Im sächsischen Altenberg wurde der AfD-Politiker André Barth mit fast 62 Prozent zum Bürgermeister gewählt, in Brandenburg unterlag AfD-Bewerberin Antje Ruhland-Führer bei der Stichwahl um das Landratsamt im Kreis Oberspreewald-Lausitz dem CDU-Politiker Alexander Erbert. Unterdessen wächst der Frust mit der Brandmauer. Darum jetzt ein Zeichen setzen –  mit der Kanzlermedaille Alice Weidel und dem Höcke-Taler. Hier mehr erfahren.

    Die AfD stellt ihren dritten Bürgermeister in Sachsen: Am Sonntag konnte sich ihr Bewerber André Barth bei der Bürgermeisterwahl in Altenberg (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) schon im ersten Wahlgang mit der erforderlichen absoluten Mehrheit durchsetzen. Laut vorläufigem Ergebnis erreichte Barth 61,8 Prozent der Stimmen. Der AfD-Landtagsabgeordnete hatte die Amtsgeschäfte in Altenburg zuvor bereits kommissarisch geführt.

    Der Urnengang in dem rund 7.500 Einwohner zählenden Wintersportort war notwendig geworden, weil das bisherige Stadtoberhaupt Markus Wiesenberg (CDU) im Sommer 2025 zurückgetreten war, nachdem er eine Blockadehaltung im Stadtrat bemängelt hatte. Daraufhin übernahm sein bisheriger Stellvertreter Barth die Amtsgeschäfte. Neben ihm stellt die Sachsen-AfD bereits in Großschirma (Mittelsachsen) und Pirna (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) den Bürgermeister.

    Barth war der einzige Kandidat, der in Altenburg für eine Partei angetreten war. Die zweitmeisten Stimmen erhielt nach vorläufigem Ergebnis die Einzelkandidatin und Sozialpädagogin Johanna Franz mit 21,3 Prozent. Der Kriminalbeamte Steffen Götze, der für die Wählervereinigung Geising antrat, erreichte 7,6 Prozent, die Einzelkandidaten Lars Schlegel (Diplom-Ingenieur) und Attila Dorkó (Kriminalpolizist) 4,9 und 4,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,8 Prozent.

    AfD-Kandidatin unterliegt

    Kein Sieg war der AfD hingegen bei der Stichwahl um den Posten des Landrates im brandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz beschieden. Dort setzte sich am Sonntag der bisherige Gesundheitsdezernent Alexander Erbert (CDU) laut vorläufigem Endergebnis mit 53,4 Prozent der Stimmen gegen seine AfD-Kontrahentin Antje Ruhland-Führer (AfD) durch, die auf 46,6 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 45,2 Prozent.

    CDU-Mann Erbert folgt auf den bisherigen parteilosen Landrat Siegurd Heinze, der nach 16 Jahren im Amt nicht erneut angetreten war. Die Wahl sorgte auch bundesweit für Interesse, da die Chance bestand, dass die AfD in Brandenburg das erste Landratsamt erobert. In thüringischen Landkreis Sonneberg stellt die Partei mit Robert Sesselmann bereits seit 2023 den Landrat – den ersten und bislang einzigen der AfD in Deutschland.

    Im ersten Wahlgang am 11. Januar hatte keiner der Kandidaten die erforderliche Mehrheit von über 50 Prozent der Stimmen erreicht hatte. Erbert kam damals auf 48,8 Prozent, Ruhland-Führer, die von COMPACT-TV im Wahlkampf besucht wurde, auf 43,6 Prozent und Evgeni Kivman von der Tierschutzpartei auf 7,6 Prozent.

    AfD vor Erfolg in Baden-Württemberg

    Nicht nur in der AfD schaut man nun gespannt auf Baden-Württemberg, wo am 8. März ein neuer Landtag gewählt wird. Laut der letzten Umfrage, die am 22. Januar von Infratest dimap veröffentlicht wurde, liegen die Blauen im Ländle mit ihrem Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier bei 20 Prozent – hinter der CDU, der 29 Prozent vorausgesagt werden, sowie den Grünen, die nach diesen Zahlen auf 23 Prozent hoffen können.

    Die SPD käme demnach nur noch auf acht Prozent und lägen damit nur knapp vor der Linkspartei, die laut Infratest dimap derzeit sieben Prozent wählen würden. Die FDP muss mit fünf Prozent um den Wiedereinzug in den Stuttgarter Landtag bangen.

    Bei der Landtagswahl 2021 in Baden-Württemberg erreichte die AfD ein Ergebnis von 9,7 Prozent, die Grünen lagen noch bei 32,6 Prozent, die CDU bei 24,1 Prozent. Die FDP lag mit 10,5 Prozent noch deutlich über der Fünf-Prozent-Hürde, die Linken mit 3,6 Prozent klar darunter. Die SPD fuhr schon vor fünf Jahren mit 11,0 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis im Ländle ein.

    Brandmauer immer unbeliebter

    Nun ergab eine Umfrage des Instituts YouGov, dass sich knapp die Hälfte der Befragten in Baden-Württemberg für eine Zusammenarbeit der etablierten Parteien mit der AfD aussprechen. Demnach gab knapp ein Viertel der Befragten (24 Prozent) an, die anderen Parteien sollten von Fall zu Fall entscheiden, ob sie die Blauen in Mehrheitsentscheidungen einbinden, während sogar 26 Prozent eine generelle Zusammenarbeit mit der AfD, auch in Form von Koalitionen, befürworten. 42 Prozent der Befragten lehnen jegliche Zusammenarbeit mit den sogenannten Rechtspopulisten ab, acht Prozent haben gar keine Meinung dazu.

    Auch bei der Frage, welche Koalitionen die Befragten nach der Landtagswahl bevorzugen würden, zeigt sich viel Offenheit gegenüber der AfD. Laut der YouGov-Erhebung würde jeder Fünfte eine schwarz-blaue Regierung bevorzugen, was nach den aktuellen Umfragedaten von Infratest dimap rechnerisch möglich wäre, von der Union jedoch nach wie vor kategorisch ausgeschlossen wird.

    Eine Zusammenarbeit von CDU und Grünen, die laut aktuellen Umfragen sonst noch die einzig rechnerisch mögliche wäre, ist mit 21 Prozent nur unwesentlich beliebter. Wenig Zustimmung gibt es für die nach den vorliegenden Zahlen eher unwahrscheinliche sogenannte Deutschland-Koalition aus CDU, SPD und FDP (13 Prozent) sowie die Ampel aus Grünen, SPD und FDP (sieben Prozent). Der Rest der Befragten wünscht sich keine der genannten Koalitionen oder hat keine Meinung dazu. Fakt ist: Die Brandmauer wird bei der Bevölkerung immer unbeliebter, doch die Etablierten wollen nicht daran rütteln.

    Die AfD spricht immer mehr Menschen aus dem Herzen: Jetzt ist es Zeit, um ein Zeichen zu setzen –  mit der Kanzlermedaille Alice Weidel und dem Höcke-Taler. Alle COMPACT-Medaillen aus feinstem Silber finden Sie hier.

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