Robert Habeck, früherer Vizekanzler und umtriebiger Grünen-Politiker, wechselt ausgerechnet in die Immobilienwirtschaft. Ab August heuert er bei der dänischen Investmentgesellschaft Urban Partners an und wird sicher bald wissen, was „Insolvenz“ auf Dänisch heißt. Habecks damaliges Treiben als Wirtschaftsminister war folgenschwer. In diesem Zusammenhang weiterführend und empfehlenswert: „Links-grüne Medienmacht“, das Buch der mutigen Mainstream-Journalistin Julia Ruhs. Hier mehr erfahren.

    Der einstige Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat einen neuen Arbeitgeber gefunden. Ab dem 1. August wird er als Senior Advisor für die dänische Investmentgesellschaft Urban Partners tätig. Das Unternehmen mit Sitz in Kopenhagen verwaltet nach eigenen Angaben Vermögenswerte von mehr als 25 Milliarden Euro und will mit Habecks Unterstützung insbesondere sein Deutschlandgeschäft ausbauen. Ob nun ausgerechnet er dafür geeignet ist, darf bezweifelt werden, ist aber ja nicht unsere Sorge.

    Echt jetzt? Habeck?!

    Nach Angaben von Urban Partners wird Habeck Mitglied des internationalen Beratergremiums des Unternehmens. Seine Aufgabe sei es, die Strategie für nachhaltige Stadtentwicklung weiterzuentwickeln und neue Impulse für Investitionen in klimaneutrale, soziale und wirtschaftlich tragfähige Städte zu liefern. Ja, Habeck soll das machen. Robert Habeck!

    Darüber hinaus soll der ehemalige Grünen-Politiker die Innovationsagenda des Unternehmens vorantreiben. Ein Schwerpunkt liege dabei auf der Umnutzung ehemaliger Industrieflächen, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig den Flächenverbrauch zu begrenzen. Auch die Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen soll ausgebaut werden. Urban Partners versteht sich als europäischer Investmentmanager mit Fokus auf Immobilien und Stadtentwicklung und sieht den Einstieg Habecks als Teil seiner weiteren Expansion in Europa. Er bringen– so heißt es wirklich – „unschätzbare Erfahrung“ und eine „beeindruckende Bilanz im öffentlichen Dienst“ mit.

    Habeck wirkte zuvor schon in diesem Dunstkreis

    Urban Partners ist bereits seit Jahren auf dem deutschen Markt aktiv. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 36 Mitarbeiter an den Standorten Frankfurt, München und Berlin. Zu den jüngsten Investitionen zählen Logistikimmobilien in Ballungsräumen sowie Mehrfamilienhäuser in Berlin, München und Hamburg. Künftig soll Habeck dazu beitragen, die Aktivitäten des Investors in Deutschland weiter auszubauen und Forschungsprojekte zur Stadtentwicklung zu begleiten. Der Wechsel erfolgt rund eineinhalb Jahre nach dem Ende der Ampel-Koalition. Bereits seit August 2025 arbeitet Habeck als Senior Analyst am Dänischen Institut für Internationale Studien.

    Als BRD-Wirtschaftsminister war Habeck drauf und dran, unser Land energiepolitisch auf den Kopf zu stellen. Per Zwang! Stichwort Gebäudeenergiegesetz: Öl- und Gasheizungen sollten raus, Wärmepumpen rein. Wer nicht mitziehen wollte, sollte massiv bestraft werden. Die Rede war von Bußgeldern bis zu 50.000 Euro.

    Filz-Netzwerk

    Wer denkt sich so was aus? Vielleicht Elga Bartsch, damalige Abteilungsleiterin Wirtschaftspolitik in Habecks seinerzeitigen Ministerium. Sie war zuvor Managerin bei Blackrock, einer der weltgrößten Kapitalbeteiligungsgesellschaften. Aber der Minister hatte nach seinem Amtsantritt noch wesentlich mehr Personal seines Geschmacks installiert. So wurde öffentlich, dass Habeck ohne jede Diskussion, Ausschreibung oder Erklärung kurzerhand gleich neun Referatsleiter in seiner Behörde hinausgesäubert hatte.

    Habeck hatte um seinen Kumpel Patrick Graichen, später geschasster Staatssekretär im Wirtschaftsministerium und besonders kompromissloser Klima-Fanatiker, einen Busenfreunde- und Familienclan eingerichtet, der selbst in Bananenrepubliken für Aufsehen gesorgt hätte.

    Unvergessen: Der Graichen-Clan

    In diesem Clan spielten auch dessen Geschwister eine wichtige Rolle. Jakob Graichen gehörte zum Öko-Institut, das immer wieder mit Regierungsaufträgen bedacht wurde, und saß zudem im Arbeitskreis Klimaneutrale Luftfahrt. Als solcher war er direkter Ansprechpartner für das Wirtschafts- und auch das Verkehrsministerium. Schwester Verena saß ebenfalls im Öko-Institut und war darüber hinaus Mitglied im Nationalen Wasserstoffrat, der zu den wichtigsten Einflüsterern der rot-grünen Bundesregierung zählte. Sie ist mit Michael Kellner verheiratet, langjähriger Bundesgeschäftsführer der Grünen und war dann auch Parlamentarischer Staatssekretär bei Habeck.

    Ein weiterer Coup sollte darüber hinaus die Installation von Michael Schäfer als Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (Dena) werden. Schäfer war Trauzeuge von Patrick Graichen. Die Wahl der zuständigen Findungskommission fiel dann tatsächlich auf ihn. In die Karten hatte ihm gespielt, dass Patrick Graichen höchstselbst diesem Gremium angehörte und seinen Kumpel und Schulfreund gegen zehn weitere Bewerber durchboxte und ins Amt hievte.

    Bild: Grok AI Image Generator

    Graichen und Schäfer verschwiegen dem Auswahlgremium ihre enge Verbindung und gingen zur Täuschung betont distanziert miteinander um. Dabei hatten beide vor Jahren auch schon für die Agora Energiewende gearbeitet. Diese sogenannte Denkfabrik ist seit Jahren eine Spinne im Netz, das geheime Zentrum von Habecks paralleler Machtstruktur, seit ihrer Gründung 2012 Schrittmacher des Ausstiegs aus den fossilen Brennstoffen. Graichen war bis 2021 ihr Direktor (dann wurde er Staatssekretär).

    Mit Steuergeldern reichlich gepampert, konnte sie sich immer weiter breitmachen. Agora Verkehrswende, Agora Industrie, Agora Agrar oder auch Agora Digitale Transformation: Ein ganzes Stiftungsgeflecht stand zur Finanzierung bereit. Ganz vorne dabei war die Stiftung Mercator, über die im Juni 2021 sogar die linke Taz staunte: „Keine andere Stiftung investiert so viel Kapital und Arbeit in die deutsche Energiewende.“ Außerdem wirkten mehrere Mitarbeiter der Bundesregierung im sogenannten Rat der Agora mit. Im Aufsichtsrat saß neben Lars Grotewold von Mercator und dem US-Megainvestor Hal Harvey auch Klima-Göre Carla Reemtsma (Fridays for Future) aus dem Stall der Zigaretten-Dynastie, eine Cousine von Luisa Neubauer. Keine weiteren Fragen.

    In diesem Zusammenhang weiterführend und empfehlenswert: „Links-grüne Medienmacht“, das Buch der mutigen Mainstream-Journalistin Julia Ruhs. Hier bestellen.

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