Ein neues Buch zeigt, dass die Bundesregierung über die Sprengung der Pipelines zumindest Bescheid wusste – und dass die Geschichte um die Segelyacht „Andromeda“ vor der CIA-Führung der Operation ablenken soll.
Kocht die Nord-Stream-Sache wieder hoch? Wird der größte militärische Angriff auf Deutschland seit 1945 endlich untersucht? Morgen stellt die AfD im Bundestag einen Antrag zur Einrichtung eines entsprechenden Ausschusses. Allein mit ihren Stimmen kann sie das nicht durchsetzen – morgen wissen wir, ob sich auch in anderen Fraktionen noch Aufrechte finden, die an Aufklärung interessiert sind.
Für ein gesteigertes Interesse an Nord Stream sprechen auch einige Buchveröffentlichungen in diesem Frühjahr. Aus der Reihe der Titel ragt Georg Tidls „Nord Stream. Die Sprengung der alten Weltordnung“ heraus, das auch im COMPACT-Shop erhältlich ist.
Die „Andromeda“-Ablenkung
Zwei Punkte machen das Buch unbedingt empfehlenswert. Während die Veröffentlichungen in Mainstream-Verlagen mit Insider-Informationen über die ukrainischen Terroristen aufwarten, die die Sprengung mit der Segeljacht „Andromeda“ durchgeführt haben sollen und dabei durchaus mit schönen Augenzeugenberichten aufwarten, wie bei Saufgeladen die Operation erfunden und dann, auch mit Unterstützung des damaligen Oberbefehlshabers Saluschni, umgesetzt wurde, weist Tidls ziemlich sicher nach, dass es den „Andromeda“-Einsatz zwar tatsächlich gab – aber er war nur eine begleitende Aktion, die von der eigentlichen Sprengung ablenken sollte. Angeführt wurde der „Andromeda“-Einsatz von CIA-Offizier Christopher W. Smith, mittlerweile Staatssekretär im US-Außenministerium für Europa. Er überwachte die ukrainischen Taucher beim Training in einem Steinbruch-See in Shitomir/Westukraine und auf einem NATO-Stützpunkt in Rumänien.

Schlüssig zeigt Buchautor Tidl auf, dass Sprengstoff von diesem Gewicht nicht von Tauchern an den Röhren, die in mehr als 80 Meter Tiefe lagen, angebracht werden konnte. Die Mainstream-Erzählungen zu „Andromeda“ haben an dieser Stelle einen bezeichnenden blinden Fleck: So farbenreich sie die Vorgeschichte der Taucher-Crew ausmalen, so dünn fallen die technischen Schilderungen des Anbringens der Sprengsätze aus. Weil diese nämlich nicht von Tauchern angebracht wurden…
Tidl hält die Tatbegehung durch kleine U-Boote, die in Folge des großen NATO-Manövers BALTOPS22 eingesetzt wurden, für die wahrscheinlichste. Er entdeckte ein offizielles NATO-Organigramm, wonach die US-Amerikaner die Leitung innehatten, „aber ein deutscher Militär für die U-Boot-Übungen verantwortlich war“. Bestens dokumentiert sind in dem Buch alle Schiffsbewegungen am Tatort Bornholm im gesamten September 2022 – schon das macht Tidls Recherche so wertvoll!
Unbedingte Leseempfehlung, nicht nur für die AfD-Vertreter in einem künftigen Nord-Stream-Untersuchungsausschuss!
Georg Tidl, „Nord Stream. Die Sprengung der alten Weltordnung“ kann man hier bestellen.




