Es ist vorbei: Die sogenannten Friedensgespräche im pakistanischen Islamabad sind gescheitert, es hat keine Einigung gegeben. Am Sonntagmorgen reisten beide Delegationen wieder ab. Noch gilt es zwar nicht als sicher, doch die Zeichen stehen auf Fortsetzung des Krieges. Der Nahe Osten steht weiter Flammen – erfahren Sie alle Hintergründe dazu in unserer April-Ausgabe mit dem Titelthema „Gefahr für Deutschland“, um mitreden zu können. Hier mehr erfahren. 

    Die trumpsche Drohung der totalen Auslöschung des iranischen Volkes endete in der Nacht zu Mittwoch mit einer zweiwöchigen Waffenruhe. Brüchig, wie die israelischen Angriffe auf den Libanon, die zunächst fortgesetzt wurden, obwohl diese Front ebenfalls in der Vereinbarung inbegriffen war. Doch insgesamt hält das vorläufige Abkommen bisher. Im nächsten Schritt sollte nun ein langfristiger Friedensdeal ausgehandelt werden. Das ist jedoch gescheitert.

    Hält der Waffenstillstand? Die Pressestimmen

    Zwar trafen hochrangig besetzte Delegationen in Islamabad aufeinander, für die USA waren u.a. Vizepräsident JD Vance, Trumps Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner, Schwiegersohn des US-Präsidenten, vor Ort, auf iranischer Seite waren u.a. Außenminister Abbas Araghtschi, sowie Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, vor Ort, doch eine Verhandlungslösung konnte nicht erzielt werden. Nach rund einem Tag Verhandlungen gingen beide Seiten ohne Ergebnis auseinander, insbesondere um den weiteren Status der Straße von Hormus konnte keine Einigung erzielt werden.

    Die iranische Nachrichtenagentur IRIB meldet dazu:

    „Der niederträchtige, verwerfliche und unehrliche amerikanische Feind versuchte, am Verhandlungstisch das zu erreichen, was ihm im Krieg nicht gelang.

    Zu seinen Forderungen gehören die Übergabe von angereichertem Uran und die Öffnung der Straße von Hormus ohne bestätigte iranische Souveränität darüber.

    Der Iran hat beschlossen, diese Bedingungen abzulehnen und die heilige Verteidigung seines Vaterlandes mit allen notwendigen Mitteln, militärisch wie diplomatisch, fortzusetzen.“

    Die Zeichen stehen wieder auf Krieg

    Das Scheitern der Friedensgespräche stellt die Weichen auf eine Fortsetzung des usraelischen Krieges. Möglicherweise sogar noch vor Ablauf der 14-tägigen Waffenruhe, an solche Vereinbarungen fühlten sich beide Länder in der Vergangenheit bekanntlich nicht zwingend gebunden. Zwar hielten sich die USA noch ein Hintertürchen offen und verwiesen auf die Möglichkeit, in den nächsten Tagen neue Gespräche führen zu können, doch alle Zeichen stehen wieder auf Krieg. Der Nahe Osten steht endgültig in Flammen, der Konflikt eskaliert immer weiter. Mit Folgen, die wir – nicht nur am Zapfhahn – in Europa hautnah spüren.

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