Was die Bevölkerung derzeit in Teilen der Hauptstadt erlebt, kann alle treffen. Mit Anschlägen auf oder Ausfällen von kritischer Infrastruktur ist jederzeit zu rechnen. Doch jeder kann persönlich für den schlimmsten Fall vorsorgen, wie Survival- und Krisenexperte Lars Konarek in seinem „Handbuch für die Flucht“ verdeutlicht. Hier mehr erfahren.

    Auf den Straßen ist es ungewohnt still. Nachts liegt die Dunkelheit schwer über den Häuserzeilen, nur vereinzelt schneiden Taschenlampen durch das Schwarz. Durch die Fenster sieht man Kerzenlicht flackern. Ampeln sind ausgefallen, Supermärkte verriegelt, Mobilfunknetze nur noch sporadisch erreichbar. In den Wohnungen sinken die Temperaturen, Heizungen bleiben kalt, während draußen der Frost anzieht. Kühlketten brechen zusammen, Geldautomaten sind außer Betrieb, und mit jeder Stunde wächst die Unsicherheit…

    COMPACT vor Ort: Der Blackout in Berlin ist auch Thema des heutigen Brennpunkts von COMPACT-TV um 20 Uhr. Wir sind unterwegs in den betroffenen Stadtteilen. Am besten, Sie abonnieren gleich unseren Youtube-Kanal und aktivieren die Glocke, um keine Sendung mehr zu verpassen.

    In Berlin hat ein mutmaßlicher Anschlag der linksextremen Vulkangruppe auf das Stromnetz zu einer Notsituation geführt, wie sie die Bevölkerung dort seit Jahren nicht mehr erlebt hat. Die Flammen, die an einer Kabelbrücke über dem Teltow-Kanal loderten, haben nicht nur elektrische Leitungen zerstört, sondern auch das tägliche Leben Zehntausender in Chaos gestürzt. Betroffen sind vor allem die Stadtteile Steglitz-Zehlendorf, Lichterfelde, Nikolassee und Wannsee. Schon seit Samstagmorgen sind bis zu 45.000 Haushalte und über 2.200 Unternehmen ohne Strom, die Reparaturen könnten bis Donnerstag andauern.

    Ein Brandanschlag legte die Stromversorgung in Teilen des Berliner Südwestens lahm. Bild: COMPACT/Grok

    Deutlich wird nun: Ein Angriff auf die Stromversorgung – gleichgültig, ob durch Sabotage, Terror oder Cyberattacken – trifft die deutsche Hauptstadt ins Mark. Elektrizität ist die unsichtbare Grundlage fast aller anderen Systeme. Fällt er aus, geraten binnen kurzer Zeit Wasser- und Abwasserversorgung, Telekommunikation, Verkehr, Gesundheitswesen und Lebensmittelversorgung unter Druck. Was abstrakt als „kritische Infrastruktur“ bezeichnet wird, wird plötzlich existenziell erfahrbar: als kalte Wohnung, leeres Regal, nicht erreichbarer Notruf.

    Experten warnen vor Dominoeffekt

    Akut drohen jedoch noch weitere Gefahren. In der Dunkelheit und im Chaos steigt das Risiko für Plünderungen. Ohne Alarmanlagen und Überwachungskameras werden Läden und Wohnhäuser zu leichten Zielen. Berichte aus den betroffenen Vierteln sprechen bereits von vereinzelten Einbrüchen und Diebstählen, obwohl die Polizei Präsenz zeigt. Nur können die Beamten nicht überall aufpassen. Hier gilt das alte Sprichwort: Gelegenheit macht Diebe.

    Dauert der Blackout längere Zeit an, droht weiteres Unheil: Die Versorgungssicherheit könnte zusammenbrechen. Frisches Wasser wird knapp, wenn Pumpstationen ausfallen, Lebensmittel verderben ohne Kühlung, Apotheken können womöglich lebenswichtige Medikamente nicht ausgeben. Zudem fehlen stellenweise Internet und Mobilfunk, was die Koordination von Hilfsmaßnahmen erschwert.

    Experten warnen vor einem Dominoeffekt: Sollte die Stromversorgung mehrere Tage andauern, könnte es zu sozialen Unruhen kommen, da Frustration und Angst wachsen. Schon nach 48 Stunden könnte es die ersten Toten geben, warnen Katastrophen-Fachleute. In einer Stadt wie Berlin, die auf ihre vernetzte Infrastruktur angewiesen ist, zeigt sich nun schmerzlich, wie fragil unser Alltag sein kann.

    Ältere Menschen, Kranke und Kinder

    Dabei sollten kritische Infrastrukturen so ausgelegt sein, dass sie zuverlässig funktionieren – gerade deshalb sind wir an ihre permanente Verfügbarkeit gewöhnt. Diese Gewöhnung ist eine Schwäche. Angriffe auf Energie-, Kommunikations- oder Logistiknetze zielen weniger auf unmittelbare Zerstörung als auf Kaskadeneffekte: Ein lokaler Ausfall kann sich ausbreiten, Abhängigkeiten verstärken sich gegenseitig, Reparaturen werden erschwert, weil wiederum andere Systeme fehlen.

    Patient auf einer Intensivstation. Foto: Photocarioca | Shutterstock.com

    In Ballungsräumen wie Berlin sind diese Abhängigkeiten besonders dicht. Der urbane Alltag ist quasi „just in time“ organisiert: Lebensmittel für wenige Tage, kaum Bargeldreserven, digitalisierte Prozesse. Ein längerer Stromausfall bei winterlichen Temperaturen verschärft die Lage zusätzlich. Ohne Heizung drohen nicht nur Unannehmlichkeiten, sondern reale Gesundheitsgefahren – für ältere Menschen, Kranke, Kinder. Gleichzeitig steigt das Konfliktpotenzial, wenn Ressourcen knapp werden und Informationen fehlen.

    Die richtigen Entscheidungen treffen

    Was für Berlin gilt, gilt genauso für andere Gebiete in Deutschland. Und so bedrohlich dieses Szenario auch ist – man sollte vor allem eines: Ruhe bewahren! Das ist keine Floskel, sondern eine konkrete Handlungsanweisung, wie der Ex-Elitesoldat und Survival-Experte Lars Konarek in seinem „Handbuch für die Flucht“ eindringlich vermittelt. Wer besonnen bleibt, trifft bessere Entscheidungen, schont Ressourcen und hilft nicht nur sich selbst, sondern auch anderen – so die einfache, aber entscheidende Formel.

    Viel besser als Chuck Norris: Survival- und Selbstverteidigungsexperte Lars Konarek. Foto: KOPP Verlag

    Dazu gehört auch, den eigenen Bedarf realistisch einzuschätzen: Vorräte nicht horten, sondern teilen, wenn möglich. Wasser sparsam verwenden, Lebensmittel kühlen oder konservieren, soweit es geht. Warme Kleidung kann fehlende Heizung teilweise kompensieren. Kerzen und offene Flammen sollten mit Vorsicht genutzt werden, um Brände zu vermeiden.

    Ebenso entscheidend ist die Gemeinschaft. Nachbarschaftliche Netzwerke sind in Krisen oft wirksamer als zentrale Strukturen. Wer weiß, wer im Haus auf Hilfe angewiesen ist, wer medizinische Kenntnisse hat oder ein batteriebetriebenes Radio besitzt, schafft Resilienz. Informationen sollten, wenn möglich, aus verlässlichen Quellen stammen und nicht ungeprüft weitergegeben werden.

    Selber vorsorgen – statt auf den Staat hoffen

    Der Titel „Handbuch für die Flucht“ sollte dabei nicht missverstanden werden: Konarek beschäftigt sich in seinem Ratgeber nämlich nicht nur mit akuten Fluchtsituationen, sondern mit Vorsorge und Verhalten bei Extremsituationen.

    Dabei malt der Autor keineswegs sensationsheischende Untergangsfantasien an die Wand, sondern spielt nüchtern durch, was passiert, wenn staatliche Strukturen zeitweise versagen – sei es durch Blackouts, Naturkatastrophen oder andere Krisen. Besonders wertvoll ist der Perspektivwechsel: Konarek fragt nicht, was „die Behörden“ tun sollten, sondern wie sich jeder Einzelne realistisch vorbereiten und was er im Ernstfall leisten kann.

    Outdoor und Survival: Auch mit einfachen Mitteln kann man viel erreichen. Foto: KielakRob | Shutterstock.com

    Das Buch bietet praktische Denkanstöße zum Verhalten bei Infrastrukturausfällen, zur eigenen mentalen Vorbereitung und zu ethischen Fragen in Ausnahmesituationen. Es geht nicht um Flucht im panischen Sinn, sondern um Handlungsfähigkeit: Wann bleibe ich, wann gehe ich, wie treffe ich Entscheidungen unter Unsicherheit? Viele der beschriebenen Szenarien wirken in ruhigen Zeiten theoretisch – bis ein Ereignis wie der aktuelle Blackout zeigt, wie schnell Theorie zur Praxis wird. Mit Stromausfällen beschäftigt sich sogar ein ganzes Kapitel dieses gerade jetzt immens wichtigen Ratgebers.

    Wertvolle Ratschläge für alle Szenarien

    Konarek betont besonders auf die Vorbereitung auf den „Worst Case“ – und gibt wichtige Tipps und Anleitungen für den Fall, dass es noch schlimmer wird: Wie packt man einen Fluchtrucksack (Bug-out-Bag) mit Essentials wie Werkzeugen, Nahrung und Erste-Hilfe-Set? Wie baut man ein improvisiertes Lager, bereitet Wasser auf oder findet Nahrung in der Wildnis?

    Besonders hilfreich sind die Kapitel zu mentaler Stärke und Orientierung ohne Technik – Themen, die in Berlin gerade hochaktuell sind. Konarek sensibilisiert in seinem „Handbuch für die Flucht“ dafür, dass sogar ein Ortswechsel unausweichlich wird, etwa bei anhaltendem Chaos oder Eskalation. Ein Sonderteil richtet sich an Frauen, die allein unterwegs sind, mit Tipps zu Selbstverteidigung und unauffälligem Reisen.

    Sicherheit beginnt im eigenen Kopf

    Angriffe auf die kritische Infrastruktur von Städten sind nicht allein ein Sicherheitsproblem, sondern eine gesellschaftliche, aber auch persönliche Herausforderung. Technische Schutzmaßnahmen, Redundanzen und schnelle Reparaturkapazitäten sind unerlässlich – ebenso wie transparente Kommunikation. Doch Resilienz entsteht auch von unten: durch aufgeklärte Bürger, die wissen, was sie tun können, ohne in Alarmismus zu verfallen.

    COMPACT vor Ort: Der Blackout in Berlin ist auch Thema des heutigen Brennpunkts von COMPACT-TV um 20 Uhr. Wir sind unterwegs in den betroffenen Stadtteilen. Am besten, Sie abonnieren gleich unseren Youtube-Kanal und aktivieren die Glocke, um keine Sendung mehr zu verpassen.

    Der aktuelle Blackout – so begrenzt er räumlich und zeitlich sein mag – wirkt wie ein Brennglas. Er zeigt, wie schmal der Grat zwischen normalem Alltag und Ausnahmezustand ist. Er erinnert daran, dass Sicherheit mehr ist als Polizeipräsenz oder digitale Firewalls. Sie beginnt im eigenen Kopf, im Wissen um Risiken und im Willen, vorbereitet zu sein. Lars Konarek zeigt Ihnen in seinem in seinem „Handbuch für die Flucht“, was Sie jetzt tun müssen, um den Ernstfall meistern zu können.

    Sorgen Sie selbst vor: Lars Konarek zählt zu den führenden Spezialisten für Survival und Selbstverteidigung in Deutschland. In seinem „Handbuch für die Flucht“ erklärt er, wie Sie sich gegen Blackouts und andere Extremsituationen wappnen können. Hier bestellen.

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