Die Generalbundesanwaltschaft hat im Falle des Anschlags auf Nord-Stream die erste Anklage erhoben und wirft dem Kapitän der Andromeda-Jacht auch ein Kriegsverbrechen vor. Beginnt durch den anstehenden Prozess die Aufklärung, wer die eigentlich Hintermänner des Terroraktes gegen unsere Energieversorgung sind? In der brandaktuellen COMPACT-Juliausgabe „Sommermärchen 2026“ hat Chefredakteur Jürgen Elsässer in seinem Artikel „Tiefes Meer, Tieferer Staat“ den aktuellen Erkenntnisstand analysiert. Und kommt zum Schluss: Die Spur führt zu einem Geheimdienst. Lesen Sie den ganzen Artikel, bestellen Sie das Juli-Heft!
Mit Pressemitteilung vom 2. Juli 2026 gibt die Generalbundesanwaltschaft bekannt, vor dem Oberlandesgericht Hamburg Anklage gegen den Ukrainer Serhij Kuznezow, dem Kapitän der Andromedar-Jacht, erhoben zu haben. Ihm werden nicht nur die bereits bei seiner Festnahme im August 2025 vorgeworfenen Straftaten Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, die Zerstörung von Bauwerken und die Störung öffentlicher Betriebe vorgeworfen, sondern auch das Kriegsverbrechen eines Angriffs gegen zivile Objekte nach § 11 des Völkerstrafgesetzbuches.
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COMPACT unterstützenDamit räumt die höchste deutsche Strafverfolgungsbehörde ein: Der Angriff auf Nord-Stream war ein gegen unser Land gerichtetes Kriegsverbrechen. Dessen Aufklärung trotzdem weiter auf eine Mauer des Schweigens stößt, ein entsprechender Untersuchungsausschuss im Bundestag, den die AfD beantragt hatte, wurde von den Altparteien abgelehnt.
Generalbundesanwaltschaft sieht ukrainische Verantwortung
Inhaltlich führt die Generalbundesanwaltschaft in ihrer Anklageschrift die bereits bekannte Version eines in die Ostsee gestochenen Bootes aus, von dem aus eine Gruppe von Berufstauchern, unter Koodination des Kapitäns Serhii Kuznezow, in die Tiefe hinabgestiegen wäre, um entsprechende Sprengsätze an der Pipeline anzubringen. „Die Yacht war zuvor mit Hilfe gefälschter Ausweispapiere über Mittelsmänner bei einem deutschen Unternehmen in Rostock angemietet worden. Mit ihr transportierten der Angeschuldigte und seine Mittäter größere Mengen militärisch verwendbarer Hochleistungssprengstoffe in internationalen Gewässern bis in die Nähe der dänischen Insel Bornholm. Dort brachte die Gruppe um Serhii K. bis zum 22. September 2022 verschiedene Sprengsätze mit Zeitzündern an den auf dem Meeresgrund verlaufenden Gasleitungen an“, so die Version der Strafverfolgungsbehörde.
Die Spur führt zum US-Geheimdienst
Mittlerweile gibt es zwar zahlreiche Indizien, die tatsächlich auf ein Kommandounternehmen der Ukraine in der Ostsee hinweisen, welches jedoch nicht eigenständig durchgeführt worden sein dürfte, sondern vom amerikanischen Geheimdienst CIA orchestriert wurde.
Jürgen Elsässer schreibt dazu in COMPACT 07/2028:
„An der «Andromeda»-Story ist jedenfalls mehr dran, als ich selbst zunächst wahrhaben wollte. Ebenso übrigens wie der Kreml, der die Nord-Stream-Sprengung zunächst – wie Pulitzer-Preisträger Seymour Hersh – als reine CIA-Operation ganz ohne ukrainische Taucher darstellte. «Ich stimme seinen [Hershs] Schlussfolgerungen voll und ganz zu», sagte Wladimir Putin im März 2023. Doch sein eigener Sprecher Dmitri Peskow korrigierte diese Lesart Ende 2024 und sprach nun ebenfalls davon, dass «ukrainische Saboteure (…) Pipelines am Boden der Ostsee sprengten».“

Detailliert führt Elsässer, unter Berufung auf die Autoren Oliver Schröm und Ulrich Thiele, wie die CIA ab 2015 eine Sondereinheit aus ukrainischen Agenten ausbildete, deren Ziel Operationen wie der Anschlag auf die Nord-Stream-Pipeline waren. Mit Verbindungen bis in höchste Kreise der ukrainischen Führung:
„Schutzpatron der Terroristen wurde der damalige Verteidigungsminister Waleri Saluschni – und aus Ärger über dessen Entlassung durch Selenski zu Jahresanfang 2024 sollen sie sich entschlossen haben, gegenüber Pancevski und Schröm/Thiele auszupacken. Das kann allerdings auch eine Märchenerzählung sein, um den Präsidenten aus der Verantwortung für die Nord-Stream-Sprengung herauszuhalten – sonst wären deutsche Hilfsgelder noch schlechter zu rechtfertigen als ohnedies schon.“
Alternative Version zum Tathergang plausibel
Durch die neuen Erkenntnisse, die Elsässer in seinem Artikel zuvor zusammenfasst, scheint jedoch eine andere Version plausibel:
„Dass die ukrainischen Terroristen zwar tatsächlich auf der Ostsee unterwegs waren, aber nicht die Sprengung selbst, sondern nur ein Ablenkungsmanöver durchführten, das die CIA über willige Journalisten dann in Umlauf brachte, um ihre eigenen Spuren zu verwischen. Die eigentliche Operation haben in dieser Interpretation US-Spezialkräfte ins Werk gesetzt, möglicherweise unter Einsatz von Mini-U-Booten – was der Recherche von Seymour Hersh entspricht.“
Wer steckt hinter dem Anschlag auf die Nord-Stream-Pipeline? Während die meisten Medien schweigen, hat COMPACT die neuesten Erkenntnisse detailliert ausgewertet. In seinem Artikel „Tiefes Meer, Tieferer Staat“ kommt Chefredakteur Jürgen Elsässer zum Schluss: Die Spur führt zum CIA. Lesen Sie den ganzen Artikel, bestellen Sie das Juli-Heft!




