Heute vor 145 Jahren wurde der Ökonom Ludwig von Mises geboren. Seine Geldtheorie war wegweisend, sein Plädoyer für Gold nur konsequent. Ein ebenso knappes Gut ist unser Patrioten-Schmuckrahmen mit den Silbermedaillen Weidel, Höcke, Chrupalla und Siegmund, denn davon sind jetzt nur noch 16 Stück übrig. Hier noch ein Exemplar ergattern.

    Allein im 20. Jahrhundert gab es über zwanzig Hyperinflationen. Der innere Wert des Geldes schwindet zunehmend, während er nominal unverändert bleibt. Dies geschieht vor allem über die Ausweitung der Geldmenge durch Zentralbanken und Kreditvergabe. Dadurch steigt die Menge des umlaufenden Geldes schneller als die Menge der Güter, die es repräsentiert – mit dem Ergebnis eines realen Kaufkraftverlustes.

    Der Fehler liegt im System

    Der Fehler liegt im System – nämlich im System des ungedeckten Papiergeldes, auch Fiat Money genannt. Dies erkannte der Wiener Ökonom Ludwig von Mises (1881–1973) bereits Anfang des vorigen Jahrhunderts. In seinem 1912 erschienenen Werk «Die Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel» vertrat er im Gegensatz zur damals vorherrschenden neoklassischen Theorie die Ansicht, dass Geld ein Gut wie jedes andere sei und auch so behandelt werden müsse – allerdings mit einer Besonderheit: Es sei das liquideste aller Güter, da es allgemein als Tauschmittel für Waren akzeptiert werde. Dies sei im Grunde auch die einzige Funktion des Geldes.

    Geld, Gold und Götter

    Daraus folgt, dass bei einer Ausweitung der Geldmenge der Tauschwert der Währung sinkt. Dies komme, so von Mises, letztlich nur jenen zugute, die das frisch geschöpfte Geld als erste erhalten, weil sie noch zu unveränderten Preisen kaufen könnten. Diejenigen aber, die das neue Geld später oder gar nicht bekämen, seien die Verlierer, denn sie müssten hinnehmen, dass Scheine und Münzen an Wert verloren hätten und die Preise inzwischen gestiegen seien.

    Von Lemberg nach New York

    Gegenspieler: John Maynard Keynes und Ludwig von Mises. Foto: Collage: COMPACT/ChatGPT unter Verwendung von Ludwig von Mises Institute, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

    Zu diesen Erkenntnissen kam der Ökonom zu seiner Zeit als Professor an der Universität Wien. Am 29. September 1881 als Sohn des Oberingenieurs Arthur Edler von Mises und seiner Frau Adele in Lemberg (damals Hauptstadt des Kronlandes Galizien in der k.u.k. Monarchie) geboren, begann Ludwig von Mises nach dem Abitur ein Studium der Rechtswissenschaft in Wien, das er im Februar 1906 mit der Promotion abschloss.

    Im Ersten Weltkrieg diente von Mises als Offizier, an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien hatte er sich kurz zuvor für politische Ökonomie habilitiert. Von 1918 bis 1934 lehrte er Volkswirtschaft in Wien, ging dann in die Schweiz und später in die USA. 1946 wurde ihm die US- Staatsbürgerschaft verliehen. Von 1945 bis 1969 – damals als ältester lehrender Professor in den USA – hatte von Mises an der New York University einen Stiftungslehrstuhl inne. 1973 verstarb der Ökonom in New York.

    Geldflut per Druckerpresse

    Bei seiner Geldtheorie orientierte sich von Mises an der Grenznutzentheorie seines Landsmannes Carl Menger (1840–1921). Demnach würden in einer Volkswirtschaft zuerst das Wichtigste, dann das weniger Relevante und zuletzt die unwichtigen Güter gekauft. Der Nutzen einer zusätzlichen Einheit einer Ware nehme deshalb mit steigender Menge ab. Übertragen auf das Geld bedeutet das: Der Nutzen der zusätzlich ausgegebenen Geldeinheit ist geringer als Nutzen des zuvor verausgabten Geldes – und weil dies durch die Güter zum Ausdruck kommt, die man für eine Einheit eintauschen kann, nimmt die Kaufkraft des Geldes bei steigender Menge ab.

    Goethe und das Geld

    Daraus wiederum folgt, dass ein Ausweiten der Geldmenge per Druckerpresse oder Kreditvergabe – wie es im heutigen Papiergeldsystem der Fall ist – zwangsläufig zu Fehlentwicklungen und Krisen führt. Sie ist nicht nur inflationär, sondern senkt auch den Marktzins künstlich, setzt dadurch Investitionen in Gang, die sonst nicht getätigt worden wären und die darauf angewiesen sind, dass der Marktzins immer manipulativ niedergehalten bleibt. Wir leben also permanent auf Pump.

    Ungehörter Mahner

    Die US-Regierung betrieb eine solche Geldpolitik schon in den 1950er Jahren und brachte immer mehr neue Dollars per Kreditvergabe in Umlauf, die nicht mehr – wie es eigentlich vorgesehen war – durch Goldbestände gedeckt waren. Den totalen Dammbruch markierte schließlich die komplette Aufhebung des Goldstandards und des Systems fester Wechselkurse am 15. August 1971 durch Präsident Richard Nixon.

    Mit seiner Warnung bleibt von Mises nach wie vor ungehört. Seit dem Ende der Goldbindung sind der Geldschöpfung durch Zentralbanken kaum noch natürliche Grenzen gesetzt. Gerade darin sah der Ökonom eine der größten Gefahren für die Stabilität einer Währung: Wo Geld beliebig vermehrt werden kann, ist sein Wert letztlich vom Vertrauen in jene Institutionen abhängig, die über seine Menge bestimmen. Gold dagegen lässt sich weder per Knopfdruck noch durch einen Federstrich vermehren.

    Nur noch 16 Exemplare: Unser Patrioten-Schmuckrahmen mit den Silbermedaillen Weidel, Höcke, Chrupalla und Siegmund ist fast ausverkauft. Hier noch ein Exemplar ergattern.

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