Die Berliner Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) soll in ihrer Doktorarbeit von 2005 massiv abgeschrieben haben. Plagiatsjäger Stefan Weber dokumentiert 83 Fragmente – von der Danksagung bis zum Klappentext. Sie können sich nicht alles erlauben. Höchste Zeit für eine Wende, höchste Zeit für Kanzlerin Alice Weidel – wir leisten mit unserer Silbermedaille einen Beitrag dazu. Jetzt das gute Stück bestellen!
Berlins Justizsenatorin steht wegen ihrer Doktorarbeit unter Druck. Der österreichische Plagiatsprüfer Stefan Weber hat in einem Gutachten jede Menge Plagiatsfragmente in ihrer Dissertation aus dem Jahr 2005 dokumentiert. Die Arbeit trägt den Titel «Das Recht des Kindes auf Kenntnis der eigenen Abstammung unter Berücksichtigung der Problematik der anonymen Geburt» und wurde an der Universität zu Köln eingereicht.
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COMPACT unterstützenEin dreistes Plagiat
Weber ist der wohl bekannteste und akribischste Plagiatsjäger im deutschsprachigen Raum, hat er doch schon einigen Politikern auf den Zahn gefühlt. In seinem Blog schrieb er über den neuen Skandal:
«Es ist ein dreistes Plagiat, wie ich es in der bundesdeutschen Rechtswissenschaft seit dem Fall Karl-Theodor zu Guttenberg 2011 nicht mehr gesehen habe: Felor Badenberg, die noch 2023 gegenüber dem Tagesspiegel ihrer eigenen Doktorarbeit Plagiatsfreiheit attestierte, hat in dieser in Wahrheit qualitativ und quantitativ werkprägend plagiiert.»
Laut Stefan Weber reichten die Plagiate vom Dankeswort über die Einleitung bis zum Schlusswort und sogar zum Klappentext. Im Wesentlichen habe Badenberg Textbaustein für Textbaustein aus anderen Dissertationen aus den Jahren 1995 und 1999 sowie einen Aufsatz von Schmidt-Didczuhn aus dem Jahre 1989 unzitiert aneinandergereiht. Badenberg habe dabei zahllose Formulierungen, Gedanken und Fußnoten der früheren Arbeiten abgeschrieben. An zwei Stellen habe sie selbst Kapitelbeschreibungen übernommen. An einer Stelle habe sie ins Plagiat «meines Erachtens» eingefügt – den worst case. Webquellen, die sie plagiiert habe, fehlten im Literaturverzeichnis. Es ist also auch noch besonders plump!
Ein ungünstiger Zeitpunkt
Badenberg hat die Universität zu Köln nunmehr um eine unabhängige Prüfung gebeten hat. Die Dissertation sei nach bestem Wissen und Gewissen angefertigt worden, erklärte sie. Die wissenschaftliche Bewertung der einzelnen Stellen sei Gegenstand dieses Verfahrens. Die Uni bestätigt, die Arbeit im Rahmen der üblichen Qualitätsstandards zu prüfen. Damit hat sie erstmal Zeit gewonnen, aber die Vorwürfe wiegen schwer.
Die Vorwürfe fallen für die CDUlerin in einen denkbar ungelegenen Zeitrahmen so kurz vor den Wahlen.. Finanzsenator und CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers stellt sich zwar vor seine Parteikollegin, doch der Schaden ist gewaltig.
Badenberg gilt als verbissene Kämpferin gegen rechts. Vor ihrer Zeit im Berliner Senat war sie Vizepräsidentin des Bundesamtes für Verfassungsschutz und leitete dort ab 2020 die Abteilung Rechtsextremismus. In dieser Funktion trieb sie maßgeblich die Einstufung der AfD als rechtsextremistischen Verdachtsfall voran und galt seither als eine der zentralen «AfD-Jägerinnen».
Was für eine Farce: Es wird höchste Zeit für den Politikwechsel, höchste Zeit für Kanzlerin Alice Weidel – wir leisten mit unserer Silbermedaille einen Beitrag dazu. Jetzt das gute Stück bestellen!





