Die Zahl der 30.000 Toten in zwei Tagen ging um die Welt. Im Januar 2026 überschwemmte sie die Titelseiten westlicher Leitmedien und lieferte den moralischen Vorlauf für den Krieg. Unsere brandneue Spezial-Ausgabe „Kriegsverbrechen – US-Außenpolitik von Truman bis Trump“ zertrümmert diese und weitere Lügen im Zuge der US-Kriege. Hier mehr erfahren.
Was wie ein Genozid klang, erwies sich bei näherer Prüfung als Propagandazahl nach bekanntem Muster: Wer die Quellen genauer betrachtete, stieß auf Exilmonarchisten, CIA-nahe Netzwerke und angebliche Tote, die später quicklebendig wieder auftauchten, wie wir in unserer neuen Spezial-Ausgabe „Kriegsverbrechen“ dokumentieren.
Verzehnfachung der Opferzahl
Große Medienhäuser hielten wochenlang an der Horrorzahl von 30.000 Opfern fest, die angeblich allein an zwei Tagen ums Leben gekommen wären. Das Time Magazine berief sich dabei auf „zwei hochrangige Beamte des iranischen Gesundheitsministeriums“. Bei näherer Prüfung entpuppte sich diese Quelle als Amir Parasta, ein deutsch-iranischer Augenchirurg, enger Vertrauter von Reza Pahlavi, dem im Exil lebenden Sohn des gestürzten Schahs, und Berater einer offen pro-monarchistischen US-Einflussorganisation.
Der Guardian wiederum stützte sich auf einen anonymen „Arzt“, der selbst einräumte, dass seine Schätzung nicht auf verifizierten Krankenhausdaten beruhte, sondern auf der willkürlichen Annahme, die offiziellen Zahlen erfassten weniger als zehn Prozent der tatsächlichen Todesfälle. Was US-Präsident Trump nicht daran hinderte, die Zahl bei einer Pressekonferenz auf 32.000 zu erhöhen, ohne irgendeine Quelle zu nennen.

Noch absurder wurde es bei einer in Toronto ansässigen NGO namens Internationales Zentrum für Menschenrechte. Sie behauptete, der Iran habe 43.000 Demonstranten getötet und weitere 350.000 verletzt. Belege: keine. Ein dürftiger Blogbeitrag von 900 Wörtern reichte aus, um diese Zahl in internationale Redaktionen zu speisen.
Irans Außenminister Araghchi forderte Trump öffentlich auf:
„Wenn jemand die Genauigkeit unserer Daten anzweifelt, teilen Sie bitte alle Beweise mit.“
Die iranische Regierung registrierte offiziell 3.117 Tote: 2.427 unschuldige Zivilisten und Sicherheitskräfte sowie rund 690 Randalierer und Terroristen. Sie veröffentlichte eine vollständige Namensliste mit nationalen Identifikationsnummern, um jeder Manipulation vorzubeugen.
Die norwegische Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) verifizierte durch namentliche Einzelfallprüfung mindestens 2.615 Tote. Das amerikanische Netzwerk HRANA kam auf mindestens 3.428 bestätigte Todesfälle. Beide Organisationen arbeiten mit dem strengsten verfügbaren Verifikationsstandard. Selbst die UN-Sonderberichterstatterin Mai Sato sprach von mindestens 5.000 Toten. Die 30.000 an zwei Tagen liegen damit beim Sechs- bis Zwölffachen jeder unabhängig verifizierten Schätzung.
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Ein weiterer Einwand: 30.000 Tote an zwei Tagen in einer Stadt bedeuten Leichenberge auf offener Straße, Szenen wie nach einem Bombenangriff. Kein einziges verifiziertes Video, kein einziges Satellitenbild zeigt das. Dass ausgerechnet in einer Zeit, in der jeder ein Smartphone trägt, keinerlei Bildmaterial solcher Dimensionen auftauchte, sagt alles über den Wahrheitsgehalt dieser Zahl. Zwar gab es im Iran eine Internetsperre, dennoch hätte über Umwege mehr Material verfügbar sein müssen.
Auferstanden von den Toten
Das war keine Ausnahme, sondern hatte System. Ex-CIA-Direktor Mike Pompeo schrieb am 2. Januar 2026 auf X: „Frohes neues Jahr an alle Iraner auf den Straßen. Und auch an jeden Mossad-Agenten, der neben ihnen geht.“ Tage zuvor hatte ein Mossad-naher Account auf Farsi die Iraner zur Teilnahme an den Protesten aufgerufen: „Geht zusammen auf die Straßen. Die Zeit ist reif. Wir sind bei euch. Nicht nur aus der Ferne. Wir sind auch vor Ort.“ Der Post wurde kurz darauf gelöscht.
Parallel zu den aufgeblähten Opferzahlen kursierten in den sozialen Medien und internationalen Nachrichtenportalen die Namen angeblich getöteter Demonstranten. Häufig handelte es sich um Personen, die später quicklebendig wieder auftauchten.
Mobina Beheshti, von iranischen Exilmedien als Opfer staatlicher Gewalt gemeldet, kehrte am 28. Januar per Video zurück: unversehrt, aber sichtlich irritiert über die Berichte von ihrem Tod. Amir Abbas Raynai erklärte:
„Ich bin sehr lebendig und gesund. Glaub nicht an Fake News und verbreite sie nicht. Meine Familie macht sich Sorgen.“
Ali Khani kehrte ebenfalls aus dem Reich der Toten zurück. Mohammad Rasoul Bayati wurde von einem Reporter gesund und munter in seinem Fitnessstudio angetroffen. Besonders absurd war der Fall Erfan Soltani, der als unmittelbar vor der Hinrichtung stehend wochenlang internationale Schlagzeilen produzierte und diplomatische Reaktionen auslöste. Ein Todesurteil hatte es jedoch nie gegeben, Soltani wurde freigelassen.
Die verschwiegenen Millionen
Wieder einmal entstand ein Bild, das mit der Realität nur wenig zu tun hatte. Am 12. Januar gingen in Teheran nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars rund drei Millionen Menschen auf die Straße, nicht gegen, sondern für die Islamische Republik und zur Verurteilung der Terrorakte.
Noch größer waren die landesweiten Demonstrationen zum 47. Jahrestag der Islamischen Revolution am 11. Februar. Staatliche Nachrichtenagenturen meldeten eine Teilnahme von 23 bis 26 Millionen Menschen in über 1.400 Städten und Gemeinden. Bemerkenswert: Unter den Demonstranten befanden sich auch Frauen ohne Kopftuch, die sogar vom iranischen Fernsehen gezeigt wurden.
Internationale Medien reduzierten diese Zahlen auf „Tausende“. Andernfalls hätten sie einräumen müssen, dass das Regime weiterhin über eine breite Massenbasis verfügt und die Opposition nach ihrem gewalttätigen Auftreten Anfang Januar isoliert war. Der ehemalige Schweizer Geheimdienstoffizier Jacques Baud fasste im Interview mit der Weltwoche zusammen:
„Unser Bild vom Iran ist das Ergebnis von über 40 Jahren amerikanischer Desinformation, um einen Krieg zu rechtfertigen.“
Ab Ende Februar 2026 griffen die USA und Israel militärische Ziele im Iran an. Aus einer Zahl wurde ein Narrativ. Aus dem Narrativ wurde ein Krieg.
Vom Atombombenabwurf über Hiroshima bis zu den Raketenangriffen auf Teheran: Unsere brandneue Spezial-Ausgabe „Kriegsverbrechen“ zertrümmert die Lügen im Zuge aggressiver US-Außenpolitik von Truman bis Trump. Hier bestellen.






