Bundestrainer Jürgen Klopp hat ein Bekenntnis zu Schwarz-Rot-Gold abgelegt – allerdings verbunden mit einem Seitenhieb auf die AfD: Man solle Nationalstolz nicht den «falschen Leuten» überlassen. Mit dem COMPACT-Shirt «Sieg für Deutschland» zeigen Sie über den Fußball hinaus, dass Sie zu unserem Land stehen. Hier mehr erfahren.
Eigentlich wollte er nur den neuen DFB-Kader vorstellen, doch dann wurde er ungewohnt politisch: Bundestrainer Jürgen Klopp hat sich bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Frankfurt für Patriotismus und einen positiven Bezug zur deutschen Fahne ausgesprochen. Dabei konnte er sich allerdings einen Seitenhieb auf die AfD nicht verkneifen, ohne die Partei explizit zu nennen.
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COMPACT unterstützen«Die Fahne zurückholen»
Auf eine Reporterfrage nach seiner Kappe mit Schwarz-Rot-Gold antwortete Klopp, dass darin «ganz viele Botschaften stecken». Zwar sei es wichtig, wieder «Spaß zu haben an der ganzen Nummer», so der Bundestrainer. Allerdings habe vor Kurzem «eine Wahl stattgefunden, die viele Leute ganz okay fanden, bei der aber auch viele dachten: Ach du lieber Himmel, was passiert denn da?» Damit bezog sich Klopp offensichtlich auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor knapp zwei Wochen, bei der die AfD mit 43,8 Prozent stärkste Partei wurde.
Der Bundestrainer weiter: «Ich hoffe nicht, dass ich in Zukunft über politische Dinge sprechen muss. Aber ich möchte uns die Fahne zurückholen. Dass man das Gefühl hat, dass man happy ist und dass man das Glück hat, in diesem wundervollen Land zu leben.» Und weiter: «Ich möchte Nationalstolz nicht den falschen Leuten überlassen.» Klopp erklärte zudem: «Ich kann stolz darauf sein, deutsch zu sein, und trotzdem offen und vielfältig und nett, freundlich.» Dies möchte er als «positiven Patriotismus» verstanden wissen.
Im Netz gehen die Meinungen über Klopps Aussagen auseinander: Die einen freuen sich über sein Bekenntnis zu Nationalstolz, Patriotismus und deutscher Fahne, andere sehen in seinen Statements aber auch einen Angriff auf rund 22 Millionen AfD-Wähler, darunter auch viele Fußballfans, die bei den Spielen der Nationalmannschaft mitfiebern. Warum diese nicht auch stolz auf ihre Nation und zugleich «offen, nett und freundlich» sein könnten, bleibt das Geheimnis des Bundestrainers. Gerade der Sieger von Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, ist der lebende Beweis dafür.
XXL-Kader mit zwei Teams
Ihre Feuerprobe müssen der Bundestrainer und die Nationalmannschaft Ende September bei der UEFA Nations League bestehen. Klopp hat dazu einen XXL-Kader mit insgesamt 44 Spielern nominiert, aufgeteilt in zwei Teams. Der sogenannte Kader 1 soll die Partien gegen Holland in Amsterdam (24. September) und Griechenland in Augsburg (27. September) bestreiten.
Kader 2 geht bei den Spielen gegen Serbien in München (1. Oktober) und das Griechenland-Rückspiel in Thessaloniki (4. Oktober) aufs Feld. Jamal Musiala, Serge Gnabry (beide Bayern München), Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund) und Torhüter Finn Dahmen (FC Augsburg) sind die einzigen Spieler, die in beiden Teams auftauchen. Nachfolgend alle Spieler der zwei Kader.
Kader 1:
Tor: Finn Dahmen (FC Augsburg), Alexander Nübel (Besiktas), Marc ter Stegen (Ajax Amsterdam)
Abwehr: Hennes Behrens (FC Augsburg), Yann Aurel Bisseck (Inter Mailand), Nathaniel Brown (Bayern München), Max Rosenfelder (SC Freiburg), Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund), Jonathan Tah (Bayern München), Philipp Treu (SC Freiburg), Josha Vagnoman (VfB Stuttgart)
Mittelfeld: Nadiem Amiri (FSV Mainz 05), Bambasé Conté (TSG Hoffenheim), Yannik Engelhardt (SC Freiburg), Chris Führich (VfB Stuttgart), Serge Gnabry (Bayern München), Lennart Karl (Bayern München), Joshua Kimmich (Bayern München), Jamal Musiala (Bayern München), Felix Nmecha (Borussia Dortmund), Kevin Schade (FC Brentford), Anton Stach (Leeds United)
Angriff: Younes Ebnoutalib (Eintracht Frankfurt), Kai Havertz (FC Arsenal)
Kader 2:
Tor: Noah Atubolu (Eintracht Frankfurt), Finn Dahmen (FC Augsburg), Jonas Urbig (Bayern München)
Abwehr: Waldemar Anton (Borussia Dortmund), Ridle Baku (RB Leipzig), Finn Jeltsch (VfB Stuttgart), Maximilian Mittelstädt (VfB Stuttgart), David Raum (RB Leipzig), Malick Thiaw (Newcastle United)
Mittelfeld: Karim Adeyemi (FC Barcelona), Mika Baur (Celtic Glasgow), Tom Bischof (Bayern München), Said El Mala (1. FC Köln), Brajan Gruda (RB Leipzig), Vitaly Janelt (FC Brentford), Felix Keidel (SV Elversberg), Aleksander Pavlovic (Bayern München), Derry Scherhant (SC Freiburg), Florian Wirtz (FC Liverpool)
Angriff: Jonathan Burkardt (Eintracht Frankfurt), Nick Woltemade (Juventus Turin)
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