Plötzlich, jetzt kurz vor den Wahlen, wollen einige Politiker wieder ausbürgern. Eben noch wurden Einbürgerungs-Rekordzahlen gefeiert. Sie lügen und sie täuschen. Mit den Folgen lassen sie uns Deutsche allein. Wir aber vergessen nicht. Unsere Spezialausgabe „Mädchen. Messer. Morde“ bringt die Fakten, die andere verschweigen. Hier mehr erfahren.
Allein im vergangenen Jahr hat es mehr als 300.000 Einbürgerungen gegeben. Das ist ein Höchstwert, der nach Bekanntgabe ausdrücklich gefeiert wurde. Die deutsche Staatsbürgerschaft wird Migranten einfach nachgeworfen. Für dieses Jahr rechnen man mit einer weiteren Steigerung und damit einer Rekord-Zahl seit Einführung der offiziellen Statistik im Jahre 2000. Und die Tendenz ist weiterhin ansteigend.
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COMPACT unterstützenZunehmend können nun auch ukrainische Flüchtlinge die bundesdeutschen Ausweisdokumente beantragen, da immer mehr jetzt die Aufenthaltsfristen erreichen. Die Turbo-Einbürgerung, einst von Nancy Faeser auf den Weg gebracht und von der Merz-Regierung weiter angetrieben, greift nunmehr voll durch.
Einbürgerungsfrist wieder verlängern?
Jetzt, nach dem Attentat von Berlin, bekommen einige Politiker plötzlich kalte Füße. Zuvor war innerhalb der CDU Andreas Throm, innenpolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, als einsamer Rufer in der Wüste aufgetreten. Er fände es richtig, die Einbürgerungsfrist wieder auf acht Jahre zu verlängern und die generelle Zulässigkeit der doppelten Staatsbürgerschaft abzuschaffen, so äußerte er sich unlängst in der Welt.
Bei der vorsichtigen Nachfrage, warum das nicht längst geschehen sei, verweist er dann kurzerhand auf die SPD. Vielleicht könne man den Widerstand umgehen, indem man beschließt, keine Einbürgerungen mehr direkt aus dem Schutzstatus heraus zuzulassen. Die Zeit zu diesem Vorstoß:
„Zunächst müsse sich ein Ausländer dann eine Niederlassungserlaubnis erarbeiten. Erst danach dürfe dann eine Einbürgerungsfrist beginnen. Eine Niederlassungserlaubnis ermöglicht ebenfalls einen unbefristeten Aufenthalt in Deutschland – Voraussetzung ist, dass in der Regel mindestens 60 Monate Einzahlung in die Rentenversicherung nachgewiesen werden.“
Auch Hessens CDU-Innenminister Roman Poseck warb für entsprechende Rechtsänderungen. Er zäumt die Argumentationskette so auf: „Die doppelte Staatsbürgerschaft erschwert die Integration.“ Ein klares Bekenntnis zur deutschen Staatsbürgerschaft gehe mit der doppelten Staatsbürgerschaft nicht in gleicher Art und Weise. Er fordert: „Deshalb sollte diese auf Ausnahmefälle begrenzt werden.“

Nun ist es allerdings so: Immer, wenn CDU-Politiker etwas „fordern“, sind die nächsten Wahlen nicht weit weg. So ist es auch dieses Mal. Mittlerweile sind die Herrschaften durchschaut. Bislang hatten nur AfD-Vertreter gegen die Turbo-Einbürgerung mobil gemacht und Änderungen verlangt. Jetzt aber, da sich blaue Erfolge in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern abzeichnen und die Sicherheitslage sich zuspitzt, werden Politiker der Merz-Partei plötzlich verbal aktiv.
Gefeierte Eibürgerungen
Dass jetzt auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vorprescht und sogar in bestimmten Fällen ausbürgern will, ist besonders unglaubwürdig. Es ist noch gar nicht lange her, da feierte die Staatsregierung etwa 60.000 Einbürgerungen in Bayern. Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann hatte in Fürth feierlich die Einbürgerungsstatistik 2025 vorgestellt und geriet ins Schwärmen:
„2025 war ein Rekordjahr bei den Einbürgerungen in Bayern. Die Gesamtzahl der Einbürgerungen ist im vergangenen Jahr mit 59.573 Fällen im Vergleich zum Vorjahr erneut um zehn Prozent gestiegen. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort.“
Von den im Jahr 2025 eingebürgerten Personen stammen laut Minister Hermann 8.936 und damit rund 15 Prozent aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die meisten Eingebürgerten kamen aus Rumänien mit 2.620, Polen mit 914 und Italien mit 852 Staatsangehörigen. Außerhalb der EU liegen Türken mit 6.495 Eingebürgerten vor Syrern.
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