Die US-Schauspielerin lässt sich vom Shitstorm nach ihrer neuen Werbekampagne nicht einschüchtern. Nun springen ihr auch andere Promis bei. An Sydney und am neuen COMPACT-Regenschirm perlt alles ab. Ihr perfekter Begleiter in stürmischen Zeiten. Hier mehr erfahren.
Angeblich soll sie 200.000 Follower auf Instagram verloren haben: Die Welle der Empörung nach der als sexistisch gebrandmarkten Werbekampagne von Sydney Sweeney für den Sportwettenanbieter Novig hat Spuren hinterlassen. Mehrere Sportlerinnen hatten die US-Schauspielerin für ihre freizügigen Fotos kritisiert, Feministinnen und Woke sattelten drauf.
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COMPACT unterstützenDoch Sydney lässt sich von diesem Shitstorm nicht beeindrucken. Sie sagt: «Bei der Kampagne ging es darum, eine spielerische Idee aufzugreifen. Das Konzept ist einfach: den ganzen Lärm auszublenden und den Fokus vollständig auf den Sport zu richten. Die Kampagne setzt diese Idee mit Selbstbewusstsein, Humor und einer spielerischen Note um.»
Genau das bestreiten ihre Kritiker. Das Werbevideo und die Anzeigen seien «nicht nur ein Schlag ins Gesicht für jede Frau, die ihr Leben der Perfektionierung ihres Sports gewidmet hat, sondern für jede Frau, die Sport um seiner selbst willen genießt», erklärte etwa die australische Tennisspielerin Ariarne Titmus.
Sportlerinnen zogen blank
Dabei gab es schon viele Sportlerinnen, die sich selbst für den Playboy und andere Magazine auszogen und ihren durchtrainierten, ästhetischen Körper präsentierten. Genau das dokumentierte Sydney Sweeny nun auf ihrer Instagram-Seite. Dort veröffentlichte sie eine Reihe früherer Aufnahmen, auf denen weibliche wie männliche Athleten nackt oder halbnackt posierten.
Darunter befinden sich nicht nur Fotos der US-Tennisspielerin Serena Williams, die 23 Grand-Slam-Titel gewann, sondern auch Bilder der MMA-Kämpferin Ronda Rousey, die fünffache Basketball-Olympiasiegerin Sue Bird und sogar US-Fußballerin Megan Rapinoe, eine bekennende Feministin. Die Aufnahmen stammen unter anderem aus dem US-Sportmagazin ESPN.
Promis für Sydney
Inzwischen trauen sich auch prominente Unterstützer Sweeneys aus der Deckung. Brett Cooper, US-amerikanische Kommentatorin und Moderatorin, argumentiert, Sydney bestimme schlicht selbst über ihren Körper. Cooper weiter: «Sie durchbricht die gläserne Decke in der Sportwettenbranche, wenn man bedenkt, dass sie Miteigentümerin dieses Unternehmens ist und bei der Werbung, in der sie nackt zu sehen ist, die kreative Leitung übernommen hat.»
Marina Hyde, Kolumnistin des britischen Guardian, hält die Empörung über die Werbekampagne zwar für fehlgeleitet, meint aber, dass es daran durchaus kritikwürdiges gebe, nämlich dass die Schauspielerin Glücksspiel beziehungsweise Sportwetten bewerbe.
Und was sagt das Unternehmen? Jacob Fortinsky, Mitgründer und Geschäftsführer von Novig, versuchte, den Sportlerinnen, die die Anzeigenserie und den Clip kritisierten, den Wind aus den Segeln zu nehmen. Er sagt:
«Wir hatten nie die Absicht, Frauensport darzustellen. Sydney ist eine Schauspielerin, einer der größten Filmstars der Welt. Wir sind ein Prognosemarkt, der sich auf Sport konzentriert, und genau das war die Geschichte, die sie vermittelt hat.»
Gegenüber dem Guardian erklärte er zudem: «Sydney versteht es hervorragend, die Aufmerksamkeit eines Publikums auf sich zu ziehen und im Mittelpunkt zu stehen. In gewisser Weise zwingt uns das in die landesweite öffentliche Debatte.» Jetzt spricht jeder darüber. Die Strategie ist aufgegangen.
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