Massenflucht aus der Ukraine: Nachdem das seit dreieinhalb Jahren geltende Ausreiseverbot für junge Männer aufgehoben wurde, bilden sich an den Grenzen lange Staus. Statt an der Front für Selenskyj sterben zu wollen, machen sich die Menschen auf den Weg Richtung Westen. Während die Ukrainer mit den Füßen gegen die Wehrpflicht abstimmen, möchte die deutsche Regierung unsere Jugend an der Ostfront verheizen. In unserer brandneuen COMPACT-Septemberausgabe „Der Totengräber. Wie Merz Deutschland das Grab schaufelt“ decken wir die Kriegspläne auf und zeigen, warum es Widerstand gegen die Wehrpflicht braucht. Hier mehr erfahren.

    Seit Kriegsbeginn war es Ukrainern im Alter von 18 bis 22 Jahren untersagt, das Land zu verlassen. Zumindest dem normalen Fußvolk, insbesondere Männer aus den besseren Schichten schafften es trotzdem, sich dem Krieg zu entziehen. Jetzt wurde das Ausreiseverbot aufgehoben – offenbar mit dem Kalkül, Ukrainern, die sich derzeit im Ausland befinden, auch eine Wiedereinreise zu ermöglichen. Niemand soll gegen seinen Willen zur Armee eingezogen werden, heißt es von Seiten der ukrainischen Behörden. Ein allzu großes Vertrauen in solche Aussagen dürfte jedoch nicht bestehen, täglich kursieren Videos in sozialen Netzwerken, in denen zu sehen ist, wie Zwangsrekrutierer Menschen durch ukrainische Städte jagen, die verzweifelt versuchen, Selenskyjs Häschern zu entkommen.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenski. Hier bei einem Besuch in Berlin im Oktober 2024. Foto: Juergen Nowak / Shutterstock.com

    Trotz allen Versuchen, die männliche Jugend am Verlassen des Landes zu hindern, leben mittlerweile 5,6 Millionen Ukrainer im Ausland, die meisten davon in Deutschland, Österreich, Tschechien und Polen. Wie groß darunter der Anteil von Männern im kriegsfähigen Alter ist, lässt sich nicht genau beziffern, er dürfte jedoch ebenfalls in den Millionenbereich gehen. Unter den ehemals 44 Millionen Einwohnern der Ukraine hat ein regelrechter Exodus eingesetzt, jeder weitere Kriegstag führt zu einem Ausbluten der Rest-Ukraine, weshalb es – eigentlich – im ukrainischen Interesse sein sollte, eine diplomatische Friedenslösung zu finden.

    🇵🇱🇺🇦In just one day above 10k young men from Ukraine under the age of 22 arrived in Warsaw, Poland. Finally Freedom!
    It’s worth to be noted that they are listening to the Russian music by Belarus singer Max Korzh singing the song “On the way to Amsterdam” in Russian language🤷‍♂️🙃 pic.twitter.com/gSD6bBh1Ep

    — Roberto (@UniqueMongolia) August 29, 2025

    10.000 Ukrainer feiern Party in Warschau

    Welche Dimension die aktuelle Fluchtwelle junger Männer angenommen hat, verdeutlichen Bilder aus Warschau: 10.000 Ukrainer, die innerhalb eines Tages die polnische Hauptstadt erreichten, feierten eine riesige Party, bei der immer wieder das Lied „Auf dem Weg nach Amsterdam“ des weißrussischen Sängers Max Korzh ertönte. Die Stoßrichtung scheint klar zu sein und die Wahrscheinlichkeit, dass ein größerer Teil der Flüchtenden jemals wieder dauerhaft in die Ukraine zurückkehren wird, sinkt von Tag zu Tag.

    Die Ukrainer fliehen vor dem Wehrdienst, aber unsere Jugend soll an die Front? In unserer brandneuen COMPACT-Septemberausgabe „Der Totengräber. Wie Merz Deutschland das Grab schaufelt“ gehen wir hat mit der geplanten Wiedereinführung der Wehrpflicht ins Gericht. Jetzt das Heft bestellen!

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