Stefan Kerth, seit 2018 Landrat in Vorpommern-Rügen, war zwei Jahrzehnte treues SPD-Mitglied. 2023 gab er gefrustet sein Parteibuch ab. Insbesondere die Migrationsfrage trieb ihn um. Jetzt legt er nach. Und wie! Wer sich mit den Folgen des Migrations-Wahnsinns befasst, kommt an der COMPACT-Spezialausgabe „Mädchen. Messer. Morde.“ Nicht vorbei. Hier mehr erfahren.
Bei seinem Austritt aus der SPD von drei Jahren protestierte Landrat Michael Kerth deutlich: „Seit Längerem nehme ich die Politik der SPD und des politischen Lagers links der Mitte als zu stark gesinnungsgeleitet und unzureichend an der Lebensrealität orientiert wahr.“
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COMPACT unterstützenVor allen Dingen in der Asyl-Frage werde viel zu lasch agiert. Sogar über die Intoleranz migrantischer Milieus werde hinweggesehen. „Selbst beim Herzensthema der Gleichberechtigung von Frauen schaut man bereitwillig weg.“ Die Politik seiner Partei werde von vielen Menschen grundsätzlich als abgehoben und wirklichkeitsfremd empfunden. Kerth:
„Die Gesellschaft muss inzwischen Zustände tolerieren, die eines friedlichen, säkularen Rechtsstaates unwürdig sind.“
Und weiter: „Die üblichen rituellen Appelle gegen rechten Populismus stehen Problemlösungen eher im Wege.“ Seine Auffassung: „Angesichts der Stimmung in der Bevölkerung halte ich mehr Mut zu kritischen Debatten für wichtig. Im Rahmen dessen, wie es die Neutralität meines Amtes zulässt, werde ich mich dafür engagieren.“
Wähler werden abgewertet
Jetzt geht Rügens Landrat Stefan Kerth abermals an die Öffentlichkeit: Er kritisiert nicht nur die Asylpolitik der Regierung, sondern spricht seiner früheren Partei auch die Fähigkeit ab, Probleme lösen zu können. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hält er fest: „Die Migrationspolitik ist der Indikator für den Grad des Wahnsinns – und der steht nach wie vor auf Rot.“
Nach Auffassung des 53-Jährigen Politikers stünde der Umgang mit der AfD im Fokus, statt Themen, die Wähler wirklich berühren. Kerth:
„In Dänemark räumt die Sozialdemokratie genau die Themen ab, die hier der AfD überlassen werden.“
Treffend legt er nach: „Wir delegitimieren mit der Bezeichnung ,rechtsextrem‘ im Osten 40 Prozent der Wähler. Wir sagen diesen Menschen: Du bist zwar Staatsbürger, aber so richtig auch wieder nicht. Wir erfinden Bürger erster und zweiter Klasse – solche, die richtig wählen, und solche, die falsch wählen.“ Und weiter: „Keiner wählt die AfD aus Zufall. Und das Grundgesetz sieht keine politisch halbmündigen Bürger vor.“
Das Thema Migration zeige am eindringlichsten auf, dass „in diesem Land nichts verstanden wurde“, Hier werde besonders deutlich, wie abgehoben die und lebensfremd Politik mittlerweile vorgehe. Kerth wörtlich: „Wenn Frau Bas sagt, es gebe keine Einwanderung ins Sozialsystem, dann sagen sich die Leute: ‚Die haben doch alle einen an der Klatsche.‘“
Was die Deutschen wütend macht
Kerth trifft eindeutig einen Nerv. Was die Deutschen besonders wütend macht, sind die ausbleibenden Abschiebungen: Klagen Betroffene gegen einen negativen Asyl-Bescheid, benötigen Gerichte durchschnittlich mehr als 20 Monate für das anstehende Verfahren. Solange werden diese Personen weiter voll vom Steuerzahler alimentiert. Die neuesten Zahlen für 2026: Etwa 9.600 Abschiebungen bei 230.0000 Abschiebepflichtigen. Kerth warnt: „Ohne eindeutiges Gewaltmonopol des Staates entwickeln Parallelgesellschaften eigene Gewaltmonopole“.
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