nvidia zehn Prozent stieg, stieg Bitcoin um rund 9,2 Prozent – ungefähr in diesem Rahmen. Eine Währung, die wie Bitcoin an einem Tag 15 Prozent fällt, hat Eigenschaften wie der argentinische Peso früher oder Sri Lanka und Zimbabwe heute. Das ist keine echte Währung, sondern ein Spekulationsprojekt mit Sexappeal. Jeder muss es für sich entscheiden. Ich kann jeden verstehen, der ein paar Bitcoins hält – keine Wertung. Es geht um den Mix. Und bei mir geht es darum, sowohl nach unten als auch nach oben positioniert zu sein. Fest steht: Gold gibt es immerhin seit 6.000 Jahren.“
Die D-Mark kommt zurück – als Goldmark!
Diese Woche hat sich der Top-Ökonom Franz Hörmann, bis 2021 Professor an der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien, zustimmend zu Krall im Kanal „Show2Go“ geäußert.
Frage: „Markus Krall hat im COMPACT-Magazin gesagt, er ist sich sicher, die D-Mark kommt zurück und diesmal Gold gedeckt. Hältst du das auch für wahrscheinlich?“
Hörmann: „Da bin ich mir absolut sicher und der Schilling genauso. Und auch der Franken wird Gold gedeckt sein. Ja, gar keine Frage.“
Frage: „Also die D-Mark kommt zurück, ja?“
Hörmann: „Ja, selbstverständlich Die ist ja auch schon gedruckt Die ist schon seit 20 Jahren gedruckt. Kurz nach der Einführung des Euros hat ja die Deutsche Bundesbank sofort wieder die D-Mark drucken lassen.“
Das sind sensationelle Analysen, die Sie ausführlich in der COMPACT-Ausgabe „2026 – Jahr des Goldes. Was nach dem Dollar kommt“ nachlesen können. Bei uns kommen die besten Ökonomen zu Wort – und Gerhard Wisnewski zeigt auf, dass der Goldbestand im US-Bunker Fort Knox weitgehend verschwunden sein dürfte. Hier bestellen.





