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    Im Laufe der Zeit professionalisiert sich jede Partei, so turbulent es auch in den Anfangsjahren zugegangen sein mag. Das zeigte sich erneut bei der gestrigen Vorstandswahl: Statt offener Kampfkandidaturen, wie es früher bei AfD-Parteitagen üblich war, wurden die Absprachen vorher in Hinterzimmern getroffen und die Delegierten hielten sich daran, zumindest fast immer. Dass die Doppelspitze von Tino Chrupalla und Alice Weidel wieder gewählt wurde, dieses Mal mit deutlich stärkerem Ergebnis für Weidel (beim letzten Bundesparteitag hatte noch Chrupalla die Nase vorn), ist ein Zeichen der Kontinuität und einer der Gründe für den Erfolg der AfD. Auch, wenn parteiintern an dieser Konstellation gesägt wird.

    Die starke Frau der Partei: Die große Mehrheit im neuen Bundesvorstand sind Vertraute von Alice Weidel. Foto: COMPACT

    Ukraine-Unterstützer als Stellvertreter

    Doch hinter der Doppelspitze sammeln sich durchaus umstrittene Personalien, vor allem aus Nordrhein-Westfalen. Während mit Stefan Möller (Thüringen) als zweiten stellvertretenden Vorsitzenden ein enger Vertrauter Björn Höckes den Friedenskurs der Partei stärken dürfte und auch die dritte stellvertretende Parteivorsitzende Katrin Ebner-Stein (Bayern) ursprünglich dem politischen Umfeld des Thüringer Patrioten entstammt, besetzt mit dem Sven Trischler (NRW) ein transatlantischer Hardliner den wichtigen ersten Stellvertreterposten. Befürworter der israelischen Aggression gegen Gaza, Unterstützer der bundesrepublikanischen Aufrüstung und eng verbunden mit dem Wuppertaler Ukraine-Kämpfer Tim Schramm, der keine Möglichkeit auslässt, die Kriegspropaganda gegen Russland zu rühren und auch zu den ersten Gratulanten für Tritschler gehörte.

    Neuer AfD-Vorstand wird westlicher

    Sicherlich, auch Tritschlers Vorgänger Kay Gottschalk war eine umstrittene Personalie, insbesondere durch die Doppelmoral, ein Parteiausschlussverfahren gegen Matthias Helferich zu führen, weil diesem eine Nähe zur Identitären Bewegung angelastet wird, während Gottschalk jüngst selber, wohl neue Unterstützer suchend, zum Remigration Summit nach Portugal reiste. Zumindest außen- und friedenspolitisch dürfte sich die Wahl des Westextremisten Tritschler jedoch deutlich verhängnisvoller erweisen, als die des opportunistisch auftretenden Gottschalks.

    Lucassen und Gnauck: Die Joschka Fischers der AfD

    Als Unterstützer von Tritschler gilt ein weiteres Bundesvorstandsmitglied aus NRW, Maximilian Kneller, darüber hinaus bleibt Hannes Gnauck, über dessen Positionierung als NATO-Stahlhelmer in der AfD bereits mehrfach von COMPACT berichtet wurde, im Vorstand und hat zukünftig als Schatzmeister sogar noch stärkeren Einfluss. Unterstützer von Tino Chrupalla, die für einen konsequenten Friedenskurs, der den Aufstieg der AfD seit 2022 überhaupt erst ermöglicht hat, stehen, mussten den Vorstand verlassen – was sicherlich nicht immer nur politisch-inhaltliche Gründe hat, sondern auch ein Resultat üblicher Personalkämpfe innerhalb einer Partei ist.

    Doch am Ende bleibt festzuhalten: Der neue AfD-Bundesvorstand ist ein deutliches Stück transatlantischer und westlicher geworden, nicht nur auf den Westen der Bundesrepublik bezogen. Wie sich das auf das Auftreten der Gesamtpartei auswirkt, wird sich noch zeigen.

    Das ist der neue Bundesvorstand:

    Parteivorsitzende: Alice Weidel (Baden-Württemberg) und Tino Chrupalla (Sachsen)

    Stellvertretende Parteivorsitzende: Sven Tritschler (Nordrhein-Westfalen), Stefan Möller (Thüringen), Katrin Ebner-Steiner (Bayern)

    Schatzmeister: Hannes Gnauck (Brandenburg)
    Stellvertretender Schatzmeister: Alexander Jungbluth (Rheinland-PFalz)
    Schriftführer: Denis Hohloch (Brandenburg)

    Beisitzer: Marc Jongen (Baden-Württemberg), Martin Reichardt (Sachsen-Anhalt), Heiko Scholz (Hessen), Micha Fehre (Niedersachsen), Maximilian Kneller (Nordrhein-Westfalen), Jean-Pascal Hohm (Brandenburg)


    Wichtige Weichenstellung: Die erfolgreiche Doppelspitze von Tino Chrupalla und Alice Weidel führt die Partei weiter an. Das feiern wir mit unserer Mega-Rabatt-Aktion – bis Dienstag (7. Juli 2026) gibt es 5 Euro Rabatt auf jede Silbermedaille der beiden AfD-Vorsitzenden. Jetzt bestellen und beim Bestellvorgang den Gutschein-Code ERFURT eingeben!

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