Der Machtwechsel in Budapest steht unmittelbar bevor. Schon schickt der neue Premier die bekannteste Gender-Ikone des Landes ans Steuer des Bildungsministeriums. Wie die Woken labern und lügen, enthüllt der neue Bestseller „Links – Deutsch / Deutsch – Links“ ebenso humorvoll wie treffend. Hier mehr erfahren.
Budapest, April 2026. Kaum zwei Wochen nach seinem historischen Sieg mit einer Zweidrittelmehrheit stellt Peter Magyar sein künftiges Kabinett vor. Der Vorsitzende der Tisza-Partei, der Orbans 16-jährige Herrschaft aus den Angeln hob, zieht Anfang Mai ins Amt. Eine seiner ersten Personalentscheidungen hat das konservative Ungarn aufgewühlt wie kaum etwas seit Jahren.
Lannert wird Ministerin für Bildung und Kinder. Erwartet worden war die Direktorin einer katholischen Zisterziensierschule. Lannert ist als Kritikerin der Orban-Regierung bekannt, für ihre proukrainischen Positionen und für den Regenbogenrahmen, den sie 2021 auf ihrem Facebook-Profil trug, als das ungarische Parlament das Kinderschutzgesetz verabschiedete. Lokale Medien bezeichnen sie als erste LGBTQ-Aktivistin in einem ungarischen Regierungsamt.
Princeton und Budapest
Judit Lannert, Jahrgang 1962, ist keine Unbekannte in der ungarischen Bildungslandschaft. Sie studierte Volkswirtschaft in Budapest, erwarb einen Master in Sozialpolitik und promovierte an der Corvinus-Universität. Zwischenstationen führten sie an die Woodrow Wilson School der Princeton University, einer der renommiertesten Hochschulen der amerikanischen Ivy League (Gruppe von Eliteunis an der Ostküste).

Jahrzehntelang forschte sie anschließend am Nationalen Institut für öffentliche Bildung in Ungarn. In ihrer Arbeiten dokumentierte sie die angeblich systematische Benachteiligung von Frauen in ungarischen Hochschulen und kritisierte Orbans Einschränkungen der Gender Studies als wissenschaftlich verheerend. Ihre Urteile über das ungarische Bildungssystem fielen scharf aus:
«Die Schulen tanzen gegenwärtig in Fesseln»
Und weiter: «Das Orban-System ist gescheitert, weil es keine echten Analysen gab.» Jahrzehntelang sprach sie aus der sicheren Distanz der Forschung. Nun sitzt sie am Kabinettstisch.
Das Imperium schlägt zurück
Die Ernennung fällt in eine aufgeladene politische Lage. Am 21. April, neun Tage nach Orbans Wahlniederlage, entschied der Europäische Gerichtshof, Ungarns Kinderschutzgesetz verletze EU-Recht. Das Gericht erklärte, die Maßnahmen stigmatisierten LGBTQ-Individuen und verletzten die Menschenwürde. Ungarn wurde angewiesen, die Beschränkungen aufzuheben. Zwei Tage später reichte ein Sender einen Antrag zur Einrichtung eines LGBTQ-Fernsehkanals bei der ungarischen Medienaufsicht ein. Am Tag darauf folgte Lannerts Ernennung.
Orban hatte das Gesetz stets als Schutz ungarischer Kinder vor dem bezeichnet, was er «aggressive LGBTQ-Propaganda» nannte. Auf X warnte er nach dem EuGH-Urteil: «Die Brüsseler Dampfwalze bewegt sich bereits.» Und setzt nach:
«Jetzt schlägt das Brüsseler Imperium zurück.»
Seine Partei werde nicht aufgeben, «für die Seele Europas zu kämpfen.» Es ist ein Kulturkampf, der im Klassenzimmer beginnt. Ob Magyars Wähler diesen Schwenk mitgehen, bleibt offen.
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