Der AfD-Spitzenkandidat irritiert mit Äußerungen zur Rüstungsindustrie. COMPACT bietet Interview zur Klärung an. Update: Das Interview findet morgen statt.

    Ulrich Siegmund sorgte gestern mit Äußerungen auf einer Pressekonferenz, die von NTV übertragen wurden, für Irritationen.

    Auf eine Frage nach der geplanten israelischen Drohnenfabrik in Sangerhausen/Sachsen-Anhalt, die von der örtlichen AfD und auch von Siegmunds Fraktionskollegen Hans-Thomas Tillschneider unterstützt wird, äußerte er sich wie folgt:

    „Unsere Position ist ganz klar. Wir verteufeln nicht pauschal die Produktion von Rüstungsgütern, weil wir bei späteren Remigrations- und Abschiebeoffensiven natürlich entsprechende Hilfsmittel brauchen. Auch im Sinne der inneren Sicherheit.“

    Diese Position pro Rüstungsindustrie war kein Bestandteil des Wahlkampfes von Ulrich Siegmund. Und der Einsatz von Rüstungsgütern bei „Remigrations- und Abschiebeoffensiven“ widerspricht dem Versprechen der AfD, bei der Remigration rechtsstaatlich vorzugehen.

    Ich enthalte mich an dieser Stelle weitergehender Kommentare. COMPACT wird Ulrich Siegmund morgen interviewen, und dann werden sich hoffentlich die Dinge klären.

    *** Alles zur Wahl in Sachsen-Anhalt, unter anderem auch das Interview mit Hans-Thomas Tillschneider pro Rüstungsindustrie, in der aktuellen COMPACT. Hier bestellen. ***

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