Der China-Besuch des Trump-Trosses wird natürlich auch in Moskau mit großer Aufmerksamkeit registriert. Wir dokumentieren nachfolgend eine Einordnung der Nachrichtenagentur Tass, übersetzt von Thomas Röper. Unsere Druschba-Silbermedaille steht für Frieden und Freundschaft mit Russland. Hier mehr erfahren.
Laut chinesischem Staatsfernsehen CCTV sprach der chinesische Präsident Xi Jinping mit US-Präsident Donald Trump über den Ukraine-Konflikt, die Lage im Nahen Osten und die Situation auf der koreanischen Halbinsel. Demnach hätten sich die beiden Staatschefs auch geeinigt, sich gegenseitig zu unterstützen.
Während des Treffens konzentrierten sich die beiden Staatschefs nicht nur auf regionale, sondern auch auf globale Probleme. Insbesondere vereinbarten die beiden Staatsoberhäupter, bei der erfolgreichen Ausrichtung des informellen Treffens der Staats- und Regierungschefs der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) und des G20-Gipfels in diesem Jahr zusammenzuarbeiten.
Die Erklärungen des chinesischen Präsidenten
Xi Jinping erklärte, sein Treffen mit Trump habe inmitten globaler Veränderungen die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich gezogen. Der chinesische Präsident merkte an, sein Treffen mit dem US-Präsidenten finde „in einer Zeit beispielloser und dynamischer Veränderungen“ statt, in der sich die internationale Lage „an einem Scheideweg“ befinde.
Er betonte, eine Konfrontation zwischen China und den USA werde beiden Seiten schaden, und beide Seiten sollten Partner und nicht Gegner sein. Der chinesische Präsident stellte klar, dass gegenseitige Unterstützung und gemeinsamer Wohlstand es Peking und Washington ermöglichen würden, „einen neuen Ansatz für die Zusammenarbeit zwischen den beiden Großmächten in der neuen Ära zu entwickeln“.
Xi Jinping erklärte, China und die USA müssten Partnerschaften aufbauen und zum Wohle der gesamten Welt stabile bilaterale Beziehungen gewährleisten. Seiner Ansicht nach sollte 2026 ein historisches und bedeutendes Jahr für die Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern sein. Xi Jinping erklärte, China und die USA müssten ihre Kräfte bündeln, um globale Herausforderungen zu bewältigen und eine sichere Architektur für die bilaterale Zusammenarbeit aufzubauen.
Die Grundlage der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und den USA sollte gemeinsamer Nutzen bilden, denn in Handelskriegen gebe es keine Gewinner, betonte er. Seiner Ansicht nach könne ein falscher Ansatz zur Lösung der Taiwan-Frage einen direkten Konflikt zwischen Peking und Washington provozieren.
Der chinesische Präsident fügte hinzu, das Streben nach „Unabhängigkeit der Insel“ und regionaler Frieden schlössen sich gegenseitig aus. Die Wahrung der Stabilität in der Taiwanstraße sei der wichtigste Faktor für die Beziehungen zwischen China und den USA, erklärte er. Amerikanische Unternehmen seien aktiv an der Förderung des Prozesses von Reformen in China beteiligt, so Xi Jinping. Der chinesische Präsident stellte klar, Peking werde weiterhin eine Politik der zunehmenden Öffnung gegenüber anderen Ländern verfolgen. China und die USA sollten die Kommunikationskanäle zwischen den Streitkräften beider Länder angemessen nutzen, bemerkte er.
Trumps Erklärungen
Zu Beginn der Gespräche mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping äußerte Trump die Hoffnung, dass die Beziehungen zwischen den USA und China ihren historischen Höhepunkt erreichen würden. Er erklärte, die USA beabsichtigten, den Handel mit China auf der Grundlage der Gegenseitigkeit zu betreiben.
Der US-Präsident merkte an, dass er hochrangige Führungskräfte bedeutender amerikanischer Unternehmen als Teil seiner Delegation nach China mitgebracht habe. Trump räumte ein, dass es im Laufe der langjährigen Beziehungen zwischen den beiden Staatschefs gelegentlich zu Schwierigkeiten gekommen sei, diese aber stets beigelegt werden konnten. Nach dem Treffen erklärte er, die Gespräche mit Xi Jinping seien gut verlaufen.
Trump und Xi Jinping seien sich einig gewesen, dass der Iran keine Atomwaffen besitzen dürfe, teilte das Weiße Haus mit. Sie betonten außerdem, dass beide Seiten darin übereinstimmten, dass die Straße von Hormus offen bleiben müsse, „um den freien Fluss von Energieträgern zu gewährleisten“.
Die Erklärung des Weißen Hauses hob hervor, dass Trump ein gutes Treffen mit Xi Jinping in Peking geführt habe und dass beide Seiten vereinbart hätten, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu stärken. Während seines Treffens mit Trump äußerte Xi Jinping laut einer Mitteilung des Weißen Hauses Interesse an einer Erhöhung der Ölimporte aus den USA, um die Abhängigkeit von der Situation in der Straße von Hormus zu verringern.
Ignorieren der Taiwan-Frage
Trump ignorierte während eines Fototermins mit Xi Jinping die Fragen von Journalisten zu Taiwan. Nach Gesprächen in der Großen Halle des Volkes trafen die beiden Staatschefs am Himmelstempel (Tiantan) ein und posierten für den Pressepool des Weißen Hauses für ein Foto. Journalisten riefen dem amerikanischen Präsidenten zu, ob die Taiwan-Frage während des Treffens besprochen worden sei, doch Trump wandte sich schweigend ab und ging von den Journalisten weg.
Trump traf am 13. Mai in China ein. Ziel des Besuchs ist es, Differenzen in den Bereichen Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie anderen wichtigen bilateralen Fragen abzubauen und beizulegen und die Positionen zu globalen Themen, darunter erwartungsgemäß auch der Konflikt zwischen den USA und dem Iran, abzustimmen. Es wird erwartet, dass beide Seiten auch über die Situation mit Taiwan sprechen, die angesichts des „Ein-China-Prinzips“ eine rein innerchinesische Angelegenheit Pekings ist.
Heute endet der Trump-Besuch in China. Die Ergebnisse werden sicherlich auch in Russland umfangreich analysiert. Unsere Druschba-Silbermedaille steht für Frieden und Freundschaft mit Russland. Hier bestellen.





