«Ein gutes Jahr»: So nennt Friedrich Merz seine ersten zwölf Monate als Bundeskanzler. Laut aktueller Umfrage widersprechen 87 Prozent der Deutschen. Als Markus Lanz dem CDU-Fraktionsvize Sepp Müller die Zahlen vorhielt, blieb dem Politiker die Antwort fast zehn Sekunden lang im Hals stecken. Sie ist unsere Kanzlerin der Herzen! Das bringen wir mit unserer Alice-Weidel-Silbermedaille zum Ausdruck. Hier mehr erfahren.

    Seit einem Jahr regiert Friedrich Merz. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage sind nur noch 13 Prozent der Bürger mit seiner Arbeit zufrieden, die Bundesregierung kommt sogar auf nur 11 Prozent. Schlechter als das Ende der Ampel. Trotzdem nannte Merz sein erstes Kanzlerjahr bei einem Besuch der SPD-Bundestagsfraktion «ein gutes Jahr für uns». Bei Markus Lanz musste Unionsfraktionsvize Sepp Müller erklären, wen der Kanzler damit gemeint haben könnte.

    Müller im Kreuzverhör

    Sepp Müller ist stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, ein erfahrener Parlamentarier, der eigentlich wissen sollte, wie man unangenehmen Fragen ausweicht. Lanz kam ohne Umschweife zur Sache und fragte Müller, an wen sich Merz‘ Aussage überhaupt richte:

    «Für den Kanzler? Für die Union? Für die Regierung? Fürs Land? Für wen?»

    Müller flüchtete sich vorerst in die Außenpolitik: «Ich gehe fest davon aus, dass Friedrich Merz dort die Außenpolitik gemeint hat. Mercosur, Indien, die EU geeint, das Verbrenner-Aus zurückgenommen. Innenpolitisch müssen wir besser werden.» Lanz zeigte sich sichtlich genervt:

    «Jetzt mal im Ernst, was ist das? Ist das Realitätsverweigerung? Glauben Sie selber auch, dass das ein gutes Jahr für die Menschen in diesem Land war?»

    Müller räumte ein, die Menschen seien ungeduldig, aber innenpolitisch müsse man eben besser werden: «Wir sehen das ja an den Umfragen, die Menschen sind ungeduldig. Und deswegen ist es vollkommen nachzuvollziehen, dass wir jetzt innenpolitisch liefern müssen.» Nun schlug Lanz legte die Zahlen auf den Tisch:

    «87 Prozent sind mit der Bundesregierung unzufrieden. Nur noch 13 Prozent finden gut, was Sie machen!»

    Der CDU-Mann ging KO. Was folgte, waren fast zehn Sekunden Schweigen. Dann Müller, kleinlaut: «Ich kann den Unmut vollkommen verstehen, weil wir eine Erwartungshaltung geweckt haben — und wir haben immer noch nicht das Wirtschaftswachstum, das wir haben wollen.»

    Lanz fragte Müller, ob das CDU-Bashing gegen die Grünen vor der Bundestagswahl ein Fehler gewesen sei. Müller, selbst Abgeordneter aus Sachsen-Anhalt, wo im September gewählt wird und die AfD bei 41 Prozent steht, antwortete offen: «Ich persönlich hätte mir gewünscht, wenn wir mehr Auswahlmöglichkeiten gehabt hätten. Das war aber nicht möglich — und das liegt wahrscheinlich auch am Bashing, das wir vorher gemacht haben. Das war nicht richtig.» Lanz, sichtlich überrascht:

    «Das war fast eine Liebeserklärung!»

    Auch Journalistin Eva Quadbeck, Chefredakteurin des Redaktionsnetzwerks Deutschland, ließ kein gutes Haar an Merz‘ Selbstbewertung. Im Regierungsviertel habe sich eine Sportart breitgemacht, «dass man alles schönredet». Das Merz-Jahr sei «in Teilen ein verlorenes Jahr», die Koalition habe nicht schnell genug gearbeitet, den Menschen keine Hoffnung zurückgegeben. Den Kanzler-Satz nannte sie schlicht: «Quatsch.»

    Grüner macht auf Big-Boss

    Grünen-Co-Chef Felix Banaszak ließ es sich ebenfalls nicht nehmen. Der große Vertrauensverlust komme daher, «dass die Kluft zwischen dem, was eigentlich notwendig wäre, und dem, was am Ende rauskommt, einfach unfassbar groß geworden ist». Dann stichelte er in Richtung Merz:

    «Wir wären viel weiter, wenn Friedrich Merz Führung nicht missversteht als: Ich sage jetzt mal, wo’s lang geht — weil ich bin hier Big Boss.»

    Die Grünen hatten die Bundestagswahl im Februar 2025 mit 11,6 Prozent als Verlierer verlassen, in aktuellen Umfragen stehen sie bei 14 Prozent und liegen damit erstmals seit Jahren wieder vor der SPD. Am Ende der Ampel-Koalition waren laut ARD-Deutschlandtrend nur noch 14 Prozent mit der Regierung zufrieden. Drei Prozentpunkte mehr als Merz heute scheinen Banaszak zu genügen, um sich als «Big Boss» zu fühlen.

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