Die CDU drängte ihn aus den eigenen Reihen. Die Werteunion verließ er selbst. Jetzt öffnet sich eine Tür, die das Establishment erschüttern lässt: Hans-Georg Maaßen, winkt das Comeback dank der AfD. Sie ist unsere Kanzlerin der Herzen! Das bringen wir mit unserer Alice-Weidel-Silbermedaille zum Ausdruck. Hier mehr erfahren.

    Chemnitz, Herbst 2018: Ein einziger Satz über ausgebliebene Hetzjagden genügte, um den ranghöchsten Verfassungsschützer der Republik aus dem Amt zu fegen. Was folgte, waren Jahre des politischen Umherirrens: ein erzwungener Abgang aus der CDU, ein gescheitertes Parteiprojekt, der langsame Abgesang eines Staatsmannes. Doch der Herbst 2026 könnte das Bild vollständig umkehren. Auf die Frage, ob er sich den Posten als Innenminister Sachsen-Anhalts vorstellen könne, sagte Maaßen der Zeit:

    «Wenn es dem Land hilft, würde ich das machen.»

    Maaßen bringt mit, was einer neuen Regierungspartei ohne Verwaltungserfahrung fehlt: Jahrzehnte im Bundesinnenministerium, sechs Jahre als Verfassungsschutz-Präsident, ein tiefes Wissen um Behördenstrukturen und Sicherheitsarchitektur.

    AfD vor absoluter Mehrheit

    Laut einer aktuellen Infratest-dimap-Umfrage liegt die AfD in Sachsen-Anhalt bei 41 Prozent, knapp vor der absoluten Mehrheit. Die übrigen Parteien, die voraussichtlich in den Landtag einziehen, kommen gemeinsam auf etwa 45 Prozent. CDU (26 Prozent), Linke (12 Prozent) und SPD (7 Prozent) kämen zusammen auf etwa 45 Prozent, eine Mehrheit gegen die AfD wäre rechnerisch möglich, politisch aber schwer vorstellbar. Zumal die SPD mit sieben Prozent nur knapp über der Fünfprozenthürde liegt und ihr Einzug in den Landtag keineswegs sicher ist.

    Gefeierter Volksheld: Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bei einer Veranstaltung 2025. Foto: Facebook/Ulrich Siegmund

    Maaßen hat mit AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund bereits Kontakt gehalten: «Das eine oder andere Mal» hätten sie gesprochen, sagt Maaßen gegenüber der Zeit. Dabei hat er Siegmund eine Botschaft mitgegeben:

    «Wenn die AfD nicht liefert, ist das auch ein Schaden für die Bundespartei.»

    Ein guter Wahlkämpfer sei eben nicht zwangsläufig ein guter Regierender: «Deshalb braucht er gute Leute um sich herum, die ihn unterstützen und professionell sind, damit das nicht zu einem Schiffbruch wird.» Offiziell will die AfD Sachsen-Anhalt die Personalie nicht kommentieren. Hinter den Kulissen ist die Debatte längst im Gang. Mehrere einflussreiche Landespolitiker bestätigten, dass über Maaßen gesprochen wird. Einer von ihnen formuliert es so:

    «Hans-Georg Maaßen ist ein Name, der im Gespräch ist, ja.»

    Ob Maaßen bereits konkret gefragt wurde, wollte er nicht kommentieren. Ein parteiloser Fachmann mit Jahrzehnten Erfahrung im Bundesinnenministerium und als BfV-Präsident wäre für eine AfD-Regierung ohne eigenes Ministeriumspersonal ein strategischer Gewinn. Maaßen kennt die Behörden und weiß, wo die Hebel sitzen.

    Vom Staatsmann zum Beobachtungsobjekt

    Geboren 1962 in Mönchengladbach, studierte Maaßen Rechtswissenschaften in Köln und Bonn, promovierte 1997 mit Auszeichnung über das Asylrecht im Völkerrecht und trat 1991 ins Bundesinnenministerium ein. Dort leitete er unter anderem den Stab Terrorismusbekämpfung. Ab August 2012 führte er das Bundesamt für Verfassungsschutz. Seine öffentliche Infragestellung der Chemnitzer Ereignisse im Herbst 2018 kostete ihn das Amt.

    Hans-Georg Maaßen mit COMPACT-Reporter Paul Klemm. 2021. Foto: COMPACT

    Was folgte, war ein langer Abnutzungskampf mit der eigenen Partei. Der CDU-Bundesvorstand leitete im Februar 2023 ein Ausschlussverfahren ein und entzog Maaßen sofort seine Mitgliedsrechte. Begründung: Er gebrauche wiederholt «Sprache aus dem Milieu der Antisemiten und Verschwörungsideologen bis hin zu völkischen Ausdrucksweisen», so der Beschluss des Präsidiums. Maaßen bestreitet die Vorwürfe. Ein Kreisparteigericht in Thüringen lehnte den Ausschluss zunächst ab. Die Bundespartei legte Beschwerde ein. Im Januar 2024 kam Maaßen dem drohenden Urteil durch eigenen Austritt zuvor, nach 46 Jahren CDU-Mitgliedschaft.

    Wenige Wochen später gründete er die Werteunion als eigenständige Partei, mit dem erklärten Ziel, die Lücke zwischen CDU und AfD zu schließen. Das Projekt scheiterte gründlich: Bei Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg erzielte die Partei Ergebnisse zwischen 0,2 und 0,6 Prozent, bei der Bundestagswahl im Februar 2025 statistisch null. Intern tobte ein Machtkampf. Maaßen sprach von einem «Putsch» gegen seine Person, sein Lager wurde von innerparteilichen Gegnern um die stellvertretende Vorsitzende Sylvia Pantel und den früheren AfD-Chef Jörg Meuthen zurückgedrängt. Im Oktober 2025 legte er den Vorsitz nieder und trat aus. Er schrieb an die Parteimitglieder:

    «Für mich geht es mit der Werteunion nicht mehr weiter.»

    Eine Besonderheit mit symbolischer Sprengkraft bleibt: Das Bundesamt für Verfassungsschutz, das er einst leitete, führt ihn seit Januar 2024 als Beobachtungsobjekt im Bereich Rechtsextremismus. Maaßen hat Klage dagegen eingereicht.

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