Erst das ZDF, jetzt die ARD: Elon Musk hat das Kriegsbeil gegen den deutschen Staatsfunk ausgegraben. Das Zweite hat bereits eine Unterlassungserklärung abgeben und musste fragliche Passagen aus seiner Sendung streichen. Nun schlägt Musk auch die Tagesschau zurück. So funktioniert die «Links-grüne Meinungsmacht», die Julia Ruhs in ihrem gleichnamigen Buch beschreibt. Hier mehr erfahren

    Elon Musk lässt nicht locker. Als das ZDF am 12. Juni behauptete, Musk habe zu einer «Jagd auf Migranten» aufgerufen, antwortete er kühl auf X: «Gegen das ZDF wird wegen seiner ungeheuerlichen Lügen rechtlich vorgegangen.» Sein Anwalt Joachim Steinhöfel schickte eine Abmahnung.

    Darin heißt es: «Die Behauptung, unser Mandant habe zu einer ‹Jagd auf Migranten› durch einen ‹rassistischen Mob› aufgerufen, ist offensichtlich unwahr.» Das ZDF gab am 16. Juni nach, strich die Passage und versah die Sendung mit dem Hinweis, die Formulierung sei «unpräzise und deshalb missverständlich».

    Nun veröffentlichte der rundfunkkritische Kanal ÖRR Blog einen Beitrag, der aufdeckte, dass die Tagesschau Musk bereits im Januar in einem Audiobeitrag fälschlicherweise vorgeworfen hatte, sich für ethnische Säuberungen von Migranten auszusprechen, und diesen Fehler erst Monate später stillschweigend korrigiert hatte.

    Musk antwortete am 17. Juni dem ÖRR-Blog-Beitrag mit einem Konter, der es in sich hatte:

     «Die ethnische Säuberung der Deutschen passiert schon seit langer Zeit.»

    Nicht er spreche sich für ethnische Säuberungen aus, schrieb er auf X, sondern die Deutschen selbst seien seit langer Zeit Opfer einer solchen.

    Lügen mit Methode

    In dem Tageschau-Audiobeitrag aus dem Januar wurde zudem behauptet, der gebürtige Südafrikaner Musk zeige eine «Nostalgie für die Apartheid» und behaupte die «Überlegenheit weißhäutiger Menschen». Die ARD korrigierte auch diese Passagen erst Monate später ohne Vermerk. Die Rechtfertigung: «Diese Formulierung haben wir nachträglich geändert, weil sie in dem Zusammenhang nicht ausreichend eingeordnet war.»

    Während des Bundestagswahlkampfs 2025 warf die Tagesschau Musk zudem eine «illegale Parteispende» an die AfD vor. Für den offiziell ersten Billionär ist der deutsche Staatsfunk längst kein Medienbetrieb mehr, sondern ein politisches Instrument.

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